(Asien-)Filme, Serien, Videospiele, Fotografie

Schlagwort: PC (Seite 1 von 7)

Layers of Fear 2 (PC)

Inhalt

Der Spieler findet sich an Board eines mächtigen Schiffes wieder und geht auf Erkundungstour. Scheinbar wurde hier ein Film gedreht , doch warum sind nun alle Passagiere verschwunden?

Gameplay

Erneut erlebt ihr die Geschehnisse aus der Ego-Perspektive und grast die schlauartigen Level auf der Suche nach Antworten ab. Neu jedoch ist diesmal die Wahl aus unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden – bei denen zwischen harmlosem Erkunden oder der panischer Flucht gegen Monster gewählt werden darf. Für meinen Test habe ich mich für die entspannte Variante entschieden, da ich bei solchen Trial & Error Titeln nicht besonders frustresistent bin und relativ schnell durch den Titel vom „Pile of Shame“ durch wollte.

Abermals waren die Rätsel recht simpel und Laufwege erfreulich kurz. Meist ist man in einem sehr eingeschränkten Areal auf der Suche nach dem passenden Schlüssel oder einer Zahlenkombination und so erspart man sich unnötiges Herumlatschen.

Spielzeit

Im Gegensatz zum Vorgänger hat sich die Spielzeit auf rund 5 bis 6 Stunden (wie gesagt im gemütlichen Durchgang ohne Ableben) erhöht. Geht man von einigen Ableben bei Monsterbegegnungen und dem Neustart von Checkpoints aus, käme natürlich noch etwas Zeit obendrauf.

Präsentation

Der Erstling hat mir trotz geringer Framerate auf der Nintendo Switch durchaus gut gefallen und nun präsentierte sich die Fortsetzung auf dem PC in 4K und maximalen Details in einem gänzlich anderen Gewand. Die Optik war schön, stellenweise fotorealistisch und dank ausreichender Hardware-Power stets ruckelfrei.

Die tolle Akustik sorgt erneut für leichte Schauer und sollte am besten mit guten Kopfhörern genossen werden. Schreie, Geräusche und Dialoge waren klar zu orten und sorgten für eine tolle Immersion.

Positiv

  • Tolle Präsentation
  • Schaurige Geräuschkulisse
  • Interessantes Setting
  • Schneller Einstieg
  • Kein Verlaufen
  • Kompakte Rätselabschnitte
  • Nette Anspielungen an den Film „Sieben“

Neutral

  • Seichtes Gameplay
  • Handlung hin und wieder unübersichtlich

Negativ

  • Steuerung nicht immer optimal (z.B. bei „Kurbeleinlagen“)
  • Fühlt sich manchmal etwas gestreckt an
  • Finale ließ vergleichsweise kalt

Fazit

Der erste Teil hat mir erstaunlich gut gefallen und über den Zweiten vermag ich eigentlich nur wenig Negatives zu berichten. Erneut haben die Macher eine schöne Atmosphäre mit gut funktionierenden Gruselmechaniken geschaffen, doch unterm Strich bleibt das Game ein wenig hinter dem Debüt zurück.

Zwar gab es gute und schaurige Momente, doch häufigere Wiederholungen und gelegentlich arg gestreckte Passagen schwächen diese Highlights immer wieder ab. So hechtet man oftmals schnell durch die Gänge und verlor das gemächliche Erkunden zusehends aus den Augen. Am Anfang wolle man noch jeden Stein umdrehen, am Ende einfach nur die Geschichte zu Ende erleben und sich nicht mit lahmen Schriftstücken aufhalten.

Erneut gilt, dass Genrefreunde auf ihre Kosten kommen und den kurzen Tripp auf hoher See sicherlich nicht bereuen werden. Ich persönlich fand den knackigeren Erstling wesentlich unheimlicher und kurzweiliger, sah meine Zeit mit diesem Werk allerdings auch nicht als vergeudet. Ein solider „Walking Simulator“ mit hübscher Präsentation und verworrener Handlung, ich ich bis zuletzt nicht komplett durchschaut habe.

Grafik: 8/10
Sound: 8/10
Gameplay: 6/10
Gesamt: 7/10

Fotocopyright: Bloober Team/Aspyr Media

The Dark Pictures: The Devil In Me (PC)

Inhalt

Der Nachbau eines Horror-Hotels motiviert ein kleines Filmteam zum einem Besuch. Ihr Gastgeber scheint jedoch nicht nur vom Gebäude an sich, sondern auf von seinem ursprünglichen Erbauer – einen Serienkiller – äußerst fasziniert zu sein…

Gameplay

In bester Serientradition kombiniert auch ein „The Devil In Me“ Adventure-Elemente mit kleinen Rätseln, Entscheidungsfindungen und Quicktime-Events miteinander. Der Spieler steuert verschiedene Figuren aus der Third-Person Perspektive und entscheidet via Dialogauswahl oder Geschick beim Tastenhämmern über deren Schicksaal. Wirklich „stecken bleiben“ oder vorzeitig „Game Over“ ist auch hier nicht drin – ihr seht halt am Ende, wie viele eurer virtuellen Egos am Leben geblieben sind oder vorher das Zeitliche gesegnet haben.

Die spärlich eingestreuten Knobeleien sind vergleichsweise simpel und beschränken sich auf das richtige Aktivieren von Sicherungen in Elektrokästen oder schlichtweg der Suche nach passenden Schlüsseln für verschlossene Türen. Nicht wirklich herausfordernd, aber immerhin auch keine unnötige Blockade oder Streckung der Spielzeit.

Spielzeit

Mit rund 5 bis 6 Stunden liegt „The Devil In Me“ im üblichen Rahmen des Genres. Auch hier animieren unterschiedliche Enden und Szenen des Ablebens der Darsteller zum erneuten Durchspielen – was dann natürlich die Gesamtdauer entsprechend nach Oben treiben kann.

Präsentation

Optisch macht der Titel eine überwiegend gute Figur. Die Charaktere sahen ordentlich aus und eine stimmige Beleuchtung sorgt stets für Atmosphäre. Hin und wieder wirken einige Kulissen etwas gleichförmig oder karg, aber letztlich war dies auch irgendwo dem Setting geschuldet.

Kleinere Clippingfehler möchte ich nicht unerwähnt lassen, doch dies habe ich – genau wie die stellenweise englischen Dialoge – in gleicher Form bei sämtlichen Vorgängern gehabt. Patches werden hier helfen.

Positiv

  • interresantes Szenario
  • einfacher Einstieg
  • solide Technik
  • spannende Passagen / starker Schlusspart

Neutral

  • einfache Puzzle-Aufgaben
  • vergleichsweise wenig Quicktime-Events

Negativ

  • es dauert eine Weile, bis das Geschehen in Fahrt kommt
  • wenige und mäßig funktionierende Jumpscares
  • einfach & gradinig
  • kleinere Kameraprobleme
  • Steuerung manchmal etwas hakelig

Fazit

Ich mag die „Dark Pictures“ Reihe trotz ihrem arg eingeschränkten Gameplays sehr und habe mich entsprechend wieder auf den diesjährigen Ableger gefreut. Im Grunde bediente er dann auch alle Erwartungen, lieferte vertraue Kost und dennoch spang der Funke nicht vollends über. Da sich die Hauptelemente von Titel zu Titel gleichen, müssen Geschichte und Setting dann umso mehr überzeugen – und das taten sie hier einfach nicht.

Für manche Kritiker handelt es sich hierbei um den besten Teil der Reihe – für mich war er nicht wesentlich schlechter, aber eben auch nicht eindeutig besser, als seine Vorgänger. Die Handlung brauchte etwas länger, um in Fahrt zu kommen und viele Jumpscares wollten nicht vollends zünden. Trotz nettem Horror-Häuschen wurde es nur selten gruselig und man fühlte etwas Potential verschenkt. Ich hatte zwar wieder meinen Spaß mit dem kurzen Adventure – aber 40 Euro würde ich dafür nicht noch einmal hinblättern wollen…

Grafik: 8/10
Sound: 6/10
Gameplay: 4/10
Gesamt: 6/10

Fotocopyright: Supermassive Games/Bandai Namco Entertainment

Gotham Knights – Zwischenfazit

Inhalt

Batman ist tot, doch das Verbrechen in Gotham lebt weiter. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines jungen Nachwuchs-Superhelden und versucht den letzten Fall des Verstorbenen zu rekonstruieren…

Gameplay

Das Gameplay von „Gotham Knights“ orientiert sich an seinen geistigen Vorgängern, der Arkham-Reihe. Auch hier steuert ihr einen Superhelden (Ihr dürft nun diesmal aus unterschiedlichen Charakteren wählen) aus der Third-Person-Perspektive durch die Stadt. Ihr könnt euch entweder mit waghalsigen Kletteraktionen durch die Häuserschluchten manövrieren oder ein Motorrad zu Hilfe rufen.

Eure Figur kann mittels Erfahrungspunkten aufgelevelt und Talentbäume entsprechend ausgebaut werden. So werdet ihr im Laufe des Spieles immer stärker und erlernt neue Fähigkeiten. Das Kampfsystem ist dabei relativ simpel und intuitiv steuerbar, spielt sich aber nicht so gut weg wie bei den Arkham-Titeln. Man kommt hier zwar auch mit 1-2 Tasten relativ weit und benötigt nur selten etwas Taktik, aber die Action fühlt sich einfach nicht so flüssig an.

Es bleibt euch überlassen, ob Ihr primär die Hauptgeschichte verfolgt oder euch in unzähligen Nebenaufgaben austobt. Leider sind einige Fleißaufgaben für den Fortgang des roten Fadens unabdingbar und trüben den Spielspaß. Die Aufgaben sind oft sehr gleichförmig und nehmen sich durch häufige Wiederholung selbst den Spaß. Meist rufen wir die Karte auf, lokalisieren das nächste Verbrechen, machen uns auf den Weg und verprügeln dort ein paar Gangster.

Spielzeit

Ich habe bisher rund 10-12 Stunden in diesen Titel investiert und den Abspann bis dato noch nicht erblickt (deshalb das Wort „Zwischenfazit“ im Titel). Bisher fühlt sich das Geschehen recht eintönig an und die Handlung vermochte einfach nicht zu packen – weshalb ich das gute Stück nun erst einmal zur Seite legen und mich anderen Spielen zuwenden werde.

Präsentation

Optisch gibt sich der Titel durchwachsen. Zwar schauen die Hauptcharaktere nett aus, beim Rest gibt es allerdings viele Wiederholungen und wenig echte Akzente. Die Stadt wird immerzu im Dunkeln durchstreift, doch ein paar stimmige Licht- und Schattenspiele trösten kaum über die leere Metropole hinweg. Hat man sich in früheren Spielen noch um eine Begründung dafür gekümmert, präsentiert man uns hier einfach nur karg bewohnte Kulissen mit fortwährend gleichen Figuren.

Die deutsche Vertonung war okay, jedoch wiederholten sich auch hier viele Kommentare während den Missionen. Der Humor war oft bemüht, nicht richtig zündend.

Positiv

  • nettes Setting
  • teilweise stimmige Atmospäre
  • ein paar launige Abschnitte
  • ingesamt recht solide technische Seite

Neutral

Negativ

  • viele gleichförmige Fleißaufgaben
  • wenig packende Handlung
  • wenig echte Highlight-Momente
  • oberflächliche Charaktere / wenig spielerische Nuancen
  • leere, stets dunkle Spiellandschaft

Fazit

„Gotham Knights“ ist kein schlechtes Spiel, doch in meinen Augen domminieren die negativen Kritikpunkte. Mit den Arkham-Titeln (insbesondere Arkham Asylum und City) hat man einst die Messlatte sehr hoch gelegt und kommt nun nicht ansatzweise an deren Qualität heran. „Knights“ fühlt sich in vielen Bereichen wie ein Rückschritt an, liefert weder ein annähernd immersives Spielerlebnis, noch einen deutlich verbesserten Eindruck bei der Technik. Es zockte sich solide, aber eben nicht so „fluffig“ wie einst und die Story kommt neben all den gleichförmigen Fleißaufgaben nicht in Fahrt. Unsere jungen Protagonisten unterscheiden sich nur in Nuancen, letztlich war die Auswahl irgendwie egal.

Wie beim Punkt >Spielzeit< erwähnt, habe ich noch nicht das komplette Ergebnis betrachten können und es zu Gunsten von beispielsweise „God of War“ unterbrochen – aber ich fürchte, dabei wird es letztlich auch bleiben. „Gotham Nights“ mag (nach einer gewissen Zeit, zu einem besseren Kurs) sicherlich ein netter Superhelden-Ausflug sein, doch eine echte Kaufempfehlung vermag ich bei aller Liebe zur Materie nicht auszusprechen.

Schaut euch lieber (noch einmal) die älteren Titel an, von denen Ihr sicherlich ein Komplettpaket zu einem Bruchteil des aktuelles Kaufpreises von „Gotham Knights“ abgreifen könnt.

Grafik: 7,5/10
Sound: 7/10
Gameplay: 6/10
Gesamt: 6/10

Fotocopyright: Warner Bros. International Enterprises

Everybody’s Gone to the Rapture (PC)

Inhalt

Das Abenteuer startet am Rande einer idyllischen Kleinstadt. Der Spieler erkundet das Areal und stellt fest, dass scheinbar alle Einwohner verschwunden sind und seltsame Hologramme ihren Platz eingenommen haben. Des Weiteren tauch ein seltsames Licht auf, welches uns höchstwahrscheinlich einen Weg weißen möchte…

Gameplay

„Everybody’s Gone to the Rapture“ ist ein „Walking-Simulator“ in Vollendung. Man folgt einem schwebenden Lichtobjekt durch die beschaulichen Kulissen und die Interaktion beschränkt sich lediglich auf das Öffnen von Toren, Türen, dem Anklicken von Radios, Handys oder dem Aktivieren von Hologrammen, die wiederum die Handlung erzählen.

Rätsel sind nicht existent. Die Hauptaufgabe besteht eigentlich darin, dass leuchtende Navigationsobjekt im Auge zu behalten und ihm mit gemächlichen Schritten zu folgen. Hin und wieder verweilt es vor Gebäuden, in denen wir dann in der Regel neue Projektionen der ehemaligen Bewohner zu Gesicht bekommen und sich die Geschichte erzählerisch entfalten lassen.

Spielzeit

Ich habe mir Zeit gelassen, wirklich viele Areale erkundet, versucht die ganze Geschichte einzuatmen und bin am Ende bei zirka 4 Stunden Spielzeit herausgekommen. Klingt nicht viel, geht aber in Anbetracht des Preises und des simplen Gameplays vollkommen in Ordnung. Bei einer längeren Dauer hätte sich das Ganze wohl extrem abgenutzt und der Spieler trotz interessantem Plot die Aufmerksamkeit verloren.

Präsentation

Grafisch ist „Rapture“ wunderschön ausgestaltet. Die Umgebungen wurden realistisch designt, die Lichteffekte sind stimmig und das Herumfliegen von Partikeln (Blätter, Staub, etc.) sorgt für etwas Leben in den ruhigen Landstrichen. Die deutsche Vertonung war vorbildlich und wurde von professionellen Sprechern vorgetragen.

Auf meinem Gaming-Notebook (Ryzen 7, Geforce 3060) hat das Geschehen heftig geruckelt – unabhängig von Auflösung oder vom Detailgrad. Es schien, als würde nur die interne Grafikeinheit verwendet und deshalb keine gescheite Performance zu erzielen sein. Das Problem ist im Netz bekannt. Auf dem Steam-Deck hingegen konnte ich bei hohen Details und einer 720p-Auflösung durchwegs 30 bis 60 Bilder erreichen und das Spiel einwandfrei genießen. Einen Absturz gab es allerdings auch hier.

Positiv

  • interessantes Spielkonzept
  • tolle Präsentation
  • ausgezeichnete Vertonung
  • ein paar Gänsehautmomente

Neutral

  • gradlinig
  • keine Rätsel
  • überschaubare Spielzeit

Negativ

  • extrem beschränkte Interaktion
  • eintöniges Gameplay
  • langsame Fortbewegung

Fazit

„Everybody’s Gone to the Rapture“ ist mal wieder ein spezielles Spiel für einen eingeschränkten Kundenkreis. Auf der einen Seite ein schöner und durchaus fesselnder Walking-Simulator, auf der anderen Seite schon etwas zu simpel und zu bodenständig gestaltet. Es fehlt die Kreativität, die beispielsweise ein „What Remains of Edith Finch“ auszeichnete und so richtig erinnerungswürdige Momente waren auch eher Mangelware. Hin und wieder gab es ein paar schöne Gänsehaut-Einlagen, doch meist nur von sehr kurzer Dauer.

Was bleibt ist tolle Grafik, eine professionelle Vertonung und eine Handlung, die trotzdem irgendwo bis zum Ende bei der Stange hielt. Man wollte schon wissen, wie die Geschichte endet und vor allem, was mit den Einwohnern passiert ist. Grundsätzlich macht der Titel nicht viel verkehrt, doch die Konkurrenz hat uns einfach schon wesentlich unterhaltsamere Stunden auf den Schirm gezaubert. Bereut habe ich den Abstecher in das idyllische Örtchen sicherlich nicht, aber ein wenig Ernüchterung schabte in Anbetracht der teils enorm überschwänglichen Kritiken schon mit.

Grafik: 8,5/10
Sound: 8/10
Gameplay: 4/10
Gesamt: 6,5/10

Fotocopyright: The Chinese Room / SCE Santa Monica Studio

Saints Row (2022, PC)

Inhalt

In „Saints Row“ übernimmt der Spieler die Rolle eines Kriminellen, der sich zunächst als Angestellter bei einem Sicherheitsdienst über Wasser hält und später mit seiner eigenen Crew zum Boss der Unterwelt aufsteigen will…

Gameplay

Die Variante von 2022 versteht sich als Reboot der altgedienten Reihe, bleibt seinen wesentlichen Gameplay-Elementen allerdings treu. In bester „GTA“-Manier geht es zu Fuß oder Fahrzeug durch eine große Open-World-Umgebung und ihr müsst euch nicht einmal strikt an den roten Faden der Handlung halten.

Per Smartphone nehmt ihr Aufträge an (Haupt- und Nebenquests sind dabei übersichtlich voneinander getrennt) und folgt eurem Navi zum Einsatzort. Die meisten Missionen sind recht kurz und so eignet sich der Titel immer mal wieder für einen kleinen Abstecher.

Die Aufgaben sind für das arg abgenudelte Genre vergleichsweise originell gestaltet und stellenweise richtig gut in Szene gesetzt. Vom Kapern feindlicher Food Trucks bis zu Zerstörungsorgien mit einem Panzer oder Hubschauer ist alles dabei – und meist nach einem bestimmten Schema aufgebaut.

Ihr holt euch eure Aufträge, quatscht mit der Zielperson und dann läuft immer irgendwas aus dem Ruder. Mit Übertreibungen, aber auch Anspielungen auf andere Mitstreiter wurde nicht gespart und dank einer präzisen, direkten Steuerung ist alles jederzeit prima kontrollierbar.

Spielzeit

Ich habe mich hauptsächlich auf die Haupt-Kampagne gestürzt und war etwa 15-16 Stunden mit dem Titel beschäftigt. Das Erledigen einer Fleißaufgaben (Nebenmissionen) war jedoch unabdingbar. So waren einige Hauptpunkte nicht auswählbar, sofern nicht die passenden Bedingungen (z.B. das Errichten neuer Stützpunkte) nicht erfüllt waren.

Präsentation

Optisch hinterließ „Saints“ gemischte Gefühle. Grundsätzlich war der Look recht ansehnlich und stimmig von den Lichteffekten, doch insgesamt wirkte das Geschehen ein wenig altbacken. Da es sich um ein großes Open-World Spiel handelt, war dies aber zu verkraften und unter diesem Aspekt gar nicht mal so übel. Richtig gut gefiel hingegen der Soundtrack, der mit einigen fetzigen Stücken zum richten Zeitpunkt für enorme Stimmung sorgte.

Positiv

  • abwechslungsreiche Missionen
  • erinnerungswürdige Missionen
  • spaßige Over-the-Top Action
  • große Spielwelt
  • cooler Soundtrack
  • ausgezeichnete Steuerung

Neutral

  • Figuren bedingt sympathisch
  • Handlung eher so lala
  • unrealistisches, gar absurdes Schadensmodell

Negativ

  • Aufträge manchmal etwas generisch
  • Auftragsziel nicht immer sofort klar
  • lässtige Nebenmissionen für Fortgang der Hauptstory erforderlich
  • Gegnervielfalt könnte größer sein

Fazit

Ich habe die alten „Saints Row“-Titel eigentlich ganz gerne gezockt, doch waren sie mir oftmals „zu drüber“ und dann bin ich wieder bei der Konkurrenz von Rockstar gelandet. Aufgrund der eher durchwachsenen Kritiken hatte ich keinen persönlichen Hype bei Veröffentlichung dieses Reboots verspürt und bin vergleichsweise nüchtern an die Sache herangegangen. In den ersten Minuten keimte jedoch ein so großer Spielspaß auf – der sich bis zur letzten Sekunde halten sollte und mich positiv auf dieses Abenteuer zurückblicken lässt.

Die 2022iger-Variante hat so ihre Macken, aber die vielen starken Momente lassen wohlwollend darüber hinwegschauen. Sicherlich gab es einige generische Missionen, doch die vielen gut inszenierten und launigen Passagen machten dies locker wieder wett. Klar waren viele Elemente arg überzogen – aber nie so lächerlich, dass man Abschalten wollte. Wenn minimal berührte Fahrzeuge sofort in Flammen aufgingen und brachiale Explosionen den Bildschirm schmückten, kam Freude auf und das Herz des Gamers lachte völlig unverkrampft.

Mit Panzern durch die Städte düsen, mit Hubschraubern die Luft unsicher machen oder einfach mit Schwebe-Bikes zum nächsten Zugüberfall cruisen – bei diesem Spiel kommt der geeignete Zocker auf seine Kosten und wird den Abstecher nicht bereuen. Ich habe bis dato noch kein „GTA“ zu Ende gebracht und mich lieber dort lieber auf das Chaos konzentriert, was bei „Saints“ gehört allerdings schon bei der Hauptstory zum guten Ton. Für mich also ein echter Überraschungs-Titel mit unerwartet hohem Unterhaltungswert – auch wenn beim Mittelteil leichte Motivationsdurchhänger (Fleißaufgaben) auftraten.

Grafik: 8/10
Sound: 8/10
Gameplay: 7/10
Gesamt: 8/10

Fotocopyright: Deep Silver Volition, THQ, Deep Silver, Plaion, Buka Entertainment, THQ Wireless

Stray (PC)

Inhalt

Der Spieler schlüpft in die Rolle einer Katze, die nach einem Missgeschick von ihrem Rudel getrennt wurde. Auf dem Weg zu ihnen zurück, durchstreift sie dabei finstere Städte unter der Erde, findet aber auch auch neue Freunde…

Gameplay

Wie bereits in der Inhaltsangabe angeteasert, steuert man in „Stray“ eine Katze aus der Third-Person Perspektive. Sie kann an vorgegebenen Stellen springen, mit anderen Wesen interagieren oder sich in Kartons verstecken.

Das Gameplay erinnert stellenweise an einen gradlinigen Walking-Simulator, erfordert jedoch mehr Eingreifen als bei anderen solcher Titeln. So gibt es Schleich-Passagen oder hektische Fluchteinlagen vor fiesen Widersachern. Hin und wieder dürfen wir auch etwas knobeln, beispielsweise Schalter in einer bestimmten Reihenfolge betätigen oder schlichtweg einen geeigneten Pfad zur weiteren Fortgang der Reise finden.

Spielzeit

Bis zum Abspann habe ich gemütlich zirka 4,5 Stunden benötigt – was im Anbetracht des Kaufpreises von rund 20 Euro (digitaler Download) gerade noch in Ordnung ist. Manche Spieler haben zwar von lediglich 1,5 Stunden berichtet – was aber keinesfalls mit entspannten Zocken, sondern eher mit Speedruns zu vergleichen ist.

Präsentation

Optisch wirkt die Welt von „Stray“ extrem stimmig und im gegebenen Rahmen sogar recht abwechslungsreich. Es gab schöne Licht- und Schatteneffekte, doch hin und wieder auch ein paar matschige Texturen. Unser Hauptprotagonist sah ziemlich gut aus, manchmal schien bei seinem Fell jedoch noch Luft nach oben.

Der Soundtrack war eher unauffällig, Geräusche und Laute standen im Vordergrund. Diese waren nicht weltbewegend, aber okay von ihrer Umsetzung.

Positiv

  • originelles Setting
  • stimmige Spielwelt
  • schöne Präsentation
  • abwechslungsreiche Locations

Neutral

  • überschaubare Spielzeit
  • Springen nur an vorgegebenen Stellen
  • insgesamt sehr gradlinig
  • wenig Interaktionen

Negativ

  • nervige Fluchteinlagen
  • nervige Stealth-Passagen
  • schwache Hilfestellungen vom Drohnen-Begleiter

Fazit

Der Hype war im Vorfeld groß und ist zum Release vollkommen eskaliert. Auch ich habe mich direkt am ersten Abend ins Geschehen gestürzt und war dann erst einmal bedient. „Stray“ mag eine hübsche Fasse mit witziger Hauptfigur besitzen, doch bleibt im Kern ein überdurchschnittliches Adventure. Ich habe nach einigen Tagen Pause das Spiel am letzten Sonntag dennoch beendet und kann nur eine bedingte Empfehlung aussprechen. Alles war irgendwo nett gemacht, konnte aber nirgends vom Hocker reißen.

„Stray“ spielt sich überwiegend entspannt weg, doch manchmal ging der rote Faden etwas unter. Neben ein paar nervigen, hektischen Momenten überzeugte mich die halbwegs offene Spielwelt in den überschaubaren „Hub-Bereichen“ wenig und der Funke vermochte nicht so recht überzuspringen. Stellenweise hat sich das Geschehen trotz überschaubarer Spielzeit nach Arbeit angefühlt und wollte einfach nur schnell beendet werden.

Für Katzenfreunde wahrscheinlich einen Blick wert und am Ende für ein kleines Indie-Spiel auch ein beachtliches Ergebnis, doch dicke Freunde werden „Stray“ und ich irgendwie nicht. Das Ding war ein netter Snack für Zwischendurch und wollte vielleicht auch nie was Größeres sein.

Grafik: 8/10
Sound: 7/10
Gameplay: 6,5/10
Gesamt: 6,5/10

Fotocopyright: Annapurna Interactive/Iam8bit Inc.

Last Threshold (Nintendo Switch)

Inhalt

Ein Erdbeben hat eine unterirdische Tempelanlage in der Arktis freigesetzt. Eine Gruppe von Wissenschaftlern macht sich alsbald auf den Weg zur Erkundung…

Gameplay

„Last Threshold“ ist kein richtiges Spiel und auch kein simpler Walking-Simulator, sondern ein waschechtes Bilderbuch, bei dem es lediglich einzelne Screens durchzuklicken gilt. Wenige Male dürfen wir verschiedene Gesprächsoptionen auswählen, einmal ein paar Fotos in der richtigen Reihenfolge sortieren – und das war es an anspruchsvollen Elementen.

Spielzeit

Knapp unter einer Stunde habe ich mich mit dem Bilderbuch beschäftigt und dann flackerte der Abspann über den Schirm.

Präsentation

Geboten wurden nur hübsch gezeichnete Standbilder, die zumindest auf meiner getesteten Switch-Variante stellenweise etwas niedrig aufgelöst erschienen. Die Musik war minimalistisch und statt Sprachausgabe gab es nur ein paar Nebengeräusche und Laute.

Positiv

  • interessante Spielidee
  • gute Lovecraft-Atmosphäre
  • gut geschriebene Texte

Neutral

  • grafisch etwas Trist und pixelig

Negativ

  • extrem kurz
  • keine Sprachausgabe
  • kein Anspruch

Fazit

Für knapp 5 Euro kann man nicht viel verlangen und nach vorheriger Kurz-Recherche wusste ich bereits, was auf mich zukommt. Eigentlich war ich allerdings von einer Spielzeit von rund 1,5 Stunden ausgegangen und erschrocken, als der Abspann nach etwa 50 Minuten zu sehen war.

Die Spielidee (darf man das noch Spiel nennen?) war jedoch gut und lud zum Abschalten ein. Die Stimmung der Vorlage wurde schön getroffen und mir hat der Twist der Handlung durchaus gefallen. Fans des umstrittenen Autoren kommen also schon irgendwo auf ihre Kosten – der Rest sollte sich nach anderen Titel umschauen. „Last Threshold“ ist ein simples Bilderbuch, aber auf seine Weise absolut in Ordnung – gerne hätte ich nur mehr davon gesehen. Vielleicht kommen ja noch einige Episoden…

Grafik: 6/10
Sound: 4/10
Gameplay: 2/10
Gesamt: 6/10

Fotocopyright: Astrolabe Stories

Spider-Man (PC)

Inhalt

Ein großer Bösewicht ist gefasst, doch die Stadt kommt nicht zur Ruhe. Überall tauchen maskierte Schergen auf und liefern sich Gefechte mit Polizei und Anhängern des Inhaftierten. Spiderman hat nun alle Hände voll zu tun…

Gameplay

„Spider-Man“ ist ein Open World Abenteuer, welches mit Genrevertretern wie „Assassins Creed“ oder „Batman: Arkham City“ oder „Batman: Dark Knight“ vergleichbar ist. Der Spieler steuert den Superhelden aus der Third-Person Perspektive durch eine gigantische und detailreich gestaltete Stadt, kann stringent der Hauptmission folgen oder sich in vielen Nebenquestes austoben.

Das Erobern, pardon >hacken< von Türmen schaltet nach und nach eine Karte frei und ermöglicht auf später eine Schnellreisefunktion zu nutzen. „Spidy“ ist durch seine grazilen Netzschwinger zwar schnell unterwegs, doch manchmal schadet dieser Komfort wahrlich nicht.

Das Kampfsystem erinnert ebenfalls an die Konkurrenz und ist so eingängig, wie effektiv. Es gibt Tasten für Angriffe, Auszeichen oder dem Einsatz von Gadgets – wie beispielsweise Drohnen oder Spinnennetze. Trotz Doppelbelegung gehen die Moves gut von der Hand und schnell entstehen elegante Kombos.

Spielzeit

Da ich das Spiel seinerzeit bereits auf Konsole gespielt habe, lag der Fokus beim erneuten Durchspielen klar auf der Hauptkampagne – für die ich etwa 12-13 Stunden gebraucht und dabei lediglich eine knapp 70% Komplettierung vorzuweisen habe. Für Sammler und Trophäenjäger ist hier sicherlich noch viel mehr drin.

Präsentation

Schon auf der Konsole hat „Spider-Man“ eine gute Figur gemacht und auch auf dem PC gibt es nichts zu Meckern. Die Weitsicht ist enorm, die Figuren hübsch animiert und die Details zuweilen atemberaubend. Man kann in viele Gebäude hineinschauen, toll gestaltete Bauwerke genießen oder einfach zwischen dutzenden Menschen auf den Straßen flanieren. Die Stadt wirkt lebendig und glaubwürdig – im Gegensatz zu den eher trist gestalteten „Batman“-Titeln.

Der Soundtrack war überwiegend unauffällig, spielte sich aber an den passenden Stellen angenehm in den Vordergrund. Die deutsche Sprachausgabe gab keinen Grund zur Klage, jedoch waren „Nebengeräusche“ oftmals auf englisch.

Positiv

  • tolle audiovisuelle Präsentation
  • schöne Atmosphäre
  • lebendige Stadt
  • geschmeidiges Schwingen in Häuserschluchten
  • launiges Kampfsystem
  • Quicktime-Events & kleinere Knobelaufgaben überspringbar
  • brauchbare Handlung
  • viele Nebenaufgaben
  • abwechslungsreiche Aufgaben
  • viele bekannte Charaktere gut umgesetzt

Neutral

  • Steuerung hin und wieder hakelig
  • ein paar nervige Schleich-Einlagen
  • kleinere Grafikfehler
  • kleinere Tonfehler

Negativ

  • immer gleiche Gegnertypen
  • nur Stadt-Setting

Fazit

Nach „Horizon Zero Dawn“ und „God of War“ haut Sony den nächsten Hit heraus und glänzt neben dem guten Inhalt auch mit einer hochwertigen Technik. Auch auf dem PC ist „Spider-Man“ ein kurzweiliger Spaß, der den hoch gelobten Fledermaus-Spielen in Nichts nachsteht.

Es gab kaum Leerläufe und das Pacing war sehr gut. Mit dem Sammel-Aspekt wurde es vielleicht etwas übertrieben, aber hierfür gibt es eben auch Fans und somit hatte ich damit keine Probleme. Das waghalsige Schwingen durch die Stadt litt manchmal unter der hakeligen Steuerung, was der ausgezeichnete Rest locker wieder kaschieren konnte.

Die „Miles Morales„-Auskoppelung war für mich einen kleinen Ticken runder, doch zunächst können sich PC-Spieler sorglos auf dieses Abenteuer einlassen und wieder einen bis dato verpassten Konsolentitel auf ihrer Wunschliste abhaken. Erneut hat sich das Warten gelohnt!

Grafik: 8,5/10
Sound: 8/10
Gameplay: 8/10
Gesamt: 8,5/10

Fotocopyright: Sony Interactive Entertainment

As Dusk Falls (PC)

Inhalt

Eine Familie reist quer durch das Land und machen Rast an einem Motel, wo sie kurzerhand in eine Geiselnahme verwickelt werden. Die jungen Peiniger jedoch scheinen mit dem Eintreffen der Polizei schnell die Nerven zu verlieren und die verzwickte Lage eskaliert…

Gameplay

„As Dusk Falls“ lässt sich am besten als „interaktives Bilderbuch“ bezeichnen, denn so recht vermag es auf den ersten Blick nicht in eine eindeutige Schublade gesteckt zu werden. Wir erhalten keine Filmsequenzen, sondern spärlich animierte Comic-Grafiken im realistischen Look.

Hin und wieder dürfen wir die Umgebung mit unserem Cursor erkunden und so neue Aktionen auslösen, doch meist bleibt es bei den vielen Konversationen – die immer wieder durch kleinere Quicktime-Events oder Entscheidungen durchbrochen werden. So müssen wir wählen, ob wir eine Waffe behalten oder weglegen möchten oder per schnellen Tastendruck ein anderes Hindernis überwinden möchten.

Die Handlung wechselt dabei die Perspektiven und versucht bei jeder Partei verschiedene Blickwinkel aufzuzeigen. Die Figuren gewinnen hierdurch an Kontur und die zuweilen sowieso schon schwierigen Entscheidungen werden nicht einfacher.

Spielzeit

Das Spiel gliedert sich in 2 Bücher zu je 3 Episoden. Jede dieser 6 Episoden nimmt dabei zirka 30 bis 40 Minuten in Anspruch, was bei mir eine Gesamtspielzeit von etwa 4 Stunden ergab. Dabei sei jedoch erwähnt, dass sich durch die vielen Entscheidungsmöglichkeiten dutzende Abzweigungen ergeben und entsprechend andere Abläufe zu Folge haben. Ein erneutes Spielen lohnt sich auf jeden Fall.

Präsentation

Der Stil von „As Dusk Falls“ ist auf den ersten Blick sicherlich gewöhnungsbedürftig, doch schnell freundet man sich mit seinem schrägen Art-Style an. Die stockenden Animationen sind irgendwann kein Problem mehr und die vor allem die fantastische deutsche Sprachausgabe sorgt für Atmosphäre. Stellenweise habe ich mich mehr wie in einem guten Hörbuch, statt einem interaktiven „Film“ gefühlt – was durchaus für die Qualität der Sprecher stand.

Positiv

  • ungewöhnliche Präsentation
  • tolle Vertonung
  • nettes Spielkonzept
  • interessante Handlung
  • viele Abzweigungen
  • Wiederspielwert

Neutral

  • einfache Quicktime-Events
  • überschaubarer Spielumfang in einem Durchgang

Negativ

  • insgesamt wenig Herausforderung
  • Logikfehler in der Handlung

Fazit

„As Dusk Falls“ ist ungewöhnlich, aber keineswegs schlecht. Hat man sich mit der ungewöhnlichen Optik angefreundet, zieht die spannende Geschichte schnell in ihren Bann und die Zeit vergeht fast wie im Flug. Irgendwann störte dann auch die schlichte Spielmechanik an sich nicht mehr großartig und man genoss einen interaktiven Film – der eher wie ein gut vertontes Bilderbuch daher kam.

Schwächen zeigten sich bei der Handlung, deren Entscheidungsmöglichkeiten nicht immer gefiel und manch Situation nicht immer realistisch ablief. Spätestens hier orientierte man sich an vermeintlichen Filmvorbildern und wollte die Dramatik mit aller Gewalt nach oben verfrachten. Richtig krumm wollte man dem ansonsten sehr gut geschriebenen Spiel aber nicht nehmen und so drückt man gern ein Auge zu.

Wer sich gerne einmal von einer Story packen lässt und nichts gegen eingeschränkte Interaktionsmöglichkeiten hat, sollte hier unbedingt mal einen Blick wagen. „As Dusk Falls“ ist für mich ein kleiner Geheimtipp und wird sicherlich irgendwann noch einmal gezockt werden – schließlich habe ich erst einen Bruchteil der möglichen Handlungsstränge erleben dürfen. Unterm Strich ein sehr schönes Spiel, dass aktuell sogar kostenfrei im Gamepass enthalten ist.

Grafik: 7,5/10
Sound: 9/10
Gameplay: 4/10
Gesamt: 7/10

Fotocopyright: INTERIOR/NIGHT/Xbox Game Studios

Madison (PC)

Inhalt

Der Spieler erwacht in einem Haus und wird sogleich von einem Fremden verfolgt. Nun gilt es inmitten lauter verschlossener Türen einen Ausweg zu finden…

Gameplay

Erwartungsgemäß kommt auch „Madison“ als Mischung aus „Walking Simulator“ und „Escape Room“-Titel daher. Man durchstreift düstere Räumlichkeiten und wird an vielen Ecken vor Zahlenschlösser, fehlende Steckelemente und Ähnliches gestellt. Die Lösung ist aufgrund des überschaubaren Areals meist nicht weit entfernt, doch hin und wieder muss man ein wenig um die Ecke denken oder einfach ein bisschen ausprobieren.

Ein wichtiges Gameplay-Element erhält man bereits nach wenigen Minuten in Form einer Sofortbildkamera. Sie ermöglicht das Anzeigen versteckter Türen oder die Beschwörung weiterer Ereignisse, die die Geschichte nach Vorne bringen. Zwar hilft auch hier meist stumpfes herumexperimentieren an diversen Stellen, doch irgendwann hat man den Griff zur Knipse automatisch verinnerlicht.

Spielzeit

Für einen gemütlichen Durchgang darf man sich gerne 3,5 bis 4 Stunden einplanen – was bei einem Kaufpreis von 40 Euro nicht gerade umfangreich erscheint. Andere Genrevertreter sind zwar ebenfalls recht kompakt, werden dafür aber auch ein ganzes Stück günstiger angeboten.

Präsentation

Audiovisuell macht „Madison“ einen grundsoliden, aber keinen überragenden Eindruck. Die Grafik ist gut, stellenweise jedoch etwas zu dunkel und bei genauerem Hinschauen fehlen oft die Details. Die Anpassungen sind eher spärlich und aus Performancegründen habe ich bei meiner 3060 auf Full-HD mit voller Qualität zurückgeschaltet.

Der Soundtrack ist dezent, aber stimmig. Es gab kaum Musik, dafür gruselige Geräusche, die für eine schöne Atmosphäre sorgten. Die englische Sprachausgabe ging in Ordnung, die deutschen Texte waren ebenfalls passabel.

Positiv

  • solide Technik
  • nette Grusel-Atmosphäre
  • ein paar ordentliche Kopfnüsse
  • gute Jumpscares
  • keine plötzlichen Tode

Neutral

  • nicht immer logische Rätsel
  • Handlung wird etwas stockend erzählt

Negativ

  • kurze Spielzeit
  • insgesamt etwas harmlos & unblutig

Fazit

„Madison“ ist ein grundsolider Genrevertreter ohne Schnörkel. Er könnte zwar in allen Bereichen einen Ticken besser sein, doch wahrscheinlich steckt hier abermals ein sehr überschaubares Team dahinter.

Ich habe mich in den knappen 4 Stunden Spielzeit zwar nicht großartig gelangweilt, aber durchaus kleinere Motivationsprobleme gehabt. So war das Gameplay trotz einiger gelungener Rätsel recht eintönig und der allgemeine Ekelfaktor hätte höher ausfallen dürfen.

So bleibts eben ein nettes Adventure mit überwiegend bekannten Mechaniken – dessen Preis mit knapp 40 Euro allerdings viel zu hoch angesetzt ist.

Grafik: 7/10
Sound: 7/10
Gameplay: 6/10
Gesamt: 6,5/10

Fotocopyright: BLOODIOUS GAMES/Perpetual Europe

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