Filmbesprechungen

D.O.A. – Dead or Alive

Inhalt

Das geheime “Dead or Alive”-Turnier lockt mit einem Preisgeld von 10 Millionen Dollar und zieht Teilnehmer aus aller Welt auf eine abgelegene Insel. Unter den Kämpfern befindet sich diesmal aber auch Prinzessin Kasumi, die ihren verschwundenen Bruder finden und das Geheimnis des Veranstalters lüften will…

Fazit

Die Spiele waren in erster Linie grafisch eine Sache für sich und zumindest hier konnte der gleichnamige Film ein bisschen anknüpfen. Auch wenn Handlung und Dialoge nicht unbedingt zu den Aushängeschildern der Produktion gehören, konnten saubere Kameraarbeit und teilweise traumhaft schöne Kulissen für ein lockere Feeling sorgen.

Analog zur Konkurrenz war es auch bei dieser Umsetzung schwierig eine geeignete und einigermaßen glaubhafte Geschichte rund um die Kämpfe zu erfinden. Letztlich musste hier erwartungsgemäß ein Auge und bei mancher pseudo-lustigen Konversation ein Ohr zugedrückt werden, denn so richtig gelang es den Machern nicht.

“Dead or Alive” bot neben hübsch choreografierten Kämpfen auch eine Menge an Witz, doch meist stand man sich nur selbst im Wege und lieferte eher unfreiwillig komisch wirkende Passagen, die obendrein noch zum Fremdschämen einluden. Die Mischung aus taffer Frauenpower und fast schon sexistischen Darstellungen lag dicht beieinander, fand nicht immer die gelungene Mitte.

Setzte beispielsweise ein “Mortal Kombat” auf einen düsteren und brutalen Grundton, präsentiert sich “D.O.A.” quasi als farbenfroher und naiver Gegenentwurf. Während man sich bei anderen Streifen auf die Erkundung mysteriöser Gewölbe wagt, vertreiben sich die Recken bei diesem Titel die Zeit zwischen den Keilereien mit stillvoll gemachten Volleyball-Szenen – die absolut als Fan-Service (“Dead or Alive Xtreme”) zu verstehen waren.

Highlight waren aber klar die bereits erwähnten Actioneinlagen, die hübsche Parallelen zur Vorlage aufzuweisen hatten. So gab es Kämpfe auf dem Wasser, in tollen Tempeleinlagen oder gar in Bambus überwucherten Wäldern. Schade jedoch, dass zu Gunsten einer niedrigen Freigabe auf Blut oder abgetrennte Körperteile verzichtet wurde – was im Anbetracht der inflationären Verwendungen von Schwertern ein bisschen kurios erschien.

Damals wie heute war “Dead of Alive” kein guter Film und reiht sich natlos in die Riege mittelprächtiger Umsetzungen von großartigen Videospielen ein. Es gab zwar viel fürs Auge, aber wenig für den Kopf und die Seele. Das auf Hochglanz polierte Treiben hatte schon ein paar sehenswerte Momente, aber das reicht am Ende nicht für eine höhere Bewertung. Während sich Titel wie “Street Fighter” schon bei Release einen Kult-Faktor erarbeitet haben, wird dies für diesen Trash in meinen Augen nie der Fall sein.

5,5/10

Fotocopyright: LEONINE

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