Momo (2025)
Inhalt
Die kleine Momo lebt im Kolosseum von Rom und hat schon viele Freunde um sich gescharrt. Sie ist aufrecht und geht mit offenen Augen durch das Leben – wo ihr eine zunehmende Veränderung der Gesellschaft natürlich nicht unentdeckt bleibt. Plötzlich haben die Menschen immer weniger Zeit und die Wärme geht verloren…
Fazit
“Momo” galt für mich schon immer irgendwo als Inspirationsquelle für Werke wie “Matrix”, aber in der aktuellen Umsetzung wurde mir das gar nicht mehr so deutlich. Zwar hatte auch die Adaption von 2025 ihre Reize, doch so recht konnte das Werk nicht von sich überzeugen – was schade war, denn Technik und Darsteller waren enorm symphatisch.
Als erstes sprang hier die hochwertige Inszenierung ins Auge. “Momo” muss sich mit seinen tollen Bildern, hübschen Effekten – und natürlich auch seinem internationalen Cast nicht vor der Konkurrenz (aus Hollywood) verstecken. Schnell taucht man im Szenario ab und schnell freundet man sich mit den gut geschriebenen Figuren an.
Probleme waren allerdings struktureller Natur, da die Erzählweise regelmäßig für kleinere Fragezeichen sorgte und diese nicht immer vollends zufriedenstellend beantworten konnte. Die Thematik an sich war super, manchmal nur zu verkopft an den Zuschauer gebracht. Gerade beim jüngeren Publikum sehe ich hier leichte Probleme – und somit möglicherweise den Verlust des roten Fadens, der mir ebenfalls hin und wieder aus den Augen geraten ist.
Daumen hoch für Handlung und Darsteller, leichtes Frustgefühl bei der Umsetzung. Die 2025er Verfilmung vom bekannten Kinderbuch stellt sich zu oft selbst ein Bein und dringt hierdurch nicht in höhere Wertungsregionen vor. Fans der Materie machen sich selbst ein Bild, der Rest greift vielleicht lieber zur – in meinen Augen – runderen Version von 1986.
6,5/10
Fotocopyright: LEONINE


