High Tension
Inhalt
Der Besuch bei den Eltern endet für zwei junge Frauen im einem echten Albtraum. Kurz nach deren Ankunft klingelt es des Nachts an der Tür und ein knallharter Killer metzelt sich durch die Reihen der Familie…
Fazit
Bei seinem damaligen Release gab es eine erneute Diskussion über Gewalt in Filmen und eine stark zensierte Fassung war für uns in Deutschland dann die Folge. Mittlerweile ist die Sichtung der ungeschnittenen Variante allerdings kein großes Thema mehr – ebenso die eigentlichen derben Momente, die heutzutage keinen Genrefan mehr vom Hocker werfen.
Ein paar blutige Momente sind allerdings nicht alles. Neben den handwerklich sehr gut gemachten “Schnippel-Einlagen”, sind es vor allem die düsteren Bilder und der nervenaufreibende Soundtrack, die für dichte Atmosphäre sorgen. Mit seinen dunklen Aufnahmen, besonders aber wegen den penetranten Geräuschen (schrille Musik, Rattern von Maschinen) ist für “Texas Chainsaw”-Flair gesorgt, welches seine Wirkung nicht verfehlt.
Größter Kritikpunkt (damals wie heute) ist allerdings die Geschichte. Zwar gab bei der erstmaligen Sichtung eine richtig krasse und prima funktionierende Wendung, doch bereits bei der zweiten Begutachtung ist (auch Jahre später) die Luft so ziemlich raus. Man achtet fortan zwar auf kleine Details und Logiken, fühlt sich gelegentlich aber ein bisschen gelangweilt – da viele spannend konstruierte Situationen einen Hauch zu lang ausgeführt wurden.
Optisch macht “High Tension” noch immer eine gute Figur, wobei ich 4k bei einem solchen Titel für unnötig erachte. Es gab ein paar gewollt unscharfe Momente und die nächtlichen Aufnahmen profitierten wenig von der erhöhten Auflösung. Ansonsten kam die penetrante Tonkulisse räumlich nicht übel rüber die Synchronisation der soliden Darsteller ging in Ordnung.
Wer “Terrorfilme” ala “TCM” mag und “High Tension” bisher noch nicht gesehen hat – dem sein eine Empfehlung ausgesprochen. Abgesehen von seinem eher schwachen “Wiederschau”-Wert macht das Teil so ziemlich alles richtig und liefert eine ängstliche Stimmung zum Kauen der Fingernägel. Der Härtegrad war angenehm, derzeit aber kein allzu großen Aufschrei wert. Mit nur rund 90 Minuten haben die Macher die Sache auch nicht überspannt, einen halbwegs kurzweiligen Psycho-Slasher abgeliefert.
7/10
Fotocopyright: PLAION PICTURES


