Humint
Inhalt
Noch immer ist die Lage zwischen Nord- und Südkorea äußerst gespannt und zerbrechlich. Als Ermittler des Südens auf eine Drogenspur in den Norden aufmerksam werden, stehen sich beide Lager skeptisch gegenüber. Scheinbar aber ziehen Kriminelle aus Russland hier die Fäden…
Fazit
Über neues asiatisches Futter bin ich stets dankbar und als Netflix am gestrigen Tage einen neuen Film aus Korea veröffentlichte, ließ eine Sichtung natürlich nicht lange auf sich warten. Erneut lieferten uns die Experten aus fernem Lande auf Hochglanz polierte Kost, doch das etwas stockende Erzähltempo verhinderte am Ende einen besseren Eindruck.
Das Geschehen benötigte einige Minuten, um in Fahrt zu kommen und hatte auch inmitten seines Verlaufs immer mal wieder mit kleineren Durchhängern zu kämpfen. Das Grundprinzip der Handlung war dabei durchaus klar, jedoch verlor man inmitten der dargebotenen Verstrickungen trotzdem manchmal fast den roten Faden.
Glücklicherweise waren es aber toll choreografierte Actionszenen, die uns letztlich wieder mit voller Aufmerksamkeit zum Bildschirm blicken ließen und für die kleineren Ausrutscher entschuldigten. Wenn hier mal die Kugeln flogen, dann aber richtig. Der Subwoofer hatte dann ständig was zu tun und an Einnicken war nicht zu denken.
Die Darsteller haben ihre Sache allesamt sehr gut und im gegebenen Rahmen glaubwürdig erledigt. Vielleicht waren die optisch einen Ticken zu durchgestylt und modisch, doch das passte ganz gut zur hochwertigen Inszenierung. Die Optik war Spitzenklasse und sogar die deutsche Vertonung konnte sich absolut hören lassen.
Agenten-Thriller sind normalerweise nicht so mein Genre, doch Titel wie beispielsweise “Atomic Blonde”, “Red Sparrow” oder eben “Humint” bilden eine positive Ausnahme. Ohne seine ausufernden und heftig gemachten Ballereinlagen wäre diese koreanische Produktion am Ende allerdings auch nur halb so gut geworden und so reicht es für knappe 7 von 10.
7/10
Fotocopyright: Netflix


