Filmbesprechungen

Rental Family

Inhalt

Philip ist Schauspieler, der nach einer erfolgreichen Werbekampagne vor einigen Jahren im fernen Japan gestrandet ist und nun seit geraumer Zeit um seine Existenz kämpft. Eines Tages bekommt er von einem Bekannten ein dubioses Jobangebot, geht aber aus der Not heraus darauf ein. Er heuert bei einer Agentur an, die quasi Freunde, Familienväter oder sogar Ehemänner auf Zeit zur Verfügung stellt und so bei ihren Klienten bei Gefühlsfragen oder Familienangelegenheiten zur Seite stehen, versuchen etwas Freude zu verkaufen oder einfach als Sparringspartner herhalten…

Fazit

Das Jahr ist noch jung und schon habe ich am vergangenen Wochenende den ersten richtigen Kracher für 2026 (obwohl der Film ja streng genommen von 2025 ist) erlebt. “Kracher” ist dabei aber etwas vermessen, denn statt lauter Action wurden ganz viele leise Töne mit unglaublich viel Gefühl angestimmt, feuchte Augen beim Zuschauer hinterlassen.

Brendan Fraser machte genau da weiter, wo er mit “The Wahl” aufgehört und sich definitiv zurück auf der großen Leinwand gemeldet hat. Erneut spielt er einen gebrochenen Mann, der im Laufe der Zeit wieder zu einem geordneten und vor allem lebenswerten Leben zurück findet und dabei einige Dinge überwinden muss. Dabei geht er ungewöhnliche Wege – die trotz mancher Vorherschaubarkeit für enorme Emotionen sorgten und absolut liebenswert auf den Punkt gebracht wurden.

Der Ausgang der Geschichte war eigentlich recht früh klar und wer im Vorfeld den Trailer gesehen hat, erlebt sowieso keine Überraschungen mehr – und trotzdem war das Gebotene packend, spannend, symphytisch und ergreifend. Neben seinem tollen Hauptdarstellern war es vor allem die hochwertige Inszenierung, die mit atemberaubenden Bildern für eine ganz eigene Atmosphäre sorgten, eine bunte, hektische und dennoch aufregende Großstadt in Szene setzten.

Fast jede Kameraeinstellung glich einem Kunstwerk und ein passender Soundtrack trug zur Immersion bei. Rasch fühlte man sich wohl und verblieb die komplette Laufzeit in einer gewissen Komfortzone, die man nicht verlassen musste. Es machte Spaß dem Treiben zu folgen und vor allem diesem genialen Fraser abermals bei einer persönlichen Entwicklung beizuwohnen. Tatsächlich hätte ich keinen anderen Darsteller diese Rolle zugesprochen und mich ehrlicherweise auch nur wegen ihm an dieses Werk gewagt.

Eine großartige audiovisuelle Inszenierung, ein sagenhaft genialer Hauptdarsteller und eine charmante Story. “Rental Family” eroberte das Herz auch ohne Krawall oder sich überbietende Wendungen. Mit Charme, feinfühligem Humor und dem richtigen Fingerspitzengefühl lieferte Regisseur Hikari ein wahres Meisterwerk ab, von dem man nicht genug bekommen konnte. Für mich einer der besten Titel der letzten Zeit und definitiv eine uneingeschränkte Empfehlung wert.

9/10

Fotocopyright: Searchlight Pictures

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