Spielebesprechung

Dynasty Warriors: Origins (Nintendo Switch 2)

Inhalt

Der Spieler übernimmt die Rolle eines Mannes, der offenbar sein Gedächtnis verloren hat, dafür mit unglaublichen Kampfeskünsten aufwarten kann. Schnell wird das Talent des “Wanderers” entdeckt und seine Hilfe in den Massenschlachten gegen die gelben Turbinenträger schnell verlangt…

Gameplay

Im Grunde spielt sich “Origins” wie ein typisches “Dynasty Warriors”-Spiel, wartet aber mit ein paar kleineren Innovationen am Rande auf. Neben den bekannten Massenschlachten wird eine kleine Handlung um den mysteriösen Wanderer gesponnen und auf Karten gilt es Abseits der Gefechte einen Blick auf Gegenstände oder Nebenquests zu riskieren.

In Schlachten und Übungskämpfen erhalten wir Geld und Erfahrungspunkte, um uns neue Ausrüstungsgegenstände (Waffen, Ausrüstung, Talismane) zu erwerben oder unserem Charaktere neue Fähigkeiten (bessere Ausdauer, höhere Schäden, etc.) anzutrainieren.

Auf dem Schlachtfeld gilt es eine ordentliche Menge an Spezialmanövern zu beherrschen und vor allem das perfekte Ausweichen (und Kontern) zu verinnerlichen, denn sonst reicht unser Lebenssaft nicht mehr für die mitunter recht langen Auseinandersetzungen mit den Endbossen.

Schwierig wird es jedoch, wenn relativ stramme Zeitlimits erscheinen und wir panisch zu den geforderten Stellen auf der Karte huschen müssen. Im heftigen Getümmel fällt dies manchmal recht schwer, zumal wir (oder ich zumindest) auch manchmal Probleme mit den chinesischen Namen der Figuren hatten. Es ist nicht immer klar, wer oder was das nächste Ziel darstellt und so endet zumindest dieser Levelabschnitt in einem Neustart.

Spielzeit

Rund 23 Stunden habe ich mich mit dem Game beschäftigt und scheiterte bis dato noch am beinahe übermächtigen Endgegner.

Präsentation

Optisch, vor allem aber technisch scheiden sich die Geister an diesem Werk. Auf der Switch 2 läuft das durchschnittlich hübsche Geschehen nur mit 30 Frames (auf Wunsch auch in einem variablen Bildmodus), aber das geht im Anbetracht der unzähligen Gegner schon in Ordnung. Die Spielbarkeit war auf jeden Fall gegeben und im Eifer des Gefechtes fallen auch die gleichförmigen Figuren nicht mehr so arg ins Gewicht. Etwas mehr Details hätte ich mir besonders bei den Zwischensequenzen (in Spielgrafik) schon gewünscht, aber auch hier ist das Ergebnis okay.

Der Soundtrack rangierte von unauffälligem Gedudel bis zu treibenden Riffs, fiel insgesamt nicht negativ ins Gewicht. Die Sprachausgabe erfolgt wahlweise in englisch oder japanisch – optional mit deutschen Untertiteln.

Positiv

  • stabile Performance in großen Gefechten
  • einfacher Spieleinstieg
  • launiges Kampf-Gameplay
  • gut inszenierte Boss-Fights
  • abwechslungsreiche Kulissen
  • großer Umfang
  • einfaches Aufrüst- bzw. Entwicklungssystem

Neutral

  • könnte grafisch noch etwas hübscher sein
  • Story eher alibihaft
  • recht linear aufgebaut
  • Steuerung etwas überladen
  • Spielprinzip repetitiv (aber spaßig)

Negativ

  • nur englische oder japanische Vertonung
  • Aufgaben/Ziele manchmal etwas unübersichtlich (keine klare Aufgabenstellung, ähnliche Namen, etc.)
  • teils schwierige Boss-Kämpfe
  • enge Zeit-Limits in manchen Missionen

Fazit

Im Großen und Ganzen bleibt sich “Origins” und spielt sich trotz kleiner Verbesserung wie ein klassisches “Dynasty”-Game mit allen Höhen, zum Glück aber nur wenigen Tiefen. Trotz 30 Frames blieb das Ding am TV und im Handheld-Modus sehr angenehm spielbar und taugte immer mal wieder für ein kleines Gefecht mal eben Zwischendurch. Fans der Reihe oder zumindest interessierte Neueinsteiger machen nichts verkehrt und schauen bei Bedarf also gerne mal rein.

Grafik: 7/10 | Sound: 7/10 | Gameplay: 6,5/10 | Gesamt: 7/10

Fotocopyright: KOEI TECMO EUROPE

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