Filmbesprechungen

The Divine Fury

Inhalt

Ein begabter MMA-Kämpfer wird plötzlich von Stimmen und Visionen heimgesucht, bekommt sogar eine seltsame Wunde an seiner Hand. Nachdem er bereits mit einem Medium gesprochen hat, sucht er Hilfe bei der Kirche und wird sogleich als Gehilfe für einen Exorzismus eingespannt. Scheinbar ist er für den Kampf gegen böse Dämonen auserkoren und musste erst auf diese Aufgabe hingestoßen werden…

Fazit

Für eine koreanische Produktion war das Thema recht ungewöhnlich, hierdurch aber auch nicht weniger interessant. Seine durchwegs düstere Aufmachung sorgte zudem ebenfalls für eine gewisse Aufmerksamkeit und so ließ sich die Sache recht gut angehen.

Wie bereits erwähnt, fiel der Streifen allein durch seinen Inhalt aus dem üblichen Raster. Statt hierbei jedoch auf übertriebene Fantasy-Action zu setzten, versucht man eher realistische Ansätze, nahm sich klar Klassiker wie “Der Exorzist” zum Vorbild. Die Inszenierung war dabei angenehm düster, wurde aber stellenweise durch leicht humorige und nicht zu flache Sprüche aufgelockert.

Besonders die Chemie der Beiden Hauptdarsteller, also des Meisters und des neuen Schülers hat hervorragend gepasst und punktete zuweilen mit überraschend tiefgründigen Dialogen. Leider gab es bei diesem an und für sich interessanten Konstrukt ein paar kleinere Durchhänger und Logiklücken – die trotz wohlwollenden Blicken und zugekniffenen Augen leider nicht zu verleugnen waren.

Immer wieder gab es so ein paar weniger gelungene Momente, die Aufmerksamkeit fuhr Achterbahn. Manchmal wollte man Vorspulen, manches Mal dagegen wieder mehr von gewissen Aktionen (grade im Actionbereich) erleben. Die Mischung war letztlich okay und hielt bei Laune, trotzdem hätte es etwas runder zur Sache gehen dürfen.

Für seine 18er Freigabe tat der Titel erstaunlich wenig. Es gab ein paar kleinere Fights und auch hier und da mal ein Organ und etwas Blut zu erblicken, doch unterm Strich war dies (selbst im Zusammenspiel mit der düsteren Grundstimmung) kein Grund für so eine hohe Einstufung. Abzüge gibt’s dafür natürlich nicht, doch die Erwartungen waren diesbezüglich etwas höher.

Irgendwie hatte ich mir beim Betrachten der Bilder etwas anderes (mehr so in Richtung MMA/Action) erwartet und im Kopf noch nicht den Bogen zum Mystery-Genre spannen können, doch mit laufender Spielzeit entfaltete das Werk sein eigenwilliges Konzept. Das Gebotene war dann auch nicht schlecht, hat mich am Ende aber auch nicht zu hundertprozent überzeugt. Es gab gute und auf den ersten Blick erfrischende Ansätze, letztlich hat man viel davon schon woanders gesehen und konnte sich die meisten Dinge problemlos (und ohne echte Überraschungen) zusammenreimen. Unterm Strich eine nette asiatische “Exorzist”-Variante, die Interessierte durchaus abholen kann und zumindest mir trotz einiger Mängel ganz solide gefallen hat.

6,5/10

Fotocopyright: Splendid Film/WVG

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