Inhalt
Kurz vor der Geburt des ersten Kindes, sieht sich ein junges Paar zur Aufnahme der Schwiegermutter genötigt. Während die ersten Tage eigentlich noch recht reibungslos verlaufen, wird der häusliche Frieden schon bald auf eine harte Probe gestellt…
Fazit
„The Front Room“ reiht sich irgendwo zwischen Thriller und Horror ein, geht dabei im Vergleich zu ähnlichen Titeln durchaus eigene Wege und wusste unterm Strich überraschend gut zu unterhalten.
Der Streifen benötigt einige Minuten, um so richtig in Fahrt zu kommen – behielt dann aber bis zum bitteren Ende eine ausgezeichnete Spannungskurve bei. Im ersten Moment hat mich die zu Grunde liegende Thematik noch nicht vollends von sich überzeugt, die Umsetzung dann aber unverhofft in ihren Bann gezogen.
Gründe für den gelungenen Spannungsaufbau lagen dabei auf der Hand. Der hier geschilderte Grusel wirkte trotz einiger absurder Momente durchaus greifbar und hielt sich mit übernatürlichen Elementen angenehm zurück. Viele Dinge wurden angedeutet (und auf Traumsequenzen umgelegt), so dass man nie mit zu abstrakten Einfällen den Bezug zur Realität verlor.
Man konnte sich gut in die Figuren hineindenken, ja selbst in die des neuen Haustyrannen. Alle Vorgänge bzw. Personen hatten ihre Motivationen und das Spiel unserer hervorragend miteinander harmonierenden Darsteller hat gepasst. Nach „Ich weiss noch immer, was du letzten Sommer getan hast“ hatte ich Sängerin Brandy etwas aus den Augen verloren, dafür brillierte sie hier als besorgte Mutter, die für das Wohlergehen ihres Nachwuchses kämpft.
„The Front Room“ ist ein Titel, der beim geeigneten Betrachter zünden muss – ansonsten könnte er höchstwahrscheinlich ein wenig langweilig erscheinen. Wie bereits erwähnt konnte ich jedoch nach einer kurzen Aufwärmzeit hervorragend abtauchen und den greifbaren Horror mühelos nachverfolgen. Sofern euch die Thematik zusagt, schaut ruhig mal rein – beispielsweise wenn er sich mal kostenfrei bei einem eurer abonnierten Streaming-Anbieter im Sortiment befindet.
7/10
Fotocopyright: A24
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