The Phone
Inhalt
Anwalt Dong-Ho kann es kaum glauben. Ein Jahr nach dem grausamen Mord an seiner Frau hört er plötzlich deren Stimme an seinem Mobiltelefon. Scheinbar sind Störungen in der Atmosphäre dafür verantwortlich, dass er mit der Vergangenheit in Kontakt treten kann. Nun versucht er natürlich sie vor dem – in ihrer Zeit – bald zuschlagenden Killer zu schützen…
Fazit
Manchmal ist gut geklaut eben besser als schlecht neu erfunden, trotzdem saß “The Phone” für meinen Geschmack etwas zwischen den Stühlen. Die Handlung orientierte sich klar am Meisterwerk “Frequency” – ohne jedoch dessen Charme und Emotionen zu erreichen.
Ich hatte mir keine Inhaltsangabe durchgelesen, diesen Film einfach blind erworben und war zu Beginn noch wirklich guter Dinge. Die Charaktereinführung ging solide über die Bühne, die hübsche Inszenierung gefiel und die Spannungskurve baute sich langsam auf. Erst mit zunehmender Laufzeit wurden die Parallelen zum besagten Hollywood-Blockbuster immer offensichtlicher – und irgendwie litt dann auch die Motivation beim Schauen ein wenig.
Sicherlich haben sich die Koreaner für ihre “Frequency”-Variante ein anderes Setting ausgesucht, doch der allgemeine Ablauf war doch recht ähnlich und lud nur bedingt zum Miträtseln ein. Man ließ die Dinge einfach vor sich ablaufen und hinterfragte nicht alle Details, da die Erzählstruktur hier teilweise unnötig kompliziert erschien. Man musste oftmals um die Ecke denken, obwohl dies bei der ähnlichen Vorlage viel lockerer und unverkrampfter gelungen war.
Als wären diese filmischen Probleme nicht genug, kamen auch noch ein paar Löcher in der Logik hinzu – über die man großzügig hinwegschauen sollte. Natürlich bot der abgedrehte Rahmen schon Potential für Kritik, aber es gab ein paar unüberschaubare Aktionen, die uns ohne weitere Überlegung instant mit dem Kopf schütteln ließen.
Die Spannungskurve hielt trotz gelegentlicher Verwirrung und dämlichen Verhaltensweisen bis zur letzten Minute an und auch dank der trotzdem durchaus symphytischen Darsteller blieb man am Ball. Am Ende blieb zwar etwas Resignation zurück, doch unterm Strich lieferten die Koreaner einen ordentlichen Thriller nach Checkliste ab. Die deutsche Vertonung war recht gut, so dass hier gerne mal ein Blick riskiert werden kann.
6,5/10
Fotocopyright: Busch Media Group


