The Beast and the Beauty – Das Biest und die Schöne
Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.
Inhalt
Hae-ju Jang ist ein blindes Mädchen, führt jedoch nicht zuletzt durch ihren Freund Dong-geon ein erfülltes Leben. Die beiden lernen sich zufällig kennen und werden schnell zu engen Freunden. Viele Stunden verbringen sie miteinander, und alles scheint harmonisch und glücklich.
Hae-ju Jang ahnt jedoch nicht, dass Dong-geon nicht dem Bild eines klassischen Prinzen entspricht. Eine Narbe auf der Stirn zeichnet ihn, und auch sonst ist er alles andere als ein Frauenheld. Für beide stellt dies zunächst kein Problem dar – bis Hae-ju Jang kurz vor einer Operation steht, die ihr das Augenlicht schenken soll.
Aus Scham über seine selbst eingeredete Hässlichkeit gibt sich Dong-geon plötzlich für einen anderen aus und vertröstet Hae-ju Jang. Er behauptet, ihr Freund sei beruflich in Hawaii und könne deshalb nicht bei ihr sein. Doch mit der Zeit wird es immer schwieriger, diesen Schwindel aufrechtzuerhalten und Hae-ju Jang endlich die Wahrheit zu sagen …
Fazit
Wer nach einem anspruchsvollen Drama oder tiefschürfender Kost sucht, ist bei „The Beast and the Beauty“ eher an der falschen Adresse. Zwar nimmt die Geschichte hin und wieder dramatische Züge an, insgesamt dominiert jedoch eine leichte, kurzweilige Erzählweise mit witzigen Situationen und – wenig überraschend – einem Happy End.
Auch wenn der Handlungsverlauf größtenteils vorhersehbar ist, macht das Geschehen dank der überzeugenden Hauptdarsteller viel Spaß. Die Chemie zwischen den Figuren stimmt, wobei insbesondere der weibliche Part – erneut charmant verkörpert von Shin Min-ah – das Publikum für sich einnimmt. Mit viel Empathie lenkt sie von einen langatmigen oder nicht vollends glaubwürdigen Passagen ab, hielt stets einen gewissen Schwung in Takt.
Die Geschichte war so lala. Grundsätzlich als Rahmen für die schräge Handlung zu gebrauchen, aufgrund einiger an den Haaren herbeigezogener Elemente jedoch nicht immer einspruchslos zu akzeptieren. Es gab ein paar aufgesetzte Blödeleien – die immerhin eine akzeptable Gagdichte mit sich brachten.
So hart es klingen mag: Der Film ist kein echtes Highlight, bietet jedoch angenehme, unbeschwerte Unterhaltung. Wer genug von ernsten, schweren Dramen hat und eine Alternative zu platten Teenie-Komödien sucht, darf hier gern einen Blick riskieren. Für einen entspannten Sonntagnachmittag ist „The Beast and the Beauty“ bestens geeignet und langweilt auch dank seiner vergleichsweise kurzen Laufzeit zu keiner Zeit.
Ideal also für einen kurzweiligen Filmgenuss zwischendurch.
6,5/10
Fotocopyright: Splendid Film/WVG


