Filmbesprechungen

ES – Kapitel 2 (2019)

Inhalt

27 Jahre sind vergangen, die Jugendlichen von Damals erwachsen geworden und im ganzen Land verteilt. Eine erneute Mordserie treibt die ehemaligen Freunde wieder in die alte Heimat, doch nicht jeder vermag sich erneut der Gefahr zu stellen…

Fazit

Teil 1 konnte uneingeschränkt überzeugen, Teil 2 hingegen etwas weniger. Im Grunde wurde uns hier mehr vom Bewährten abgeliefert, doch der Funke wollte nicht mehr ganz überspringen. Das Geschehen wirkte in vielen Momenten extrem gestreckt und so stellenweise leider auch ein wenig langweilig.

Richtig gut war die Auswahl der Charaktere, die nun im Erwachsenenalter durchaus tolle Ähnlichkeiten zu ihren jüngeren Pendenten aufwiesen. Zwar haperte des direkt zu Beginn noch ein wenig mit der Identifizierung, doch dank der Verwendung umfangreicher Rückblenden kam schnell Erleuchtung in die Sache.

Die reiferen Akteure (u.A. James McAvoy oder Jessica Chastain) haben Ihre Aufgabe zwar auch ordentlich erledigt, kamen aber nie an ihre Vorlagen aus der Vergangenheit heran – und hieran lag auch die allgemeine Krux an dieser Fortsetzung.

Der Auftakt hatte den definitiv interessanteren Story-Part und hierdurch die höhere Aufmerksamkeit des typischen King-Zuschauers. Der Teil mit dem Erwachsenwerden war zumindest für mich spannender interessanter – schon im Buch und bei der Umsetzung von 1990. Man konnte sich hier viel besser fallen lassen und viel unbeschwerter den Aktionen des “Clubs der Verlierer” folgen – vielleicht war der Abschnitt mit den Erwachsenen teils zu nah an der eigene Realität.

Der kurzweilige Verlauf war eine große Stärke des Erstlings, doch wie bereits Eingangs erwähnt zog sich das Geschehen nun viel zu sehr in die Länge, wirkte stets konstruiert und künstlich gestreckt. Es gab im Vergleich zur 90iger-Variante ein paar neue Ideen, doch letztlich bildeten sie nur unnötiges Füllmaterial, die man so nicht unbedingt gebraucht hätte.

Das zweite Kapitel von “ES” ist sicherlich kein schlechter Film geworden, doch im direkten Vergleich zum ersten Aufschlag zieht dieser Teil klar den Kürzeren. Gerne hätte ich mehr von den jungen Akteuren und weniger von dem “Im Kreis laufen” der Erwachsenen gesehen, aber seis drum – manche Dinge sind einfach der Vorlage geschuldet und können nicht großartig verändert werden. Als “Komplettist” schaut man natürlich beide Teile weg, darf sich aber nicht so sehr an einem durchaus vernehmbaren Längen stören.

7/10

Fotocopyright: Warner

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