American Pie – Wie ein heißer Apfelkuchen
Inhalt
Jim und seine Freunde halten sich für coole Typen, doch Sex hatten sie allesamt bisher nicht. Da sie nicht als Jungfrauen von der Schule gehen wollen, beschließen sie per Pakt etwas daran zu ändern…
Fazit
“American Pie” ist ein Stück der eigenen Jugend – was für einen Film solcher Art irgendwo Fluch und Segen zugleich darstellt. Früher konnte man sich prima in Jim und seine Gefährten hineindenken und sich köstlich über deren verpeilte Aktionen amüsieren, doch heute herrscht eher das große Fremdschämen.
Die Handlung war simpel, aber in gebotener Form schon in Ordnung. Es war stets unterhaltsam den sympathischen Figuren bei deren Eroberungsversuchen beizuwohnen, auch wenn die Macher hier manchmal den Bogen arg überspannt haben. Ein hohes Tempo und eine relativ hohe Gag-Ausbeute kamen dem Treiben dann zusätzlich zu Gute, wobei einige der damaligen Schmutzler mittlerweile dem Kopfschütteln gewichen sind.
Damals wie heute wirkten einige Passagen enorm konstruiert, was natürlich dem Unterhaltungswert, nicht aber Glaubwürdigkeit in die Hände spielten. Dies war im durchaus angenehmen Gesamtkontext allerdings in Ordnung und so richtig konnten einige Themen sowieso nicht auf die eigene Jugend/die eigenen Erfahrungen übertragen werden.
Großes Highlight und noch immer ein Garant für gute Laune war der ikonische Soundtrack, der Bands wie Blink 182 definitiv einer breiteren Maße zugänglich gemacht hat und dessen Schwung nicht verloren ging. Witzigerweise denkt man bei den Songs immer direkt an diesen Film und die damit eingeprägten Bilder.
Filme wie “American Pie” sind so genannte Kinder ihrer Zeit und damit schwierig objektiv zu bewerten. Ich fand den Streifen seinerzeit wirklich klasse und konnte ihn direkt zweimal hintereinander wegschauen, heute reichts nur hier und da für ein kleines Grinsen. Schlecht ist das Ding unterm Strich nicht, doch nur seiner doch recht speziellen Zielgruppe zu empfehlen.
6/10
Fotocopyright: Universal


