Filmbesprechungen

Tron: Ares

Inhalt

Endlich ist es gelungen, Gegenstände aus dem Computer in unsere Realität zu transferieren, doch leider dauert dieser Spaß nur wenige Minuten an. Für einen Tech-Konzern ist eine dauerhafte Übertragung jedoch so lebenswichtig, dass sie für den Raub eines dauerhaft wirkenden Codes bei der Konkurrenz sogar über Leichen gehen…

Fazit

Die frühe Heimkinosichtung vom neusten “Tron” stand unter keinem guten Stern. Die Marke ist bereits abgekündigt und wird vorerst keine weiteren Teile mehr spendiert bekommen. Angst hatte ich deshalb um die Qualität von “Ares” – der letztlich gar nicht so übel, allerdings auch gar nicht mal so gut war.

Die Geschichte war okay, aber nicht weltbewegend und für mich irgendwie schwierig zu greifen. Der Transfer in die virtuelle Welt mag irgendwo noch verständlich sein, der umgekehrte Weg (inklusive der kurzen Haltbarkeit) schien da eher abstrakt. Möglicherweise mag das Werk seiner Zeit etwas voraus sein, als durchgehender Knackpunkt entpuppte sich dieser Faktor bei mir hingegen schon.

Audiovisuell wurde Einiges geboten und hier konnte “Ares” dann entgegen seiner Handlung so richtig punkten. Moderne, als auch klassische Elemente wurden geschickt miteinander verwoben und ergaben ein stimmiges Gesamtbild für neue Zuschauer und alte Hasen. Gerade die stark von CGI geprägten Szenen waren mit grellen Kontrasten und glatt geleckten Aufnahmen ein echter Augenschmaus und sorgten für Aufmerksamkeit – die an anderer Stelle durchzuhängen drohte.

Jared Leto scheint im Moment eine Allzweckwaffe geworden sein und erledigte auch hier einen soliden Job. Aufgrund des schwierigen Drehbuchs blieb er ein bisschen in seinen Schranken und performante nicht so leidenschaftlich wie sonst. Der Rest ging ebenfalls in Ordnung, kleine Gastauftritte von Gillian Anderson und Jeff Bridges erfreuten das Herz des Filmfans.

Mit legendären Motorradeinlagen und einigen Oldschool-Polygonen konnte “Ares” beim geeigneten Publikum durchaus punkten, doch der Rest war eher so lala. Ein gewisser Unterhaltungswert mag obgleich der schrägen Storyline durchaus zu vermelden, doch so richtig packend wurde das Gezeigte leider nie. Von einem teuren Kinogang hätte ich wahrscheinlich abgeraten, in den heimischen Wänden dürfen sich aber Interessierte ruhig mal ein Bild machen. Für mich bleibt es wohl bei einer einmaligen (Streaming-)Sichtung und eine Scheibe muss nicht unbedingt in die Sammlung wandern.

6/10

Fotocopyright: Disney

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