Filmbesprechungen

Prange – Man ist ja Nachbar

Inhalt

Ralf Prange ist der leicht kauzige Nachbar von Nebenan, der immer etwas zu Meckern hat und trotzdem mit Elan das Paketzentrum für alle Hausbewohner spielt. Als er eines Tages der neuen Zustellerin Dörte begegnet, erwachen bis dato noch nicht gekannte Gefühle und der kalte Brocken scheint ein wenig aufzutauen…

Fazit

Während mich der letzte “Stromberg”-Film ziemlich enttäuscht hatte, war ich ein wenig genickt und setzte in “Prange” gar nicht mal so hohe Erwartungen. Was als “ich mach das mal nebenher in der Mediathek an” begann, konnte dann bereits nach wenigen Minuten die volle Aufmerksamkeit auf sich ziehen und am Ende schloss man den Browser mit einem zufriedenen Grinsen.

Erneut begeisterte Bjarne Mädel mit seiner gewohnt kauzigen und dennoch sehr liebenswerten Art, erneut trug er das Geschehen in weiten Teilen von ganz allein. Man konnte sich wunderbar in seine Figur hineindenken und das echte Leben beim Ihm und den gut geschriebenen anderen Charakteren (u.A. seinem Nachbarn Olli Dittrich) erleben.

Der Humor lässt sich schwer beschreiben. Wer ein Faible für “Stromberg” oder den “Tatorteiniger” hat, dürfte hier auf seine Kosten kommen. Mädel mimet und spricht, wie man es von diesen Rollen kennt und abermals traf er damit voll den Nerv seiner Fans. Seine Ausdrucksweise und seine Sprüche ließen kaum ein Auge trocken, animierten teilweise sogar zum Nachdenken. Zwar traf nicht jeder Gag ins Schwarze, doch die Ausbeute war erfreulich hoch.

Neben dem feinen Humor, kamen allerdings auch die Emotionen nicht zu kurz. Sicherlich spielte gegen Ende die Weihnachts-/Silvesterzeit eine wichtige Konstante, doch auch ohne diesen leichten Einfluss von Kitsch hat das unterhaltsame Komzept prima funktioniert. Ein “Happy End” war zwar unausweichlich, doch der Weg dorthin das eigentliche Ziel und hier haben die Autoren alles richtig gemacht.

“Prange” war jetzt kein unverzichtbares Highlight oder sonstwie in irgendeiner Weise herausragend, doch seinen Zweck der guten Unterhaltung – idealerweise zur Weihnachtszeit – hat er absolut erfüllt. Man bildete gekonnt das wahre Leben ab und jeder Zuschauer dürfte bekannte Situationen wiedererkennen. Schaut bei Interesse rein, solange der Streifen noch in der Mediathek ist.

7/10

Fotocopyright: ARD

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