Filmbesprechungen

Body of Evidence

Inhalt

Ein Millionär wird tot in seinem Bett aufgefunden und rasch steht seine junge Freundin unter Mordverdacht. Möglicherweise haben ihre Sexspiele und möglicherweise auch die Zuhilfenahme von Drogen zu einem gewollten Herzstillstand geführt…

Fazit

Bei “Evita” durfte man noch (zu Unrecht!) zweifeln, doch eine Rolle wie in “Body of Evidence” war Madonna von vornherein auf den Leib geschneidert und es gab kein Rütteln an einer passenden Performance. Ich habe diesen Film seinerzeit im TV gesehen, später als eine meiner ersten DVDs erworben und bin Qualitäts-technisch nicht unbedingt verwöhnt – weshalb der Inhalt an sich umso mehr überzeugen musste und glücklicherweise auch tat.

Die Handlung war schon seinerzeit recht simpel, doch abgesehen von ein paar minimalen Längen während der Gerichtsverhandlung angenehm kurzweilig umgesetzt. Es gab immer mal wieder ein paar interessante (und schnell abgehandelte) Wendungen, die uns immer wieder bei Laune hielten und das gewohnte “Schema-F” durchaus aufzulockern schafften.

Man hatte alles irgendwo schon einmal gesehen und gab sich selbst beim raffinierten Finale nicht sonderlich überrascht und trotzdem wurde man super bei Laune gehalten, war mit dem Ergebnis also durchaus zufrieden. Im Kopf hegte man schon eigene Theorien, doch irgendwie war man am Ende minimal auf dem falschen Dampfer.

Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern Dafoe und Madonna hat hervorragend gepasst, so dass die Beiden vielen Szenen von allein getragen haben – was Ihnen auch Abseits der erotischen Darbietungen recht anschaulich gelang. Mit Jürgen Prochnow und Frank Langella konnte man sogar noch einige prominente Gesichter für interessante Nebenrollen gewinnen.

Uli Edel hatte das Rad sicherlich nicht neu erfunden, doch letztlich einen soliden Genre-Beitrag ohne Schnörkel abgeliefert. Weder damals noch heute vermag “Body of Evidence” ein Meisterwerk sein, trotzdem sei er allen Liebhabern solcher Titel wärmstens ans Herz gelegt. “Basic Instinct” war das größere “Ding”, doch dieser Streifen ist deshalb keineswegs schlechter und lässt sich noch immer prima wegschauen – besonders dann, wenn über die Jahre wieder einige Details in Vergessenheit geraten sind.

7/10

Fotocopyright: Constantin Film (Universal Pictures)

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