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Das FBI soll einen wichtigen Mordzeugen per Flugzeug transportieren und tappen bei der Überführung in eine fatale Falle. Während der Reise werden die Passgiere von wild gewordenen Schlangen überrascht und der Kampf ums Überleben in der Luft beginnt…

Fazit

Was im ersten Moment wie eine Schnapsidee klang, wurde anno 2006 zu einem echten Spielfilm und das Ergebnis war dabei kein totaler Ausfall. Sicherlich gibt es wesentlich spaßigere Tier-Horrorfilme, doch „Snakes on a Plane“ war durchaus anschaubar und für Zwischendurch vollkommen in Ordnung.

Die Handlung gewann schon damals keinen Oscar und wird es heute garantiert ebenfalls nicht, taugt aber als Rahmen für launige Momente, die nach einem leicht behäbigen Auftakt dann auch hin und wieder ein Schmunzeln auf die Lippen des Zuschauer zauberten.

Es gab ein paar kreative und durchaus witzige Szenen, auch wenn der allgemeine Flow eher mittelprächtig ausfiel. Es wurde zwar nie langweilig, doch manchmal zog sich das Treiben ein wenig in die Länge. Immerhin nahm man sich das Geschehen nie zu ernst und punktete vor allem mit schrägen Figuren, die mitunter ans Herz wuchsen und mit fiebern ließen.

Zugpferd Samuel L. Jackson blieb etwas blass, was aber an Inszenierung und Thematik lag. Seine Rolle war recht einfach geschrieben und das Setting bot keinen Raum für oscarreifes Schauspiel. Ansonsten gefielen die bereits erwähnten witzigen Nebenfiguren, die dem Streifen zusätzlich einen lockeren Umgangston verpassten.

Das Budget war sicherlich begrenzt und entsprechend mussten Einschnitte gemacht werden. Grade die Schlangen konnten ihre Herkunft aus Computer nie verleugnen und natürlich ist dieser Effekt heutzutage nicht besser geworden. So bekommen manche Szenen einen leicht seltsamen, fast schon comicartigen Touch – was dem allgemeinen Charakter der Produktion zum Glück aber nicht großartig schadet.

Für mich ist „Snakes on a Plane“ ein typischer Happen für Zwischendurch. Schnell mal weggeschaut, aber auch ebenso schnell wieder vergessen. Abgesehen von seinem witzigen Plot nichts Besonderes, doch weit von einer filmischen Katastrophe entfernt. Wer auf halbwegs hochwertigen Trash steht und nicht zu viel erwartet, bekommt hier recht solide Kost mit ordentlichem Unterhaltungsfaktor. Ich hab den Streifen seinerzeit als Heftbeilage gern mitgenommen und lege ihn hin und wieder mal ein.

6/10

Fotocopyright: Warner