Scream 7
Inhalt
Sidney Prescott lebt abgeschieden in einer Kleinstadt, ist mit dem örtlichen Sheriff verheiratet und hat mittlerweile drei Kinder. Als eine erneute Mordserie entflammt, hat sie vor allem um ihre älteste Tochter große Angst. Sie sieht viele Parallelen zu ihrer eigenen Jugend und damit auch zu den damaligen Ereignissen in Woodsboro…
Fazit
Das “Scream”-Franchise scheint kein Ende zu nehmen und auch die aktuellen Zahlen sprechen wohl für eine weitere Fortsetzung. Schon mehrmals habe ich betont, dass die wegweisenden ersten beiden Titel auch noch immer zu meinen All-Time-Favorites gehören, der Rest leider kaum der Rede wert sei – und so auch Teil 7.
Obwohl hier viele vertraute Figuren, Musikstücke, Namen und sogar Kleidungsstücke auftauchen, fühlte sich das Geschehen für mich erschreckend beliebig und Nichtssagend an. Weder die letzten Auskoppelungen, noch diese Fortsetzung konnte ein echtes “Scream”-Feeling erzeugen, uns so zum schmunzeln oder Mitfiebern animieren.
Die Geschichte war bereits bei den Vorgängern schon extrem zusammenkonstruiert und die Auflösung hierdurch nur noch eine Phrase. Das Verhältnis von Tätern und opfern ging wieder so weit um die Ecke, dass ein echtes Miträtseln kaum möglich war. Zudem wurden neue Aspekte eingeführt, die zunächst mal gar kein Zusammenhang erkennen ließen. Natürlich werde ich hier keine Spoiler verraten – verdrehen der Augen und verwirrtes Kopfschütteln allerdings garantieren.
Der Erzählfluss war so lala. Es ging stellenweise angenehm kurzweilig und blutig zur Sache, an derer Stelle gab es jedoch ein paar Längen. Insbesondere wenn Sidney mit ihrer Tochter am diskutieren war, wurde es etwas langweilig und die solide Spannungskure geriet ins Wanken. Die Ansätze bekannte Thematiken noch einmal hoch zu kochen war in Ordnung, in dieser Form allerdings nicht immer als spaßigen Fan-Service zu betrachten.
Bei den Darstellern gab es weitestgehend bekannte Gesichter zu erblicken, deren Screentime war jedoch sehr unterschiedlicher Dauer. Während man von Neve Campbell als Hauptperson endlich mal wieder etwas mehr gesehen hat, wurden Auftritte aus den direkten Vorgängern (Mason Gooding, Jasmin Savoy Brown) zurückgeschraubt. Mittlerweile obligatorisch hingegen die kleinen Einspieler “gefallener Veteranen” aus den alten Teilen.
Während ich mich mittlerweile recht gut mit “Scream 5” und “Scream 6” angefreundet habe (Teil 3 und 4 sind immernoch ziemlich übel!), hauts beim neusten Spross leider noch nicht so hin. Gezeigt wurde kein Totalausfall, aber leider auch kein guter Horrorfilm. Sicherlich gebe ich dem Streifen im Heimkino eine weitere Chance, aber im Moment bleibt es bei einem eher mittelprächtigen Eindruck, der mich enttäuscht aus dem Kinosaal nach Hause gehen ließ.
5,5/10
Fotocopyright: Paramount Pictures/Leonine


