Pretty Lethal – Schön tödlich
Inhalt
Eine Truppe junger Balletttänzerinnen macht sich auf dem Weg zu einem Turnier in Osteuropa und bleibt dank einer Panne mitten im Hinterland stecken. Sie machen sich zu Fuß auf den Weg und gelangen an einen merkwürdigen Club, der die Damen nur zu gerne aufnimmt…
Fazit
“Schräger geht immer” – müssen sich die Macher dieses Werkes auf die Fahne geschrieben haben und ihren verrückten Gedanken in filmischer Form einfach mal freien Lauf gelassen haben. Inhaltlich vermochte das Werk wenig zu geben und auch bei der Glaubwürdigkeit haperte es gewaltig, doch in Sachen kurzweiliger Unterhaltung tat dies keinen Abbruch.
Es dauerte zwar ein paar Minuten, bis man sich an Setting und Charaktere gewöhnt hatte, doch spätestens mit der ersten kuriosen Actionsequenz war das Interesse geweckt und der Blick kaum noch vom wilden Geschehen abzuwenden. Das Spaßfaktor zog merklich an und der leicht zähe Auftakt war vergessen.
Die Kämpfe waren aufwendig – und entsprechend der Statur unserer zierlichen Hauptfiguren entsprechend choreografiert – nicht minder blutig auf den Schirm gezaubert. Bei all der Übertreibung blieb kein Auge trocken und so verloren die Blutfontänen dank gut platzierter Lacher deutlich ihren Ernst – obwohl der Umgangston nie ins Lächerliche rutschte.
Besonders gut gefiel mir die Optik, die – genau wie der Rest – durchaus an “John Wick” und ähnlich inszenierte Klassiker erinnerten. Der Look war dreckig, rau und hochwertig zugleich, zudem auch angenehm düster und dennoch elegant.
Kein unbedingtes Must-See, aber auch keine verschwendete Zeit. “Pretty Lethal” war ein kurzweiliger Actionkracher mit hohen Schauwerten auf verschiedenen Ebenen und aufgrund seiner ungewöhnlichen Elemente schon einen kleinen Blick wert. Freunde von Wick und Konsorten schauen rein und werden prima unterhalten.
7/10
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