The Host
Inhalt
Eine unsachgemäße Entsorgung von Chemikalien, hat im Han-Fluss eine wilde Kreatur herangezüchtet. Eines Tages stellt sie sich der Öffentlichkeit und fordert direkt unzählige Opfer. Nachdem eine Familie jedoch noch ein Lebenszeichen ihrer kleinen Tochter erhält, brechen sie aus dem Quarantäne-Quartier aus und gehen eigenständig auf die Suche…
Fazit
Für einen koreanischen Monsterfilm konnte “The Host” vor knapp 20 Jahren durchaus überzeugen und auch heute noch gefallen. Zwar bestechen weniger die angestaubten Computereffekte, vielmehr die düstere Stimmung und die dennoch recht amüsanten Momente darin.
Die Optik gefiel mit einem dunkeln, körnigen und dennoch hochwertigen Look. Die Aufnahmen bei Nacht waren glasklar und ließen das Geschehen jederzeit prima verfolgen. Die Stimmung war stellenweise zum Schneiden dicht und man fühlte sich auch sofort im gebotenen Setting wohl. Die großen Abwasserkanäle waren eine interessante Abwechslung zum üblichen Einerlei, dass Figurendesign sowieso.
Die zum Teil etwas schrägen Charaktere handelten auf ihre Weise nachvollziehbar und irgendwie liebenswert. Auch wenn gerade unsere Hauptfigur nicht der Schlauste war, so sehr konnte man seine Liebe zur Tochter spüren und wollte ihn am liebsten stets anfeuern. An der Regierung bzw. dem Militär gab es leichte Kritik, jedoch nicht so gewaltig wie bei anderen Werken von Bong Joon-ho.
Wie bereits erwähnt waren die Effekte schon damals nicht das Gelbe vom Ei und natürlich sind sie auch entsprechend schlecht gealtert. Das Monster kann seine Herkunft aus dem Computer in keiner Szene leugnen – vielleicht wäre man mit einem gebauten Modell in manchen Situationen etwas besser gefahren. Zum Glück zerrte dieser Umstand aber nicht großartig an der unheilvollen Gesamtoptik und so geht das Gebotene in Ordnung.
“The Host” ist so etwas wie Koreas Antwort auf den japanischen Godzilla und dennoch unterscheiden sich die Titel in Ausführung und Inhalt. Für mich war der Streifen trotz cooler Optik, symphytischen Darstellern und solider Inszenierung nie der große Wurf, trotzdem landete er im Laufe der Jahre regelmäßig im Player und unterhielt dabei stets einwandfrei. Wer die Mitbewerber aus Japan und Amerika schon “durchgespielt” hat, sollte sich jetzt spätestens mal diesem Monsterchen widmen.
7/10
Fotocopyright: Alive – Vertrieb und Marketing/DVD


