Inhalt

Silver Rock ist eine beschauliche Kleinstadt, welche sich kurz vor der Wahl ihres neuen Bürgermeisters befindet. Sheriff Jim Dillon hält sich aus all dem Trubel heraus und versucht seinen bescheidenen Job so gut, wie möglich zu machen und jedem großen Ärger gekonnt aus dem Weg zu gehen. Eines Tages jedoch fällt eine Gruppe irrsinniger Rocker in das Örtchen ein und riegelt die Zufahrten ab. Die Bewohner werden quasi allesamt als Geiseln gehalten, bis eine alte Rechnung endlich beglichen ist…

Fazit

Dank Guy Pearce wurde „Disturbing The Peace“ zu einem persönlichen No-Brainer, doch so leicht kann man sich von einem sympathischen Schauspieler täuschen lassen – oder sagen wir so: jeder gute Schauspieler hat auch mal einen Tiefpunkt in seiner Kariere.

Die Geschichte von „Disturbing The Peace“ ist so simpel wie doof. Ein paar äußerst dämlich wirkende Rocker schafft es tatsächlich eine ganze Stadt in die Gewalt zu bekommen – und kein Bürger ist zu einer Revolte in der Lage, obwohl es dafür genügend Möglichkeiten gab. Deren Anführer mag durchaus etwas Charisma aufweisen, beim Rest kann bei Weiten nicht davon gesprochen werden.

Allgemein war die Leistung aller Darsteller ziemlich mäßig und die extrem schwache deutsche Synchronisation macht es einfach nicht besser. Es wirkt als wäre der Titel von wenigen Personen während den Pausen zu seiner richtigen Synchronisation eingesprochen und Emotionen überwiegend ein Fremdwort.

Technisch wird auch Niemand vom Hocker gehauen. Die Kameraführung ist okay, aufwändige Effekte schon gar nicht erst vorhanden und überhaupt fühlt man sich eher in einem Amateur- statt hochwertigen Hollywood-Titel. Das Budget schien überschaubar und genau so schaut das Ergebnis dann auch aus. Es ging wahrscheinlich alles für Pearce drauf und der Rest musste mit eingeschränkten Mitteln auskommen.

Die Liste der Mankos bei „Disturbing The Peace“ ist lang und dennoch vermag ich dieses Werk nicht endgültig zu verteufeln. Hat man sich erst einmal mit der billigen Aufmachung, schwachen Handlung und unterirdischen Lokalisation abgefunden, baut sich irgendwann ein solider Verlauf auf und man bleibt bis zum bitteren Ende – eher so interessehalber – dran. Wer diesen Film nicht kennt, hat nichts verpasst, hartgesottene und leidenswillige Actionfans schauen vielleicht mal später bei einem Streaming-Anbieter rein.

5,5/10

Fotocopyright: Constantin Film (Universal Pictures)