The Others
Inhalt
England im Jahre 1945. Der Krieg ist vorbei, doch Grace und ihre Kinder bleiben im Schutz ihres riesigen Herrenhauses und warten auf die Wiederkehr des Vaters. Als dann eines Tages das komplette Personal verschwindet, ist die Familie froh durch ein Zeitungsinserat schnell Ersatz gefunden zu haben. Mit Einzug der neuen Helfer scheinen aber plötzlich auch seltsame Gestalten ihr Unwesen im Gebäude zu treiben…
Fazit
Subtiler Horror ist eine feine Sache und diesbezüglich macht “The Others” seine Sache auch wirklich gut – zumindest was die damalige erste Sichtung bedarf. Man Details konnte ich mich nach über 20 Jahren natürlich nicht mehr erinnern, an den Ausgang der Geschichte allerdings umso mehr. Was beim ersten Mal noch prächtig funktionierte, lässt dann beim wiederholten Schauen leider einige Längen aufkeimen.
Das Konzept war wirklich gut und hielt seine Prämisse auch recht lange zurück. Ab einem gewissen Punkt (evtl. einen Ticken zu früh) wurden dann aber die Karten endgültig auf den Tisch gelegt und ein schöner “Aha”-Moment, gefolgt von einem “Ist ja logisch!” machte sich breit. Leider war ab diesem Moment die Luft raus und der Wiederschau-Wert eher gering.
Kidman und vor allem ihren Film-Kids haben einen guten Job erledigt und ließen eine gelungene Immersion zu. Man konnte sich prima in deren Köpfe hineindenken, wobei dies manchmal im Angebracht ihrer Lage und Epoche manchmal nicht so einfach war. An Schauplätzen gab es außer ein paar Zimmern und Anschnitten aus dem Vorgarten des Haues leider nicht viel zu erblicken, aber immerhin trugen die vernebelten und zuweilen gewollt unscharfen Bilder zur düsteren Atmosphäre bei.
Bei der Wertung zu “The Others” bin ich schon ein bisschen hin- und her gerissen. Eigentlich leistete der Film sich keine gravierenden Patzer und gefiel mit seiner bedrohlichen Grundstimmung und witzigem Plot – bei mehrmaligen Durchlauf ist allerdings die Luft raus und einige nicht zuvor bemerkte Längen schlichen sich ein. Falls ihr stillvolle und halbwegs familientaugliche Gruselstreifen mögt und das Ding bis dato noch nicht gesehen habt – schaut gerne mal rein und addiert noch einen halben Wertungspunkt.
6,5/10
Fotocopyright: Studiocanal (Plaion Pictures)


