Filmbesprechungen

Ganzer halber Bruder

Inhalt

Frisch aus dem Gefängnis entlassen, sollte für Immobilienbetrüger Thomas endlich ein neues Leben beginnen. Er erfährt von der Erbschaft eines Hauses, indem allerdings sein bisher unbekannter Halbbrüder Roland ein lebenslanges Wohnrecht genießt. Die große Kohle vor Augen versucht Thomas nun seinen behinderten Bruder vor die Tür zu setzen, um das Objekt endlich verkaufen zu können…

Fazit

Es Bedarf nicht einmal die Sichtung eines Trailers oder gar des ganzen Filmes – denn schon bereits die kurze Inhaltsangabe genügt, um zu wissen, wie der Haase hier läuft. “Ganzer halber Bruder” war ein extrem durchschaubarer Streifen, der ohne größere Überraschungen sein Standard-Programm herunterspulte, mit guten Darstellern und einigen gelungenen Momenten dennoch einen versöhnlichen Eindruck hinterließ.

Die Handlung war weder sonderlich originell, noch irgendwie unvorhersehbar präsentiert. Alles lief nach bewährten Mustern und Überraschungen waren Mangelware. Mann konnte die nächsten Aktionen stets erahnen, deren Ausgang selbstverständlich früh erkennen. Warum dies letztlich aber nicht zur Frustration führte, lag an erster Linie an den liebenswerten Hauptdarstellern, die einen tollen Job gemacht haben.

Die Chemie zwischen Christoph Maria Herbst (“Stromberg”) und Nicolas Randel hat einfach wunderbar gepasst, wobei auch der restliche Cast mit eigenwilligen Auftritten (Akzenten, Verhaltensweisen) für ein paar vergnügliche Momente sorgte. Es machte Laune, sich inmitten der gut aufgelegten Charaktere fallen zu lassen und ihnen das Ruder in dieser ach so schablonenhaften Handlung zu überlassen.

Technisch gab man sich erwartungsgemäß keine Blöße. Der typische warme und klare Look deutscher Komödien war auch hier zugegen und der Soundtrack passte prima zum Geschehen. Die Schauplätze waren eher unspektakulär, aber das ging in Ordnung.

Eigentlich müsste man diesen Film gar nicht sehen und kann sich den kompletten Inhalt schlichtweg problemlos vorstellen. Dank Herbst und Randel ist aber dennoch für einen gewissen Unterhaltungswert gesorgt und eine Sichtung somit keine verschwendete Zeit. Wer solche “Gute-Laune-Werke” mag, darf also mit guten Gewissen einen Blick wagen und macht nichts verkehrt. Im Grunde ein schöner Streifen – wäre er doch nicht ganz so simpel gestrickt.

6,5/10

Fotocopyright: LEONINE

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