Ultraviolet
Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.
Inhalt
Violet gehört zu den Ausgegrenzten – den Infizierten. Durch einen Virus wurden einige Menschen genetisch verändert und entwickelten außergewöhnliche Fähigkeiten. Von der Gesellschaft verstoßen, ereilte auch Violet dieses Schicksal.
Mit ihrer enormen Schnelligkeit und ihren unglaublich geschickten Bewegungen tritt sie die Flucht nach vorn an und lehnt sich gegen die Ausrottung dieser besonderen Bevölkerungsgruppe auf. Dabei macht sie die Bekanntschaft mit einem kleinen Jungen, hinter dem die Regierung mit allen Mitteln her ist. Er scheint ein Schlüssel zu sein, weshalb Violet ihn fortan behutsam beschützt und im Auge behält.
Fazit
Ultraviolet ist in erster Linie eines: ultracool präsentiert und sichtlich bemüht, über einige Logikschwächen hinwegzutäuschen. Die Geschichte klingt nicht sonderlich originell und hält nur wenige Überraschungen bereit, kann dafür jedoch mit einer schicken Inszenierung glänzen.
Milla Jovovich bewegt sich in schrillen Kostümen durch futuristische Bauwerke, die in einzigartigen Farben erstrahlen. Das Auge kann sich kaum sattsehen und droht fast schon überreizt zu werden. Glücklicherweise trösten die exquisite Technik und die gefällige Action über die schwache Handlung sowie das teils mäßige Schauspiel hinweg.
Spätestens wenn die nächsten Kugeln fliegen, sind die austauschbaren Dialoge vergessen und kein weiterer Gedanke wird an die unlogischen Zusammenhänge verschwendet. Sofern der Zuschauer diese Voraussetzungen erfüllt, kann er durchaus seinen Spaß haben – auch wenn man sich ebenso über die leblose Hightech-Präsentation aufregen oder schnell daran langweilen könnte.
Ich persönlich stehe jedenfalls auf die Aufmachung und konnte prima in den Film versinken, weshalb die angesprochenen Makel nicht mehr allzu schwer ins Gewicht fielen.
Man kann Ultraviolet mit gemischten Gefühlen gegenüberstehen, doch letztlich siegte auch bei mir der Style über den Rest. Die Inszenierung war launig, stets flott erzählt und für sinnfreie Unterhaltung absolut brauchbar. Nichts wirklich Besonderes, aber für zwischendurch definitiv geeignet und ansonsten nicht weiter der Rede wert.
6,5/10
Fotocopyright: Sony Pictures Home Entertainment


