Filmbesprechungen

The Third Wave – Die Verschwörung

Inhalt

Eine Frau vermutet hinter den Geschäften ihres Gatten kriminelle Machenschaften und wendet sich verängstigt an die Polizei. Als plötzlich Auftragskiller an ihren Fersen heften, spitzt sich die Lage immer weiter zu…

Fazit

Aus heutiger Sicht wirkt dieser Streifen etwas aus der Zeit gefallen und kann in einigen Punkten leider nicht mehr so ganz wie zu seiner damaligen Erstveröffentlichung überzeugen. Dabei hängt es nicht einmal an einer eher günstig wirkenden Inszenierung, vielmehr am übermäßig regen Gebrauch von damals “modernen” Technologien und einigen sehr starken Vereinfachungen.

Ständig wurden klobige Mobiltelefone aus den Taschen geholt, SIM-Karten getauscht, Geräte geortet oder einfach nur gebannt auf Bildschirme geschaut. Einen großen Teil des Streifens nahm die Technik ein und rückte sich für meinen Geschmack zu sehr in den Vordergrund. Man schien protzen und die eigentliche Handlung übertünchen zu wollen – was eigentlich gar nicht notwendig gewesen wäre.

Normalerweise sind “nordische” Krimis fast immer eine spannende Angelegenheit, doch hier schlichen sich neben den “technologischen Highlights” leider auch ein paar Längen ein. Dazu geselte sich eine leider auch sehr mittelprächtige Synchronisation, die nicht unbedingt zu einer guten Immersion beitrug und das Folgen des roten Fadens ebenfalls spürbar beeinträchtigte.

Die Story war okay und nicht unbedingt weit weg von der Realität, die Umsetzung jedoch schleppend und – wie bereits erwähnt – auch etwas billig. Schauplätze, Kostüme, etc. wirkten trotz internationaler Darstellerbeteiligung eher “klein” und wenig spektakulär. Nicht einmal mit schönen Landschaftsaufnahmen oder dergleichen wurden wir vertröstet.

Angestaubt und Langatmig. Nichts gegen eher ruhigere Krimis und auch nichts gegen mittlerweile veraltete Gimmicks, aber “The Third Wave” war für mich recht schwierig zu betrachten. Ich hatte diesen Titel als durchaus solide in Erinnerung, mittlerweile vermag ich aber keine Empfehlung mehr auszusprechen.

5/10

Fotocopyright: Tiberius Film GmbH

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