Filmbesprechungen

Never a Thief

Inhalt

Einst standen drei befreundete Meisterdiebe für eine gute Sache ein. Sie stahlen wertvolle Gegenstände und überreichten sie ihren ursprünglichen Eigentümern – was im Falle eines wertvollen Buddha-Kopfs jedoch nicht gelang. Der Raubzug endete in einem Desaster und das Relikt verschwand. Rund zehn Jahre später steht nun aber endlich Hoffnung, den verloren geglaubten Schatz zu bergen – auch wenn nicht jeder Beteiligte seine wahren Absichten offenbart…

Fazit

Mit “Never a Thief” habe ich am vergangenen Wochenende erneut einen Film der Kategorie “besser gut geklaut, als schlecht neu erfunden” gesehenen – was sich wieder mal als Fluch und Segen zugleich herausgestellt hat.

Obwohl sich hier wirklich kein einziges Element auch nur ansatzweise frisch angefühlt hat, konnte das wild abgeschaute Geschehen durchaus für enorme Kurzweil sorgen und mit einem guten Gewissen den Fernseher ausschalten lassen. Man hatte alles irgendwo schon einmal gesehen, eigentlich nur darauf gewartet, dass auch noch ein Jackie Chan über den Schirm hüfen würde.

Die Handlung war simpel, aber effizient. Es gab trotz vergleichsweise mageren Inhalt doch ein paar nette Wendungen, die vor allem durch die hervorragenden Darsteller (die manchmal vielleicht einen kleinen Ticken “zu drüber” waren) getragen wurden und Kurzweil bereiteten. Man konnte sich immer wieder ein Lächeln abringen, auch wenn stets dieses “das kenn ich doch alles schon”-Gefühl im Kopf verblieb.

Konkret wurde sich hier bei Titeln wie “Die Unfassbaren” (“Now you see me”) oder “Army of Thieves” bedient und einige Passagen fast 1 zu 1 übernommen. Dreistigkeit siegt eben manchmal und bei einer charmanten Verpackung geht das manchmal schon irgendwo klar – was hier glücklicherweise der Fall war.

Audiovisuell konnte man sich dagegen nicht beschweren. Das Werk bot eine erstklassige Optik, der eine überaus hochwertige deutsche Vertonung in Nichts nachstand. Die Kameraarbeit war klasse und fing vor allem die flotten und stylisch gemachten Actioneinlagen bravourös ein.

Lieber vertraute als schlecht neu erdachte Kost. “Never a Thief” besaß zwar stets einen kleinen Beigeschmack, konnte unterm Strich aber prima bei Laune halten. Symphytische Darsteller und großartig gefilmte Gefechte ließen über mangelnde Innovation hinwegschauen und der Abend war gerettet. Fans von witzigen Gaunerstücken können hier bedenkenlos zuschlagen, das kleine “Geschmäkle” einfach mal ausblenden.

7/10

Fotocopyright: Splendid Film

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