(Asien-)Filme, Serien, Videospiele, Fotografie

Schlagwort: Besprechung (Seite 2 von 127)

Mulan (2020)

Inhalt

Das Kaiserreich wird von einer fremden Macht bedroht und die Regierung versetzt das Land in Alarmbereitschaft. Aus jedem Haus soll ein Kämpfer für ein neues Heer rekrutiert werden und leider trifft das auch auf die Familie von Mulan zu. Da sie ihrem alten Vater den gefährlichen Einsatz jedoch nicht zutraut, schnappt sie sich Schwert und Kleidung, macht sich als Mann getarnt auf den Weg zur Armee…

Fazit

Der Mythos um „Mulan“ wurde bereits mehrfach, sogar bereits von Disney selbst in Zeichentrickform umgesetzt und jede Variante zeigte ihre individuellen Stärken und Schwächen. Während die Einen eine eher realistische Herangehensweise in Betracht zogen, setzte Hollywood anno 2020 in erster Linie auf eine opulente audiovisuelle Umsetzung – für die das 4K-Format geradezu prädestiniert erschien.

Der aktuelle „Mulan“-Streifen lebt also weniger von einer tiefgreifenden oder gar wendungsreichen Geschichte, serviert uns vielmehr einen optischen Hochgenuss in Reinform. Das Auge kann sich kaum an aufwändigen Kostümen, atemberaubenden Kulissen und krachend inszenierten Schlachten satt sehen. Man spürt einen hohen Aufwand und gehobenes Budget zu jeder Sekunde und vergisst dabei gerne, wie Austauschbar und Unoriginell die Handlung im Grunde eigentlich war.

Die Geschichte war so simpel, wie vorhersehbar und schon dutzende Male in ähnlicher Form zu sehen gewesen. Doch nicht nur die hübsche Inszenierung, auch die liebenswerten Darsteller kaschierten dieses Manko mit Bravour. Vor allem unsere Hauptfigur wurde mit der hübschen Liu Yifei perfekt besetzt und einen Jet Li, Donnie Yen oder Jason Scott Lee wieder zu sehen, tat als Asienfilmfan richtig gut. Gong Li als Magierin war ebenfalls ein echter Hingucker.

Der Filmverlauf war überwiegend kurzweilig gestaltet und platzierte seine regelmäßigen Schlachten mit Bedacht. Man achtete darauf, dass sich ruhigere und aufregendere Momente gut die Waage hielten – und natürlich auch darauf, dass die Kämpfe nicht zu blutig für das jüngere Publikum ausfielen. Auch ohne großes Blutvergießen kamen diese aufgrund ihrer sagenhaften, tänzerischen Choreografie aber super aus und ließen nichts missen.

Auf der einen Seite ist „Mulan“ ein echter Hingucker, der mit geballter Macht seine Schwächen kaschiert, auf der anderen Seite aber auch wie ein großes Wiedersehen mit alten Freunden. Tatsächlich hat mir der geniale Cast fast schon mehr Freude als die prachtvolle Inszenierung gemacht, unterm Stich dürfte – grade für das angepeilte Publikum – aber eher Ersteres im Vordergrund stehen. So unterm Strich liefert uns Disney einen knallbunten, familiengerechten Historenfilm, der im Grunde alles richtig macht und zu überzeugen wusste. Für mich fehlt zwar am Ende der gewisse Kick zu einer höheren Wertung, doch die investierte Zeit habe ich keineswegs bereut.

7,5/10

Fotocopyright: Disney

Born 2 Die

Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.

Inhalt

Eigentlich sah für Tony alles nach einem gelungenen Beutezug aus – doch seine gestohlene Ware ist heißer, als er zunächst vermutet hat. Es handelt sich um schwarze Diamanten, für die sogar sein Auftraggeber sterben musste. Nun ist ein Gangsterboss hinter diesen Steinen her und hat sich im Austausch dafür seine Tochter geschnappt. Zu allem übel taucht ein mysteriöser Asiate mit überragenden Kampfeskünsten auf und macht ihm ebenfalls das Leben schwer…

Fazit

Nach der spontanen Sichtung von „Romeo must Die“ war es Ehrensache auch dem inoffiziellen Nachfolger „Born 2 Die“ eine Chance zu geben und einen kurzweiligen Abend zu erleben.

Erneut hat Regisseur Andrzej Bartkowiak den asiatischen Superstar Jet Li für eine westliche Produktion verpflichten können und erneut verzückt er das breite Publikum mit seinen hinreichend bekannten Kampfeskünsten. Auch wenn hier seine Rolle zunächst etwas gewöhnungsbedürftig angelegt ist, freut man sich über seinen Auftritt.

Vom Stil her unterscheidet sich das Werk zudem deutlich von beispielsweise „Romeo must Die“ – sprich: statt eher ruhigeren Momenten gibt es hier fast Non-Stop Action und eine auffälligere Musik treibt das Geschehen heftiger als zuvor an. Es gibt weniger Dialoge und das Tempo ist deutlich höher. Man gönnt den Protagonisten und dem Zuschauer kaum Zeit zum Verschnaufen, strich unnötige Einlagen wie eine Liebesgeschichte oder unbedeutsamen Klamauk völlig heraus. In meinen Augen konsequent und vollkommen akzeptabel – zumal es auch nicht vollends unlustig zur Sache ging und gerade Tom Arnold in einer genialen Nebenrolle immer wieder zu Schmutzlern animierte.

Die Action – Dreh- und Angelpunkt des Filmes – ist einwandfrei einstudiert und effektvoll umgesetzt. Schicke Explosionen, eindrucksvolle Handkantengefechte und allgemein starke Stunts sorgen für beste Laune. Zwar bleibt ein Li auch hier weit hinter seinen Fähigkeiten, dennoch spielt er den Rest in Sachen Kampf locker an die Wand. Das große Finalgefecht mit Mark Dacascos lässt das Herz zudem höher schlagen und enttäuscht weder bei Inszenierung, noch beim Verhalten der Kontrahenten. Hier hat man ein gutes Gespür für einen passenden Cast und schmucker Inszenierung gehabt- auch wenn die CGI-Effekte heute stellenweise leicht angestaubt wirken.

Optik, Soundtrack und Darsteller sind absolut stimmig und harmonieren gut miteinander. „Born 2 Die“ wirkt trotz leicht schwächelnder Story sehr stimmig und überfordert keineswegs die grauen Zellen. Hier ist Abschalten und genießen gefragt – was gerade nach einem anstrengenden Arbeitstag nicht immer verkehrt ist. Freunde anspruchsloser Actionkost kommen garantiert auf Ihre Kosten und haben das Werk höchstwahrscheinlich schon längst im Regal stehen. Schade, dass die Macher nicht noch mehr Streifen ähnlicher Gangart heraus gebracht haben und Bartkowiak sich zuletzt mit dem schwachen „Street Fighter: The Legend of Chun-Li“ nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat.

7,5/10

Fotocopyright: Warner

Hard Hit

Inhalt

Eigentlich wollte Bankdirektor Sung-gyu auf dem Weg zur Arbeit nur mal kurz seine Kinder vor der Schule absetzen, doch dann durchkreuzt ein mysteriöser Anrufer dieses Vorhaben. Angeblich sei im Wagen eine Bombe versteckt und jeder Versuch des Ausstiegs führt unweigerlich zu deren Detonation…

Fazit

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als mir das Szenario nach wenigen Minuten so vertraut vorkam und mir dann sofort die deutsche Produktion „Steig nicht aus“ ins Gedächtnis schoss. Ich weiß nicht genau, ob unsere Version überhaupt ein Original ist (ich meine gelesen zu haben, dass es wohl ein spanisches Vorbild gibt), Fakt jedoch, dass die Koreaner den Titel nahezu 1 zu 1 adaptiert haben und kleinere Abweichungen wirklich mit der Lupe zu suchen waren.

Wer „unsere“ Verfilmung also kennt, kann quasi getrost auf die Sichtung des koreanischen Produktes verzichten. Die schon damals recht grundsolide Handlung mag zwar noch immer gut funktionieren, wird hier allerdings auch nicht um neue Aspekte oder extrem sehenswerte Elemente bereichert. Alles ist genau so, wie man es bereits kennt – nicht mehr, nicht weniger.

Sollte unsere Umsetzung jedoch nicht bekannt sein oder eine grundsätzliche Antipartie gegen deutsche Filme bestehen (so etwas gibt es leider sehr häufig, auch wenn ich es überhaupt nicht nachvollziehen kann), dann darf man hier getrost einen Blick riskieren und so wenigstens mal ein Blick auf die Ereignisse riskieren.

In seinem Kern ist „Hard Hit“ eine unterhaltsame und durchwegs spannende Angelegenheit. Die Handlung animiert zum Mitfiebern, auch wenn dieser Effekt nicht so krass, wie bei anderen Werken durchdringt. Man kann sich gut in die Hauptfiguren hineindenken und grübelt nach, wie man sich wohl selbst in solch einer primären Lage verhalten würde und vor allem, wie die Geschichte wohl zu Ende geht.

Das Pacing ist hierbei in Ordnung und gibt nur selten Raum für kleinere Längen, die als kurze Verschnaufpausen aber noch akzeptabel sind und unterm Strich nicht negativ ins Gewicht fallen. Es ging eigentlich immer ganz gut voran und auch wenn die Luft nie zum Schneiden dicht war, entwickelte sich ein angenehmer Sog.

Optisch war unser Produkt schon ziemlich gut und die Koreaner stehen diesem natürlich nicht nach. Mit hellen, warmen und scharfen Bildern wird das Auge bestens bedient und die deutsche Vertonung ging soweit klar. Man hat sicherlich schon Besseres gehört, doch in Relation (wir haben hier einen asiatischen Film und ebenfalls keinen dicken Blockbuster vor uns) konnte man nicht Meckern.

„Hard Hit“ erfindet das Rad nicht neu, gibt aber noch immer einen guten Thriller mit packendem Plot und soliden Unterhaltungswert ab. Für koreanische Verhältnisse mag der Streifen zwar nur überdurchschnittlich gut sein, doch das sollte Genrefreunde nicht von einer Sichtung abschrecken.

7/10

Fotocopyright: Capelight Pictures

Sector 7

Inhalt

Die Arbeiten auf einer koreanischen Bohrinsel gehen gemächlich voran und die Crew beginnt zu resignieren. Mit letzter Kraft wagen sie noch eine riskante Bohrung, doch statt dem erhofften Öl, steigt etwas Anderes aus der Meerestiefe empor…

Fazit

„Sector 7“ als Gesamtwerk zu bewerten, fällt mir schwer. Der Film besaß eine gemächliche Gangart und war über weite Teile ziemlich langweilig – um dann im letzten Drittel ein kleines Feuerwerk an Computereffekten und Kreaturen-Action abzuliefern.

Fast wollte ich schon die Vorspul-Taste auf meiner Fernbedienung bemühen und den Streifen im Schnelldurchlauf beenden, bis sich dann doch ein kleiner Sog-Effekt entwickelte und langsam die Spannung oder besser gesagt: der Unterhaltungsfaktor stieg.

Die Geschichte an sich war so lala und sicherlich keine Ausgeburt an Innovation oder unerwarteten Wendungen. Gerade aus Hollywood hat man alles schon einmal irgendwo gesehen, selbst das Bohrinsel-Szenario konnte da nicht wirklich punkten. Es war als Kulisse und für die Handlung natürlich unabdingbar, hat mich aber auch nicht sonderlich beeindruckt und keineswegs für zusätzliche Punkte auf meinem Scoreboard geführt.

Überrascht hat mich die behäbige Gangart und die blassen Charaktere. Man konnte zu keiner Figur eine engere Bindung eingehen, betrachtete alle als flach gezeichnete Statisten, deren Ableben ziemlich kalt ließ. Man schaffte es trotz einiger interessanter Elemente (Tierchen aus der Tiefe) kaum eine Spannungskurve zu errichten und den Zuschauer an den Schirm zu fesseln.

Wie bereits erwähnt, wäre das Treiben fast schneller als vorgesehen beendet worden, wären da nicht die letzten gut 20-25 Minuten, die den Karren aus dem Dreck gezogen haben. Der finale Kampf mit dem Ungeheuer war vielleicht etwas lang, aber keineswegs langweilig inszeniert. Bei mir kamen sogar richtige „Resident Evil“-Vibes auf und das Grinsen ins Gesicht wurde immer breiter. Die Soundbar hat richtig aufgedreht und die Laune sich sekündlich gesteigert. Auf einmal war die bis dato schmerzlich vermisste Kurzweil da und man wollte ein milderes Urteil über das gesamte Werk aussprechen.

„The Host“ war in Ordnung, aber für mich auch kein echter Überflieger und daher die Erwartungen an „Sector 7“ eher überschaubar. Präsentiert wurde uns dann letztlich ein weiterer Monster-Horror, der im Gegensatz zu seinem geistigen Vorgänger erst sehr spät in die Gänge kam und sich selbst einer besseren Wertung im Wege stand. Eine echte Empfehlung fällt mir schwer, doch ausdauernde Genrefreunde können durchaus mal reinschauen.

6/10

Fotocopyright: Alive – Vertrieb und Marketing

Time and Tide

Inhalt

Tyler hat es nicht einfach im Leben. Nach einer durchzechten Nacht wacht er neben einer Polizistin auf und muss einige Monate später erkennen, was aus dem spontanen Abenteuer entstanden ist. Er möchte jedoch Verantwortung übernehmen und heuert bei seinem zwielichtigen Onkel bei dessen ebenso zwielichtiger Personenschutz-Agentur an…

Fazit

Alle Jahre wieder halte ich Ausschau nach einem angemessenen Release des Streifens und alle Jahre wieder greife ich letztlich auf die qualitativ wenig ansprechende DVD aus meiner Sammlung zurück. „Time and Tide“ ist eine echte Perle, die endlich eine adäquate Veröffentlichung verdient hat – nun aber immerhin mit einem aufgefrischten Review meinerseits gewürdigt wird.

Bei seinem damaligen Erscheinen stritten sich bereits die Filmkritiker im Internet. Die Erwartungen an ein neues Werk von Tsui Hark waren hoch und die Enttäuschung stellenweise groß. Ich bin ganz unvoreingenommen an den Streifen herangegangen, wurde bereits nach wenigen Augenblicken voll in das Szenario hineingezogen und habe mich keine Minute gelangweilt.

„Time and Tide“ ist asiatisches Popcorn-Kino in seiner reinsten Form und vereint viele unterschiedliche Elemente äußerst geschickt und vor allem mit einem perfekten Pacing miteinander. So treffen romantische und teils recht lustige Momente auf knallharte und atemberaubende Actioneinlagen, die sich vor keinem Blockbuster verstecken müssen. Das Tempo war durchwegs hoch, lässt dem Zuschauer aber immer mal wieder Zeit zum Verschnaufen, ohne ihn dabei zu langweilen.

Die symphytischen Darsteller harmonierten prima miteinander und bauten schnell eine Verbindung mit uns auf. Man konnte sich gut in den armen Tyler hineindenken und seine Motivationen erst recht verstehen. Ich war sogar von seinem stylischen und noch immer sehr modischen Auftreten beeindruckt und habe ihn nicht zuletzt auch hierdurch sehr ins Herz geschlossen. Für seine Angebetete hätte man auch keine hübschere Dame als Cathy Chui besetzen können. Die Chemie passt, die Stimmung knistert bei jeder Begegnung.

Wenn es mal kracht, dann richtig. Zwar konnten die CGI-Effekte weder 2000, noch heute sonderlich vom Hocker reißen, doch die atemberaubend choreografierten Gefechte und brachialen Schusswechsel machen dieses Manko wieder wett. Die Optik und einzelne Elemente (z.B. kurz eingeblendete Tauben) erinnern an Produkte von Großmeister John Woo, trotzdem ist alles auf eigene Weise genial und somit äußerst sehenswert umgesetzt. Man spürte, dass Fachleute am Werk waren und diese sich richtig austoben konnten.

Bis dato schwache DVD-Veröffentlichung hin oder her. Der Inhalt zählt und da kann man sich bei „Time and Tide“ einfach nicht beschweren. Das Ding trifft selbst nach dutzenden Sichtungen noch immer voll meinen Nerv und holt mich direkt nach seinem Vorspann bis zum bitteren Ende ab. Ich genieße stets jede Sekunde dieses Meisterwerkes und freue mich immer wieder über seine extrem gute Balance und natürlich den grandiosen Darstellern. Nicholas Tse und Wu Bai liefern hier auf Augenhöhe ab, begeistern im Kugelhagel oder bei freundschaftlichen Dialogen. Für mich ist der Titel ein Must-Have und eine schöne (deutsche) Blu-Ray recht weit oben auf meiner Wunschliste. Highscore!

10/10

Fotocopyright: Sony Pictures Home Entertainment

The Witch -Part 2: The Other One

Inhalt

Nach einem blutigen Zwischenfall in einem Forschungskomplex, gelingt einem jungen Mädchen die Flucht und sie lernt zum ersten Mal die Welt außerhalb der Mauern kennen. Über einen kleinen und nicht minder blutigen Umweg landet sie bei Kyung-hee und ihrem Bruder, die sie fürsorglich aufnehmen. Der neue Frieden ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn die Jagd nach der Flüchtigen hat bereits begonnen…

Fazit

Der Vorgänger hat die Messlatte extrem hoch gelegt und entsprechend die Erwartungen an dessen Fortsetzung. Vorweg sei bereits verraten: an die Klasse von „Subversion“ kommt „The Other One“ zwar nicht ganz heran – trotzdem servieren uns die Koreaner einen Actionstreifen, der sich sehen lassen kann und das Heimkino mit furiosen Gefechten erneut zum Beben bringt.

Die Sicherung des Erstlings mag zum besseren Verständnis sicherlich zum Vorteil sein, ist aber kein unbedingtes Muss. Man findet sich in der Geschichte prima zurecht, auch wenn die Erzählstruktur am Anfang noch leicht fragmentiert wirkt und sich erst nach und nach ein wenig lichtet. Immerhin erhöht dies direkt die Aufmerksamkeit und irgendwann ist man problemlos >drin< und setzt die Mosaikstücke mühelos zusammen.

Der Erzählfluss war sehr gut. Ruhigere und hektischere Passagen wechselten sich wieder in einem angenehmen Tempo ab, hielten den Zuschauer stets bei der Stange. Diesmal hat man sogar ein wenig Humor einfließen lassen – welcher zum Glück richtig dosiert wurde und die insgesamt eher ernste Gangart nicht verwässerte. Die Macher hatten ein ausgezeichnetes Gespür, um auch hier die Balance zu halten und den Bogen in keiner Richtung zu überspannen – abgesehen von krassen Finale, bei dem alle Dämme brechen und das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht zu bekommen war.

Die Gefechte waren dann wieder mal mein persönliches Highlight. So genial erdachte und optisch beachtlich inszenierte Duelle bekommt man nur selten zu Gesicht und umso größer die Freude hierrüber. Wenn es bei diesem Streifen zur Sache ging, dann aber richtig und nicht gerade zimperlich. Hier lässt sich die Handschrift der Macher (Studiowechsel hin oder her) nicht verleugnen – und das war auch gut so.

Obwohl die Darsteller nahezu komplett ausgetauscht wurden und der Fokus nun auf einer neuen Figur lag, hatte dies keine Auswirkung auf das Gelingen des Projektes. Die neuen Gesichter haben durch die Bank weg überzeugt und standen ihren Kollegen leitungstechnisch in Nichts nach. Es gelang sogar eine annähernd großartig agierende Hauptrolle zu besetzen und alle Sympathien – egal in welcher Lage – auf sie zu lenken. Park Eun-bin konnte Drama genauso gut wie abgebrühte Action und dazwischen drollig durch den Supermarkt schlendern, um mit wilden Fressattacken zum Lachen zu animieren.

Bei einem koreanischen Film muss man wohl kaum noch über Technik sprechen und deshalb sei dies hier nur am Rande erwähnt. Ich schreibe immer so gerne über die markante „Korea-Optik“ oder den unverwechselbaren „Korea-Look“, der natürlich auch hier wieder präsent war und mit hochwertigen Bildern bestach. Für mich da eher erwähnenswert die erneut lobenswertige deutsche Synchronisation, die uns gar nicht erst auf die Idee zum Wechsel auf den O-Ton mit Untertiteln brachte und den Film ohne Hürden genießen ließ.

Wer „Subversion“ mochte, wird auch „The Other One“ direkt ins Herz schließen. Der Fortsetzung fehlt es vielleicht an Überraschungsmomenten, die dem Vorgänger aufgrund seiner damals noch sehr frischen Handlung vorbehalten waren, doch das ist Meckern auf hohem Niveau. Erneut garniert man uns perfekt choreografierte, wuchtige Action – die Hand in Hand mit „normalem“ mit nicht minder spannenden Spielfilmelementen einher ging und sogar etwas Witz mit sich brachte. Im tollen Beiheft des Mediabooks habe ich mehr über die komplizierte Entstehungsgeschichte des Filmes erfahren – würde mich aber dennoch freuen, wenn man sogar noch einen dritten Teil herausbringen würde. Vielleicht kann man hier die Geschichten der Charaktere ja irgendwie sinnig und gewohnt brachial überschneiden lassen…

8,5/10

Das Testexemplar wurde freundlicherweise von Alpha Film bzw. mediabook.shop zur Verfügung gestellt! Vielen Dank!

Weitere Infos & Bestellung unter:
https://mediabook.shop/news/alpha-film-the-witch

The Witch – Part 1: Subversion

Inhalt

Die junge Koo Ja-yoon lebt als Adoptivtochter bei leben Pflegeeltern in recht einfachen Verhältnissen. Um die finanzielle Lage der Familie zu verbessern meldet sie sich bei einer Talentshow im Fernsehen an und hat mit ihren beeindruckenden Zaubertricks tatsächlich gute Aussichten auf einen lukrativen Erfolg. Leider werden mit diesem Auftritt auch finstere Gestalten aus ihrer Vergangenheit auf sie aufmerksam und kreuzen alsbald ihren Weg…

Fazit

Wieder einmal gilt der alte Spruch: besser spät, als nie.

Vielleicht wurde damals etwas unglücklich kommuniziert oder besser besagt betitelt, dass es sich bei „The Witch: Subversion“ um den Auftakt einer Reihe handelt (zumindest ließ es der Hinweis „Part 1“ vermuten) und ich deshalb erst bis zu einer Fortsetzung warten wollte – um nicht mittendrin und vielleicht ohne befriedigenden Abschluss wortwörtlich in die berühmte Röhre schauen zu müssen.

Zunächst sei gesagt, dass die „Angst“ zum Glück völlig unbegründet war. Für sich allein ergab der Film bereits Sinn, wirkte absolut rund und wurde vor allem vernünftig zu Ende erzählt. Zwar ließ man sich aufgrund der durchaus komplexen Handlung ein Fenster zum weiteren Ausbau offen, aber mit dem gebotenen Finale hätte man bereits gut leben können.

„Subversion“ war ein Werk, welches sich zu Beginn ein wenig Zeit ließ und ganz behutsam den Adrenalinpegel nach oben schraubt. Besonders das letzte Drittel stand in einem krassen Kontrast zum Rest und lieferte dann ein Dauerfeuer aus harter Action, irren Storywendungen und coolen Figuren in geballter Form. Alles was sich im Vorfeld aufgestaut hatte, wurde nun von der Leine gelassen und ließ den Zuschauer mit heruntergeklappter Kinnlade vor dem Schirm (oder in meinem Falle: der Leinwand) erstaunen.

Die Mischung aus eben diesem ruhigen Auftakt mit ausführlicher Zeichnung seiner Charaktere und dem kompromisslosen Aufeinandertreffen selbiger im Finale war einfach genial und harmonierte super miteinander. Kein Part war langweilig und kein Part war im Gesamtbild zu lang oder zu kurz geraten. Es fühlte sich manchmal beinahe so an, als würde man zwei grundverschiedene Filme schauen – die dann doch miteinander schlüssig verwoben wurden und sich prima ergänzten.

Streng genommen war die Grundgeschichte nicht unbedingt ein Musterbeispiel für Originalität, aber ihre Erzählstruktur kaschierte dies hervorragend und verdient dafür schon wieder großes Lob. Durch seine zunächst beschauliche „Teenie-Handlung“ führte uns der Titel über weite Strecken aufs Glatteis, bzw. lenkte von seinen eigentlichen Intentionen ab – weshalb er uns mit seinen kleineren (und später auch größeren) Gewaltspitzen immer wieder angenehm überraschen konnte.

Sensationell agierte Hauptdarstellerin Kim Da-mi, die mit einem großen Fundus an Mimiken daher kam und die enorm unterschiedlichen Züge ihrer Figur überzeugend zum Besten gab. Sie ging in Ihrer Rolle auf, stahl allen anderen – ebenfalls enorm gut aufgelegten – Kollegen die Schau und sorgte oft für großartige Gänsehautmomente.

Technisch zeigte sich der Streifen von seiner besten Seiten und leistete sich keine Schwächen. Das Geschehen kam in einen gewohnt hochwertigen „Korea-Look“ daher und lud ab der ersten Sekunde zum Abtauchen ein. Die brachiale Sound-Abschmischung ließ beim Schlusspart so richtig die Muckis spielen und schüttelte das Heimkino mit jedem Schlag der sich beharkenden Akteure ordentlich durch. Das Grinsen wurde von Sekunde zu Sekunde breiter und eine Wertung im hohen Punktebereich für mich immer gewisser.

„The Witch: Subversion“ ist koreanisches Unterhaltungskino in nahezu perfekter Form. Audiovisuell beeindruckend, von der Handlung her extrem spannend gemacht und von allen Beteiligten erstklassig gespielt. Langweile hatte trotz vieler ruhiger Momente keine Chance und spätestens beim derben Finale blieb man kaum mehr ruhig auf dem Sofa hocken. Man fühlte sich wie in einem Rausch aus Blut und ästhetischen Aufnahmen, wollte noch lange nicht den drohenden Abspann erblicken und mehr Zeit mit seinen Bildschirmhelden verbringen. Dankenswerterweise fuhr man hiervor noch einmal den Puls herunter und stimmte uns auf den Fortgang der packenden Handlung ein – auf den ich nun natürlich extrem gespannt bin. Für mich ist diese >Hexe< definitiv ein Überraschungstitel und auf jeden Fall mehr als nur eine warme Empfehlung wert!

9/10

Fotocopyright: Alpha Film

Das Testexemplar wurde freundlicherweise von Alpha Film bzw. mediabook.shop zur Verfügung gestellt! Vielen Dank!

Weitere Infos & Bestellung unter:
https://mediabook.shop/news/alpha-film-the-witch

Heavy Rain (Playstation 4)

Inhalt

Der so genannte „Origami-Killer“ treibt sein Unwesen und hält die Stadt in Atem. Vermisste Kinder werden nach einigen Tagen nur noch tot aufgefunden und die Polizei tappt im Dunkeln. Der Spieler schlüpft nun in die Rolle von mehreren Personen und erlebt die Geschichte rund um die schwierigen Ermittlungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln…

Gameplay

Mit „Heavy Rain“ gingen die Programmierer von „Quantic Dream“ damals (ursprünglich auf der Playstation 3) in großen Schritten in die Richtung, die sie später mit „Detroit became Human“ beinahe perfektioniert hatten. Statt auf reale Filmsequenzen zu setzen, bewegt sich der Spieler in einer realistisch nachgebildete 3D-Umgebungen und manövriert seine Figuren aus der Third-Person-Perspektive.

Es gilt Indizien zu untersuchen, mit Figuren zu sprechen oder schlichtweg seine auf Knopfdruck eingeblendeten Gedankengänge abzuarbeiten. An bestimmten Stellen werden die passenden Tasten bzw. Bewegungen eingeblendet und der Spieler muss diese entsprechend korrekt arbeiten. Diese Aktionen sind überwiegend ruhig und verzeihen Fehleingaben, hin und wieder gibt es jedoch ein paar hektischere Quicktime-Events – die durchaus über Leben und Tod entscheiden.

Überhaupt gibt es meist verschiedene Handlungsweisen oder Dialogentscheidungen, die den Fortgang der Geschichte beeinflussen. So ergibt sich bei Bedarf ein relativ hoher Wiederspielwert, da verschiedene Varianten ausprobiert werden können.

Spielzeit

Auch dieser Titel lebt – wie beim Gameplay bereits angesprochen – von unterschiedlichen Herangehensweisen bzw. Entscheidungen, die zu den unterschiedlichen Enden führen. Für einen einfachen Durchgang habe ich zirka 10 Stunden benötigt.

Präsentation

Optisch war „Heavy Rain“ bei seinem Debüt auf der Playstation 3 ein echter Hingucker, doch selbst zu seinem Re-Release auf der Playstation 4 nur noch „in Ordnung“. Die Figuren schauen manchmal etwas seltsam aus und vor allem die Größenverhältnisse gegenüber Gegenständen sind nicht immer optimal eingefangen – trotzdem kann man es noch einigermaßen gut anschauen.

Probleme bzw. Bugs hatte ich dagegen beim Sound. Die Sprachausgabe war teilweise extrem leise, hallig und kratzig. Ein Verstellen in den Einstellen wurde schlichtweg gar nicht übernommen und bei jedem neuen Programmstart waren zudem stets englische Untertitel aktiviert. Ansonsten waren die Sprecher insgesamt durchschnittlich und die Musik zuweilen etwas nervig.

Positiv

  • interessante Geschichte
  • unterschiedliche Sichtweisen
  • variabler Handlungsverlauf (Wiederspielwert)
  • angenehm düstere Grundstimmung
  • gut geschriebene Charaktere

Neutral

  • leicht angestaube Technik
  • mittelprächtige Sprecher
  • Storytechnisch manchmal etwas Leerlauf

Negativ

  • frustrierende Steuerung
  • technische Macken

Fazit

„Heavy Rain“ war für mich keine leichte Kost. Das Gameplay an sich geht in Ordnung, doch die verkorkste Steuerung hätte mich nach wenigen Minuten schon fast wieder zum erneuten Abbruch bewegt. Interaktive Filme (so nenne ich das Ganze einfach mal) möchte ich relativ unkompliziert genießen, die Story einatmen und mich nicht ständig über mangelnde Kontrolle der Figuren aufregen.

Wie dem auch sei. Wer ein wenig frustresident ist und spannende Geschichten trotz kleiner erzählerischer Längen zu schätzen weiß, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Das Spiel wirkt aufgrund seiner Technik zwar etwas Eckig und Kantig, besitzt aber durchaus Charme und verdient es noch heute gespielt zu werden. Wenn man grade frisch von „Detroit become Human“ kommt, ist der Rückschritt zwar schwer, doch die lobenswerten Ansätze durchaus zu erkennen.

„Heavy Rain“ ist ein solides Adventure mit erzählerischen Höhen, aber technischen Tiefen. Falls Ihr es noch nicht kennt, schaut mal kurz in Gameplay-Videos rein und entscheidet, ob ihr euch hierauf einlassen möchtet. Ich fand den Titel solide – aber mittlerweile nicht mehr so überragend, wie die Fachpresse ihn einst gefeiert hat.

Grafik: 7/10
Sound: 5/10
Gameplay: 5/10
Gesamt: 6,5/10

Fotocopyright: Quantic Dream/Sony Interactive Entertainment

Along the Edge (Nintendo Switch)

Inhalt

Eine junge Dame erbt das Haus ihrer bis dato relativ relativ unbekannten Großmutter und bricht umgehend alle Zelte ab, um dort hinzuziehen. Nach ihrer Ankunft findet sie nicht nur ein riesiges Anwesen mit verschlossenen Räumlichkeiten vor, sondern erlebt auch eine ablehnende Haltung der Dorfbewohner…

Gameplay

„Along the Edge“ ist ein so genannter „Visual Novell“, bei dem der Fokus auf dem Lesen von Texten und dem Abtauchen in der Geschichte liegt. Es handelt sich quasi um einen digitalen Roman mit vielen Illustrationen, den man im eigenen Tempo durchklicken darf.

Hin und wieder stellt uns das „Spiel“ dabei vor die Wahl, beispielweise in welcher Reihenfolge etwas abgearbeitet werden soll oder wohin das nächste Gespräch gelenkt wird. Dabei kamen mir manche Entscheidungen allerdings wie Augenwischerei vor – denn letztlich veränderte sich nur die Reihenfolge und am Ende wurden sowieso alle Punkte durchgegangen.

Etwas hakelig war die Steuerung. Ein leichter Tastendruck genügte oft, um ausersehen gleich mehrere Sätze zu überspringen – doch zum Glück gab es eine Gesprächshistorie, um alles noch einmal nachzulesen. Das war schon etwas nervig, aber machbar.

Spielzeit

Ich habe die Switch immer mal wieder Zwischendurch (Werbepausen im TV, etc.) in die Hand genommen und die reine Zeit nicht gestoppt. Einige Webseiten berichten von rund vier bis fünf Stunden – was ungefähr passen dürfte und sich irgendwo ja auch an der eigenen Lesegeschwindigkeit orientiert.

Präsentation

Die Geschichte war hübsch illustriert und komplett in Standbildern erzählt – was eine Bewertung der allgemeinen Optik entsprechend schwer macht. Der Stil der Zeichnungen war schön, die Präsentation (wie gesagt nur im niedrig aufgelösten Handheld-Modus gespielt) doch ein wenig pixelig.

Es gab keinerlei Sprachausgabe und die Musik hielt sich extrem unauffälig im Hintergrund – was so wenigstens nicht beim Lesen störte.

Positiv

  • digitaler Roman zum selber lesen
  • spannende Geschichte
  • schöne Illustrationen
  • schneller Einstieg & prima für Zwischendurch

Neutral

  • überschaubare Spielzeit
  • wenige Animationen
  • „hakelige Steuerung“

Negativ

  • keine Sprachausgabe
  • recht kleine Untertitel (Handheld-Modus)
  • manche Entscheidungen gefühlt ohne größere Konsequenzen oder Reihenfolge gleichgültig

Fazit

Richtige Bücher kann „Along the Edge“ nicht ersetzen, jedoch als nette Alternative zum klassischen Lesen angesehen werden. Dank hübscher Bilder gab es neben den vielen Texten auch was für das Auge und die kleinen eingebauten Auswahlmöglichkeiten geben immerhin ein wenig Gefühl von Interaktion.

Unterm Strich punktet das Werk aber sowieso weniger mit Gameplay und Präsentation, sondern vielmehr mit seiner Geschichte. Diese war nett präsentiert, durchwegs interessant erzählt und recht kurzweilig gestaltet. Wer sich mit dieser Art von Spiel anfreunden kann – und vielleicht auch eine Alternative zu den üblichen Anime-Vertretern auf diesem Sektor sucht – darf gerne mal einen Blick riskieren. Obwohl die Story gut war und das Lesen ordentlich bei Laune hielt, ist unterm Strich für das eigentliche „Spiel“ allerdings keine höhere Wertung drin.

Grafik: 6/10
Sound: 3/10
Gameplay: 3/10
Gesamt: 6/10

Fotocopyright: Nova-box

Star Trek 13 – Beyond

Inhalt

Ein Hilferuf reißt Kirk und seine Crew aus dem langweiligen Alltagstrott und schnell wird Rettungsaktion in die Wege geleitet. Am Ziel angelegt, bemerkt man den Hinterhalt allerdings zu spät und die Enterprise strandet völlig zerstört auf einem fremden Planeten…

Fazit

Nach zwei sehr soliden Vorgängern hatte ich damals richtig Bock auf „Beyond“ und blieb nach dem Gang aus dem Kino ein wenig desillusioniert zurück. Gesehen hatte ich sicherlich keinen schlechten Film und vor allem gab es grade im Bereich Humor einige Glanzpunkte zu verzeichnen – doch an das hohe Niveau eines „Into Darkness“ kam man leider nicht größeren Abstand nicht heran.

„Beyond“ hatte das Problem, welches in meinen Augen auch die Kino-Adaptionen von „Next Generation“ begleitete – alles fühlt sich eher nach einer besseren Serien-Doppelfolge, denn nach einem großen Blockbuster an. Die Technik allgemein war überragend, die Effekte grandios, die Kulissen glaubhaft gestaltet, aber bei der Handlung hing das strahlende Konstrukt gnadenlos und wusste nicht durchgängig an den Schirm zu fesseln durch.

Eine eher schwache und vorherschaubare Geschichte wurde mit offenkundigen Logik-Lücken bestückt und nicht immer konnte man problemlos darüber hinwegschauen. Neben netter Action gab es immer mal wieder kleinere Längen, die uns quasi zum Nachdenken gezwungen haben – und spätestens hier wurden die groben Patzer bei der Ausarbeitung sehr offenkundig.

Auch wenn der Streifen bereits ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, möchte ich hier nicht großartig spoilern. Es sei allerdings verraten, dass gerade die Zeichnung unseres Bösewichtes arg unter einigen nicht ganz nachvollziehbaren Aspekten litt und hierdurch kein so charismatischer Gegenspieler (wie zuvor Kahn) ins Leben gerufen wurde. Natürlich legte dieser die Messlatte im Trekkie-Universum extrem hoch, doch aus Elba hätte man durchaus einen ähnlich markanten Fiesling machen können.

Was den Titel vorm totalen Mittelmaß rettete, war sein Witz und auch sein Charme. Insbesondere „Pille“, Spock und „Scotty“ haben mir besser als je zuvor (in der Neuauflage) gefallen. Die Chemie der Darsteller untereinander hat perfekt gepasst und die Dialoge waren teils zum Brüllen komisch. Hier schienen die Beteiligten wirklich Spaß an der Arbeit gehabt zu haben und übertrugen diese „Vibes“ ohne Abstriche an das Publikum.

„Beyond“ war vor allem im letzten Drittel eine unterhaltsame Angelegenheit – bis dorthin zwar nett, aber eher unspektakulär und leicht fad. Wie bereits erwähnt machten einige Gags (und ein cooler Song) aber enorm Laune und das Ergebnis ist am Ende dann doch gar nicht mehr so übel. Ich habe von dieser Crew jedenfalls noch lange nicht genug und hoffe, bald mal wieder in ein etwas fetzigeres Abendteuer mit ihnen abtauchen zu dürfen.

6,5/10

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)

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