Filmbesprechungen

Resident Evil 6: The Final Chapter

Inhalt

Der T-Virus hat die größten Teile der Menschheit dahingerafft und für Alice gibt es kaum noch ein Ziel zur Flucht. Resigniert möchte sie die Sache nun zu Ende bringen und reist zum Ausgangspunkt der Epidemie zurück, um den Umbrella-Konzern an einer Hauptstätte in Raccoon City zu vernichten…

Fazit

Im Gegensatz zum fünften Teil hat das Storytelling endlich wieder Fahrt aufgenommen und die Geschichte zumindest wieder einen kleinen Ticken nach Vorn und letztlich auch zum Abschluss gebracht. Richtig gehaltvoll ging es zwar auch hier nicht zu, doch erneut haben die grandiose Optik und ein furiose Actionszenen für großes Staunen sorgen können.

Wieder einmal hat Anderson das Sprichwort “Style over Substance” wörtlich genommen, Handlung, Figurenentwicklung und alles Andere nach Hinten gedrängt, der ungehemmten Action freien Lauf gelassen. Das Auge wusste gar nicht, wo es hinschauen soll und das Hirn musste eine Arbeit ordentlich eindämpfen.

Abermals waren die Gefechte atemberaubend, blutig und die Hilfe des Computer dabei nicht übel. Die Effekte waren einwandfrei, ebenso der glatte Look, der auf einer hervorragenden Blu-Ray bestens zur Geltung kam. Das war dann soweit auch gut anzuschauen, sofern man Logik und Handlung dafür ausblenden konnte.

Bis auf ein paar Namen und dem mächtigen Umbrella-Konzern gab es keinerlei echten Parallelen zur Spielevorlage mehr, doch aufmerksamen Zuschauern dürfte dies bereits weitaus früher aufgefallen sein. Inhaltlich gab es dann nicht viel zu berichten, außer dass die Story mit simplen Auflösungen nun endgültig zu Ende erzählt wurde und das Finale durchaus zufrieden stellte.

So richtig gut ist das Finale der Zombie-Serie nicht geworden, doch Anderson blieb seinen bisherigen Qualitäts-Standards weitestgehend treu und erlaubte sich auch keinen Ausreißer. Er lieferte in bekannter Manier ab, verwurschtelte Elemente der Vorlage auf seine eigene Weise und ließ der audiovisuellen Betörung die Vorfahrt. Fans der Vorgänger freuen sich, der Rest wendet sich höchstwahrscheinlich wieder desinteressiert ab.

7/10

Fotocopyright: Constantin Film (Universal Pictures)

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