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Die Mutter dreier Söhne will endlich einen Schlussstrich ziehen. Sollte keiner ihrer Kinder endlich mal mit einer Frau und festen Familienplanung um die Ecke kommen, so wird das mittlerweile viel zu groß gewordene Elternhaus einfach verkauft. Da macht sich die selbst auferlegte Torschlusspanik bei ihren Jungs breit und jeder versucht auf seine Weise den Wunsch ihrer Erzeugerin zu entsprechen…

Fazit

Afrikanische Filme sind für meine Sehgewohnheiten nicht wirklich üblich, doch bereits nach wenigen Minuten konnte man (abgesehen von einer eher mittelprächtigen Synchronisation mit Tonstudio-Flair) recht gut im Geschehen eintauchen und der simplen Story ordentlich folgen.

So insgesamt war der Film nichts Besonderes. Er bot eine relativ austauschbare und vor allem recht vorherschaubare Handlung, macht aber bei seiner Inszenierung erfreulich wenig falsch. Die Bilder waren hochwertig, die Darsteller allesamt sehr symphytisch und der Humor war in Ordnung.

Die Geschichte gab sich nicht komplexer als sie eigentlich war und steuerte stets zielstrebig auf das erwartete „Happy-End“ zu. Man erhielt zwar keine großartigen Überraschungen, dafür allerdings auch keine nennenswerten Showstopper. Man konnte sich entspannt zurücklehnen und die seichte Unterhaltung unbeschwert genießen.

Für meinen Geschmack hätten einige Dialoge ein wenig tiefsinniger ausfallen dürfen. So standen durchaus wichtige Werte und Verpflichtungen zur Sprache, doch mit einer oberflächlichen und leichtgängigen Weise wurden solche Dinge leider nur am Rande gestreift. Da wurden ein paar Chancen vertan.

Hin und wieder brach „A Soweto Love Story“ dank schräg gestylter Figuren oder exotischen Panoramaaufnahmen mit unseren Sehgewohnheiten, doch unterm Strich ließ sich der Titel problemlos „wegschauen“. Er vermochte das Genre keineswegs neu zu definieren, doch Freunde simpel gestrickter Liebesschnulzen dürfen trotz mittelprächtiger Beurteilung dennoch mal reinschauen.

Fotocopyright: Netflix