Jennifer 8
Inhalt
Ein Serienkiller hat es offenbar auf blinde Frauen abgesehen. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, wird ihre ebenfalls eingeschränkte Freundin unter besonderen Polizeischutz genommen – bis der Verdacht letztlich sogar auf den für sie abgestellten Cop selbst fällt…
Fazit
Im Laufe der Jahre habe ich diesen Thriller schon mehrmals gesehen und würde ihn stets für “gut” befinden. Er besaß eine Atmosphäre, die stellenweise angenehm an “Sieben” erinnerte, doch in kleinen Details ragt er dann doch nicht ganz an solche große Vorbilder heran.
Die verregnete Grundstimmung war teils stimmig, teils etwas schwermütig-nervig. Die verrauschten Bilder größtenteils passend, manchmal einen Ticken zu düster. “Jennifer 8” hat gelegentlich den Bogen überspannt (vielleicht auch bei seiner Aufklärung – keine Spoiler) und dennoch prima bei Laune gehalten.
Vielleicht haperte es bei der Handlung gelegentlich an Glaubwürdigkeit, doch Spannung und ein paar geschickte erzählerische Kniffe kaschierten dies gekonnt. Man konnte sich mühelos im Geschehen fallen lassen und im Laufe der Spielzeit auch ein paar eigene Gedanken zu Täter und Motiv machen.
Sicherlich haben uns die Autoren offenkundig auf falsche Fährten gelenkt, aber irgendwie war auch jede Variante möglich und der Zuschauer dann doch nicht so felsenhaft an seine Theorien gekettet. Dies machte ungemein Spaß, da auch das passende Zusammenspiel von Andy Garcia und Uma Thurman in jeder Sekunde herrlich anzuschauen war.
Probleme bei Logik und Motiv zerren an der Wertung, doch ansonsten ist “Jennifer 8” nachwievor ein solider Thriller, der Genrefreunde mit seiner düsteren Grundstimmung absolut gefallen dürfte. Eine höhere Wertung vermag ich nicht zu vergeben, aber eine Empfehlung ist auf jeden Fall drin.
7/10
Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)


