Filmbesprechungen

Burning 

Inhalt

Das Studium ist beendet und Jongsu kehrt in seine alte Heimat zurück. Dort kümmert er sich um das heruntergekommene Elternhaus und freundet sich erneut mit einer alten Mitschülerin an. Als diese nach einer Reise wiederkehrt und Jongsu eigentlich seine Liebe gestehen wollte, taucht ein weiterer Mann in ihrem Leben auf…

Fazit

Selten fiel mir in der letzten Zeit ein Fazit so schwer wie hier. Auf der einen Seite mag “Burning” ein intensives Kammerspiel zwischen drei brillant agierenden Darstellern sein, auf der anderen Seite konnte die gemächliche Gangart durchaus zu einer kleinen Zerreisprobe werden.

Mit rund 2,5 Stunden ist der Film lang und die Handlung dabei überschaubar. Oft passiert minutenlang nichts auf dem Schirm und nicht immer konnten die stilvoll aufgenommenen Bilder und das tolle Spiel der Figuren dies ausgleichen. Längen waren also deutlich wahrnehmbar und aus meiner Sicht leider nicht wegzudiskutieren – auch wenn sie Teil des sich langsam entfalteten Konzeptes waren.

Die Macher brachten so immerhin eine melancholische Grundstimmung herüber und zeigten mit Präzision, wie sich Jongsu zunehmend veränderte. Man konnte der unschönen Entwicklung gut folgen und sein Hineinsteigern in die unbequeme Situation sehr gut greifen.

Wie bereits erwähnt, haben die Darsteller eine tolle Leistung an den Tag gelegt und ausnahmslos überzeugt. Primär standen unsere drei Hauptcharaktere im Fokus, doch selbst die kleinsten Nebenrollen wurden mit überzeugenden Gesichtern besetzt und glücklicherweise auch gut vertont. Die deutsche Synchro gehörte zwar nicht zu den Besten auf ihrem Gebiet, dennoch war sie um Einiges besser als der übliche Durchschnitt für solche Filme.

Eifersucht, Neid und Einsamkeit sind die Zutaten für diesen gemächlichen Thrill. “Burning” war lang und stellenweise auch ein bisschen langatmig, konnte aber zum Glück über seine gesamte Laufzeit bei der Stange halten. Aufgrund seiner gemächlichen Gangart vermag ich allerdings keine uneingeschränkte Empfehlung auszusprechen und gebe daher nur für geduldige Zuschauer einen kleinen Tipp.

6/10

Fotocopyright: Capelight Pictures

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