Filmbesprechungen

Mimic – Angriff der Killerinsekten

Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.

Inhalt

Da eine schwere Seuche das Leben vieler Kinder bedrohte, mussten Forscher zu einem radikalen Mittel greifen. Sie setzten eine genetisch veränderte Kakerlake aus, um den häufigsten Krankheitsüberträger – ebenfalls ein solches Insekt – zu vernichten. Zunächst lief alles gut und das Unglück schien abgewendet.

Nun, drei Jahre nach diesen Ereignissen, finden sich seltsam große Schaben, die möglicherweise mit den damaligen Experimenten in Zusammenhang stehen. Als eine Reihe mysteriöser Todesfälle die Aufmerksamkeit der Polizei erregt, stehen kurz darauf die damaligen Wissenschaftler wieder auf dem Plan…

Fazit

So richtig toll war „Mimic“ eigentlich noch nie. Trotzdem habe ich mir nach der VHS auch die DVD und nun die Blu-ray-Variante zugelegt. Es ist irgendwie ein gutes Beispiel für einen Streifen, der alle paar Jahre (nachdem er schon wieder halb vergessen ist) herausgekramt wird und passabel bei Laune hält.

Die Grundgeschichte ist recht interessant und weitestgehend schlüssig (im gegebenen Rahmen) umgesetzt. Die Atmosphäre ist durchweg schön düster und lädt zum Versinken ein. Die Darsteller machen ihre Sache gut und geben keinen Grund zur Klage. Zwar schleichen sich hin und wieder leichte Hänger ein, insgesamt ist der Streifen aber kurzweilig und gut anschaubar.

Besonders die düsteren Schächte der New Yorker U-Bahn versprühen eine gewisse Faszination. Sie sind eine perfekte Kulisse für nervenaufreibenden Horror und profitieren enorm von Guillermo del Toros geschicktem Händchen bei der Inszenierung. Alles wirkt schön unheimlich, trotzdem gut gefilmt und nie unübersichtlich. Gerade bei düsteren Abschnitten fällt das Verfolgen manchmal schwer, doch hier behält man stets den Überblick und fühlt sich nicht künstlich „überfrachtet“.

Die Kakerlaken sind technisch sauber gemacht und wirken nicht zu künstlich. Hier hat es sich ausgezahlt, auf klassische Handarbeit statt auf komplette Computeranimation zu setzen. Sie sehen toll aus und bewegen sich geschmeidig.

Nicht ganz ohne Grund gab es diverse Nachfolger. „Mimic“ bot ein ansprechendes Grundkonzept und war größtenteils gekonnt umgesetzt. Gruselfreunde kommen definitiv auf ihre Kosten und alle anderen dürfen bei Interesse durchaus mal reinschauen. Die kürzlich erschienene Blu-ray bietet überdies ein wirklich tolles Bild und einen glasklaren Sound. Es gibt bessere Horrorfilme, aber „Mimic“ ist absolut grundsolide Kost mit hohem Unterhaltungsfaktor und einer unvergleichlichen Atmosphäre.

7,5/10

Fotocopyright: Warner Home Video

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