Filmbesprechungen

Southpaw

Inhalt

Einst war Profi-Boxer Billy Hope ganz oben, doch nun scheinen die Schicksalsschläge kein Ende mehr zu nehmen. Nach dem tragischen Tod seiner Frau, verliert er die Fassung und seine kleine Tochter wird der staatlichen Obhut übergeben. Nun gilt es sich wieder von ganz unten nach oben zu arbeiten, möglicherweise wieder einen Titel zu holen, aber unbedingt das Sorgerecht für sein Kind zurück zu erlangen…

Fazit

Für mich ist dieser Film in erster Linie ein Empfehlungsschreiben von Jake Gyllenhaal an die Macher in Hollywood. Er ging so in der Rolle des niedergeschlagenen Billy Hope auf, dass man sich vor Gänsehaut kaum noch auf die Außenwelt konzentrieren konnte.

Obwohl die Handlung ziemlich klischeebeladen und mit nur wenigen unerwarteten Elementen daher kam, blieb man dank der kompetenten Darstellung durchwegs am Ball. Die “Cinema” sprach zurecht von der “wuchtigsten Darstellung seiner Kariere” und dies kann ich nur so unterschreiben.

Obwohl man viele Dinge in ganz ähnlicher Form schon mehrmals zu Gesicht bekam, überzeugte das Treiben hier – wie bereits erwähnt – in erster Linie durch seinen brachial gut agierenden Hauptdarsteller, dem man jede Station seines tragischen Lebens im Gesicht ansehen konnte.

Auf dem Schirm war immer was los, aufreibende Kämpfe wechselten sich im gesunden Maße mit dramatischeren Einlagen ab – kein Part trug dabei zu dick auf. Alles wirkte perfekt ausbalanciert, kein Bestandteil nahm Überhand.

Die Szenen im Ring waren toll choreografiert und gingen unter die Haut. Sie waren recht hart, dadurch aber ungemein realistisch und mitreißend. Obwohl man stets auf ein Happy-End schielte, war der Ausgang (insbesondere bei den Gefechten) aber nicht immer auf sicheren Beinen – was natürlich zur Spannung und ungemütlichen Stimmung (im positiven Sinne!) beitrug.

“Gyllenhaal” geht immer und hier bekommt man Abseits seiner gewohnt hochwertigen schauspielerischen Leistung auch einen perfekt trainierten Muskelberg mit viel Charisma geboten. Filme über das Boxen gibt es duzende, doch nur wenige sind so emotional ergreifend wie dieser und somit eine echte Empfehlung wert.

8/10

Fotocopyright: LEONINE

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