Inhalt

Ein Orkan befördert ein kleines Schiff in Nähe eines riesigen Forschungsdampfers. Die Crew geht an Board und findet auf den ersten Blick keine Besatzung vor. Kurz nachdem sie sich entschlossen haben, von ihrem Bergungsrecht gebrauch zu machen, gehen seltsame Dinge vor sich. Scheinbar sind sie doch nicht allein auf dem Kreuzer…

Fazit

Das Staraufgebaut mag auch noch heute sehr beachtlich sein, doch die filmische Qualität hat sich gegenüber seinem Release nicht verbessert. „Virus“ besaß schon damals eine sehr austauschbare Prämisse – und einen leider auch sehr vorhersehbaren und schleppenden Verlauf.

Die Macher präsentierten uns im Grunde wenig Neues, konnten diesen nicht vorhandenen Twist allerdings mit ein paar technischen Spielereien halbwegs kaschieren. Seinerzeit waren die Effekte gar nicht mal übel und vor allem die auf Hochglanz polierte und mit tollen Kontrasten bestückte Optik weiß noch immer zu gefallen.

Leider geht es bei diesem Streifen ansonsten eher träge zur Sache. Nach spannenden Beginn, schlich sich größtenteils Langeweile, denn echter Grusel ein und das Schicksal der Crew wurde fast gleichgültig. Es gab zwar ein paar markante Herdentiere, doch Identifikation und Sympathie fielen ziemlich schwer.

Der Film spielte ausschließlich an Board eines riesigen Schiffes, welches immerhin glaubwürdig und abwechslungsreich in Szene gesetzt wurden. Die „Monster“ waren ebenso kreativ und furchteinflößend – wäre der restliche Verlauf nur eben nicht so linear und austauschbar gewesen. So hätte es richtig Launig zur Sache gehen können.

„Virus“ hatte sehenswerte Momente, aber auch viele Längen. Dem Genrefan wurde absolut nichts Neues geboten, immerhin aber auch kein totaler Reinfall serviert. Die bekannten Schauspieler gaben dem durchschnittlichen Treiben einen gewissen Schauwert, ebenso ein paar wirklich ausgezeichnete Effekte, aber ansonsten gabs wenig überschwängliches zu berichten. Ein solider Film, nicht mehr, nicht weniger.

Fotocopyright: Concorde Video