28 Years Later: The Bone Temple
Inhalt
Abgeschieden vom Rest der Welt lebt Dr. Kelson, der sich mit den gelegentlichen Besuchen der Untoten arrangiert hat und sein eigenes Ding durchzieht. Er lebt irgendwo in seiner eigenen Welt, geht aber eine ungewöhnliche Freundschaft mit einem Zombie ein…
Fazit
Lange haben wir auf “28 Years Later” gewartet und schon gibt es eine weitere Fortsetzung des Franchise – da diese mehr oder weniger gleichzeitig in den Kasten gebracht wurde und mit leichten Abstand im Kino bzw. der heimischen Leinwand erschien.
Dank vertrauten Charakteren und bekannten Kulissen fühlt man sich schnell heimisch und das Abtauchen in das recht ungewöhnliche Szenario gelang recht gut. Abermals wurde das ausgelutschte Szenario um ein paar interessante Aspekte erweitert und der Titel fühlte sich eher selten wie ein klassischer Zombiefilm an.
Der Handlung war manchmal etwas schwierig zu folgen. Sicherlich war der Hauptstrang um den exzellent agierenden Finnes halbwegs passabel verständlich, doch bei den kleineren Nebensträngen fehlte zunächst das Greifbare. Man wurde zum Beobachter verdonnert, musste manche Sachen einfach mal ohne Weiteres vor sich ablaufen lassen.
Obgleich die Immersion gelungen, hat mir doch ein bisschen was gefehlt – und sei es vielleicht ein bisschen mehr an Action oder Tiefgang im Bezug auf Dialoge gewesen. Hin und wieder war das Pacing gut, manchmal ging es aber auch durch. Der berühmte rote Faden war nicht immer eindeutig zu erkennen.
“28 Years Later: The Bone Temple” fühlt sich ein wenig nach einem Experiment an, welches in großen Teilen allerdings auch anschaulich gelang. Erneut hob man sich von üblichen Mustern ab, präsentierte uns Bilder, die unbedingt nach Aufmerksamkeit verlangten und ließen am Ende noch Spielraum für eigene Interpretationen. Das hat mir schon ganz gut gefallen, doch einen hohen Wiederschauwert sehe ich hier allerdings nicht. Die investierte Zeit war nicht verschwendet, aber ein einmaliges Abtauchen sollte (bis zum Erscheinen weiterer Nachfolger, die bereits grünes Licht erhielten) absolut ausreichen.
6,5/10
Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment (PLAION PICTURES)


