Inhalt

Das Jahr 2017. Amerika befindet sich im zweiten großen Bürgerkrieg, der das Land in weiten Teilen völlig zerstört hat. In den wenigen verbleibenden Städten tobt der Handel mit illegalen Waren und anderen zwielichtigen Geschäften. Inmitten dieser Wirren versucht sich auch Barbesitzerin Wire über Wasser zu halten…

Fazit

„Barb Wire“ ist ein Phänomen und sicherlich auch irgendwo ein Kind seiner Zeit. Eventuelle Comicvorlagen hin oder her, der Film wurde um seine aufreizende Hauptdarstellerin herum konzipiert – und wirkt insgesamt recht bizarr und eigenwillig.

So an für sich ist der Streifen ganz okay, aber kein großer Wurf. Er besaß zwar ein nettes Artdesign und eine erstaunlich gefällige Atmosphäre, in Erinnerung blieb er aber eigentlich nur wegen Pamela Anderson, die mit vollem Körpereinsatz zu überzeugen wusste.

Die Story war weder sonderlich originell, doch mit spektakulärer Action ausstaffiert, immerhin halbwegs kurzweilig erzählt und so kein totaler Ausfall. Auf dem Schirm war eigentlich immer was los und so vergingen die knappen 100 Minuten vergleichsweise geschmeidig und man fühlte sich am Ende irgendwo recht passabel unterhalten.

Das Geschehen wirkte an den passenden Stellen angenehm düster, nahm sich dann mit überzogenen Figuren, Aktionen oder eben wegen der vielen blanken Haut nicht immer zu ernst. Manchmal fühlte man sich wie in einem soliden Sci-Fi- Streifen, manchmal kribbelte das Fremdschämen und man konnte nur mit dem Kopf schütteln.

Anderson zeigte sich zumindest optisch von ihrer besten Seite und war stets mit schnittigen Outfits unterwegs. Ihre Leistung war okay, aber weit von von Oscar-Qualitäten entfernt. Mein persönliches Highlight stellte allerdings Udo Kier dar, der mir nicht zuletzt beim Kehren der Bar einen Ohrwurm verpasst hatte. Er war ein kleiner Lichtblick unter den sonst eher mittelprächtig agierenden Kollegen.

„Barb Wire“ ist ein kruder Film, der heute in dieser Forum für mich kaum noch vorstellbar wäre. Oft unfreiwillig komisch und peinlich, dennoch mit einer ganz netten Grundstimmung und bemerkenswertem Unterhaltungsfaktor. So richtig vermag ich noch immer keine Empfehlung aussprechen, aber Kenner werden sowieso schon ein Urteil darüber gefällt – und das Teil nicht zuletzt wegen seiner Einzigartigkeit bereits im Regal stehen haben…

6/10

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