Directive 8020 (PC)
Inhalt
Ein Teil einer Weltraum-Crew erwacht aus dem Kälteschlaf und bemerkt ein Leck an Raumschiff. Sie beschließen das weitere Team schlafen zu lassen und die Reparatur selbst durchzuführen, haben dabei aber nicht mit dem Überall einer fremden Spezies gerechnet…
Gameplay
“Directive 8020” folgt dem Muster der Vorgänger aus der “Dark Pictures”-Reihe, setzt seinen Fokus jedoch nicht nur auf unkompliziertes Storytelling mit Entscheidungen und Quick-Time-Einlagen, sondern fordert uns in regelmäßigen Schleicheinlagen – die für meinen Geschmack einen Ticken zu häufig waren.
Ansonsten steuert Ihr eure Spielfigur abermals aus der Third-Person-Perspektive und folgt schlauchartigen Level-Konstrukten – die hier fast ausschließlich auf einem Raumschiff stattfanden. In einer Mission geht es mal kurz auf eine Planetenoberfläche, ansonsten spielt das Geschehen in beengten Räumen, setzt – wie bereits erwähnt – auf häufiges Schleichen und gelegentliche Flucht vor Monstern.
Rätsel beschränken sich auf einfaches umlegen von Schaltern (Strom umleiten) oder dem Auffinden von Energiezellen. Durch die eingeschränkten Umgebungen dauert dies zum Glück nie sonderlich lange und blockiert nicht den soliden Spielfluss.
Spielzeit
Das Spiel erstreckt sich über 8 kompakte Kapitel und nach etwa 7 bis 8 Stunden flackerte der Abspann über den Schirm. Natürlich erhöht sich der Wiederspielwert durch das Ändern von Entscheidungen bzw. dem Geschick in beim Hämmern von Button – die am Ende mehr oder wenige viele Figuren überleben lässt.
Präsentation
Optisch haben die Entwickler von “Supermassive Games” wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Waren die vorherigen Teile schon sehr hübsch, legt “Directive” noch einmal eine kleine Schippe drauf. Die Figuren wirkten sehr plastisch, die Umgebungen fast schon filmreif. Man könnte mühelos einen Animationsfilm in dieser Qualität genießen, zumal hier weniger Flackerer und Grafikfehler als früher zugegeben waren.
Die deutsche Vertonung war prinzipiell gut, doch hin und wieder hätten die bekannten Sprecher etwas mehr Elan an den Tag legen können. Es schien, als wären manche Texte einfach zur abgelesen worden – ohne die passenden Bilder dazu vor Augen gehabt zu haben.
Positiv
- filmreife Präsentation
- spannende Handlung
- stimmige Atmosphäre
- gute Darsteller
- einfaches Spielprinzip / schneller Einstieg
- angenehme Spielzeit
- deutsche Synchronisation
- willkommene Eingabehilfen
Neutral
- Geschichte in vielen Bereichen abgekupfert
- Vertonung hätte einen Ticken gefühlvoller sein dürfen
Negativ
- nur selten wirklich gruselig
- Schleich-Passagen hätten weniger sein dürfen
- handlungstechnisch keine neuen Impulse
- unser gewohnter Sprecher zwischen den Kapiteln war nicht mehr da
Fazit
Ich mag simple Walking-Simulatoren und war Freund der Vorgänger – weshalb ich mich sehr auf “Directive 8020” gefreut habe. Im Grunde haben die erfahrenen Entwickler auch wieder solide abgeliefert, jedoch nicht unbedingt mit neuen Features überraschen können.
Das Gameplay war gewohnt simpel und konnte durch die zuschaltbaren Hilfen (z.B. bei Qucktime-Events immer die selbe Taste drücken) weiter entschlackt werden, doch das kam mir eigentlich sehr entgegen. Man konnte sich mehr auf die Story konzentrieren, die zwar heftig bei “Alien”, “Event Horizon” und ähnlichen Vorlagen abschaute, trotzdem prima bei Laune hielt. Es fehlten neue Einblicke, der Unterhaltungswert war trotzdem gegeben.
Wer das Genre bzw. die Erstlinge mag, kann bei “Directive” mit geschlossenen Augen zugreifen. Fans bietet das Teil bekannte Kost, der Rest vermag bei diesem einfachen Spielprinzip weiterhin den Kopf zu schütteln. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, würde aber eher zu einer Empfehlung tendieren, wenn der Preis noch etwas gesunken ist.
Grafik: 9/10 | Sound: 7/10 | Gameplay: 5/10 | Gesamt: 7/10
Fotocopyright: Supermassive Games


