Resident Evil 4: Afterlife
Inhalt
Alice hat sich vom Rest der Truppe getrennt und ihren persönlichen Rachefeldzug gegen Umbrella beendet. Nun versucht sie die verheißungsvolle Stadt Arcadia zu erreichen, doch statt einer blühenden Oase findet sie nur Einöde…
Fazit
Auch mit Teil 4 ist sich Anderson seinen Grundpfeilern treu geblieben und servierte einen schnörkellosen Actionfilm mit gewohnter Hauptfigur und dem weiteren Entfernen von der Vorlage.
Es wurden zwar hier wieder einige Namen und Gestalten aus den Spielen aufgefahren, trotzdem hat das Geschehen recht wenig mit dem Klassikern gemein. Alles fühlt sich nach einem weiteren (durchaus soliden) Actionstreifen an – der nun leider auch einen Ticken beliebiger geworden ist.
Die interessanten und zuweilen prächtig ausgestatteten Schauplätze sorgen für Pluspunkte, aber das Feeling der Spiele ist nunmehr fast gänzlich verloren gegangen. Trotz einiger bekannter Elemente ist man zu weit von den Ursprüngen weg – was eingefleischte Fans wie mich schon ein wenig betrübt.
Die Action wurde abermals brachial in Szene gesetzt und gab keinen Grund zum Meckern. Allein das furiose Intro macht hier schon mächtig Laune und das Finale setzt einen ebenbürtigen Abschluss. Klar war hier die Hilfe des Computers besonders gut erkennbar, doch die Effekte gingen selbst auf der großen Leinwand absolut in Ordnung.
Die Handlung war nicht der Rede wert und stellte lediglich einen groben Rahmen für die wilde Action. Sie war weder besonders originell, noch tiefgründig – was eigentlich auch genau so zu erwarten war. Immerhin führte man die Reihe konsequent fort, selbst mit der kuriosen Ausgangslage, die der letzte Teil hinterlassen hat.
Wer die Vorgänger mochte, wird auch “Afterlife” lieben. Die Reihe fühlt sich bis dato aus einem Guss auch, auch wenn sie gegenüber den Videospielen halt ihren eigenen Weg geht. Da sich langsam kleinere Abnutzungserscheinungen einschlichen bzw. die Austauschbarkeit nunmehr merklich erhöht hat, ist leider keine höhere Bewertung mehr drin. Wie gesagt, Fans schauen trotzdem rein und haben Spaß.
6,5/10
Fotocopyright: Constantin Film (Universal Pictures)


