Serienbesprechungen

Smillas Gespür für Schnee – Staffel 1

Inhalt

Der mysteriöse Tod eines Nachbarjungen stellt die arbeitslose Mathematikern Smilla vor eine unlösbare Gleichung. Dank guter Verbindungen betreibt sie weitere Nachforschungen und wird dabei von einem guten, aber leider nicht ganz ehrlichen Freund tatkräftig dabei unterstützt…

Fazit

Fräulein Smillas Gespür für Schnee” war anno 1997 ein guter Film, der eigentlich alles zum Thema gesagt hat. Die Serie verfrachtet das Szenario dagegen etwas in die Moderne und nimmt sich ausgiebiger Zeit für Details – was leider nicht unbedingt zum Positiven ausgefallen ist.

Die Handlung ist noch grob beim Alten geblieben und da lag für mich auch die Krux. Eigentlich hat uns der damalige Kinofilm in kompakter Form alles notwendige erzählt und die paar zusätzlichen Elemente haben zum Teil nur ein paar Längen und nicht mehr Tiefgang eingebracht.

Es wurde viel geredet, dabei aber nicht immer viel gesagt. Manche Konversationen waren recht interessant, andere hätte man gerne deutlich einkürzen können. Kernaussagen waren klar, hätten nicht zu viel zerredet werden müssen – so wichtig die Ansätze rund um Klimaschutz auch waren.

Der Cast ging in Ordnung, Filippa Coster-Waldau und Elyas M’Barek haben gut miteinander harmoniert und auch beim Rest gab es nichts zu kritisieren. Optisch war die Serie dagegen richtig stark, erzeugte mit kühlen und auf Hochglanz getrimmten Aufnahmen eine schöne Immersion. Alles wirkte hochwertig und zeitgemäß, muss sich nicht vor aktuellen internationalen Produktionen verstecken.

Die Kernthematik hat nichts von ihrer Brisanz verloren und ein paar Aspekte des Inhaltes geben durchaus Raum zu weiteren Überlegungen. So sehr ich diese Dinge auch lobe, so sehr bin ich mir bei dieser Serie irgendwie unschlüssig. Viele Szenen waren mir zu lang und aufgrund der bekannten Vorlage auch nur leidlich spannend umgesetzt. Mir war klar, dass das berühmte Rad wohl nicht neu erfunden würde – trotzdem hätte ich mir ein paar innovativere Elemente oder zumindest etwas mehr Variation beim Ablauf der Handlung gewünscht. Allein der Transfer ins Jahre 2040 hat mir hier nicht gereicht, war teilweise sogar eher nebensächlich. Immerhin ist die Serie mit der ersten Staffel abgeschlossen.

6,5/10

Fotocopyright: ARD

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