Black Thunder
Inhalt
Ein streng geheimes Flugzeug mit neuer Tarnvorrichtung wird während eines Übungsfluges entführt und das Militär steht vor einem Desaster. Zum Glück können sie noch einen alten Elite-Piloten kontaktieren, der die Fährte aufnehmen und die gestohlene Maschine zurückbringen soll…
Fazit
Als Kind habe ich gerne Filme (u.A. “American Fighter”, “Ninja”) mit Michael Dudikoff geschaut und dachte mir beim Blindkauf des Mediabooks von “Black Thunder” auch ähnliche Unterhaltung zu bekommen. Erwartet habe ich ein unterhaltsames Action-Vehikel aus der zweiten Reihe, bekommen habe ich ein billig produziertes Event auf TV-Niveau und einem erschreckend korpulent gewordenen Hauptdarsteller.
Die Geschichte war simpel, aber gespickt voller Ungereimtheiten und Löchern in der Logik. Warum ein neuartiges Elite-Flugzeug mit rund drei Stunden Vorsprung noch locker eingeholt werden konnte, war dabei nur eine Frage, die sich im Kopf manifestierte. Hier und da fehlte es den Treiben an Verständnis, manchmal aber auch schlicht an Glaubwürdigkeit – was im Grunde auch gar nicht mal so schlimm gewesen wäre.
Das Geschehen benötigte nämlich einige Zeit zum Aufdrehen und da war die Aufmerksamkeit schon recht abgeflacht. Die folgende Action war dann zwar nett gemacht, konnte aber nicht mehr ganz hinter dem Ofen hervorlocken. Man hat auch hier alles schon einmal irgendwo gesehen und meist auch etwas stilvoller gemacht. Besonders bei einer FSK18-Freigabe hätte man mehr erwarten dürfen – wahrscheinlich wurde der Film aus Kostengründen einfach nicht neu eingestuft.
Wie bereits erwähnt ging es optisch eher schlicht zur Sache. Ein immerhin recht klares 4:3 Bild wurde mit soliden, aber nicht überragenden Effekten geschmückt, so dass das Teil stets wie eine Direct-to-Video oder gar TV-Produktion wirkte. Ein eher müder Dudikoff spulte dabei sein Standard-Programm herunter und der Rest gab sich bemüht – was bei der mittelprächtigen Vertonung nicht einfach war.
Die Kritik ist hart, aber trotz aller Mängel war “Black Thunder” durchaus anschaubar und ein grade noch brauchbarer Ausklang eines langen Arbeitstages. Geboten wurde nichts Hochwertiges, aber seine leicht trashige Art hatte eine gewissen Charme. Zu einer Empfehlung führt das Ganze allerdings nicht, höchstens beinharte Fans von ehemaligen “American Fighter” schauen aus Interesse mal rein.
5,5/10
Fotocopyright: HanseSound / Lighthouse Home Entertainment


