Red Eye
Inhalt
Bereits am Flughafen lernt Hotelmanagerin Lisa Reisert den symphytischen Jackson Rippner kennen und sitzt sogar später im Flugzeug direkt neben ihn. Nach anfänglichen geflirrte offenbart Ihr Sitznachbar allerdings seine wahren Absichten und Lisa gerät in unschöne Bedrängnis…
Fazit
Klein aber fein. Mit “Red Eye” lieferte uns Horror-Legende Wes Cravon anno 2005 einen kompakten Thriller, der selbst Jahre nach seiner Erstsichtung noch immer gut gefiel und mit seinen eher einfachen Mitteln zu überzeugen wusste.
Mit relativ wenig Darstellern und Figuren wurde hier eine tolle Kammerspiel-artige Stimmung erzeugt, die bereits nach wenigen Minuten in den Bann zog und dann bis zum Ende gnadenlos bei der Stange hielt. Die Story war dabei eigentlich recht simpel und dennoch irgendwo auch sehr gut.
Dank überschaubarer Laufzeit war das Geschehen jederzeit schön straff und fühlte sich nie unnötig in die Länge gezogen an. Man hielt ein ordentliches Tempo – und das ganz allein mit vergleichsweise bodenständigen und nachvollziehbaren Aktionen – die das sicherlich leicht überspitze Treiben gar nicht so unrealistisch erschienen ließen.
Die hübsche Rachel McAdams und der äußerst charismatische Cillian Murphy haben sich die Bälle hervorragend zugespielt und mit knappen, präzisen Dialogen für das nötige Verständnis und einen gewissen Tiefgang gesorgt. Auch hier wurden die Nerven des Zuschauers nicht überstrapaziert, sich immer auf das Wesentliche fokussiert, den Thrill immer weiter nach Oben geschraubt.
Ohne rote Augen, aber mit breitem Grinsen wurde der TV am gestiegen Abend ausgeschaltet. “Red Eye” war wie Eingangs bereits erwähnt “Klein, aber fein” und führt das Publikum ohne Schnörkel durch seine knappen 85 Minuten. An Optik und Akustik war die Handschrift von Craven deutlich zu erkennen, beim hohen Unterhaltungswert zum Glück aber auch. Thrillerfreunde machen hier nichts verkehrt und steigen ins Flugzeug.
7,5/10
Fotocopyright: Paramount / LEONINE


