Filmbesprechungen

Keeper

Inhalt

Ein Pärchen verbringt ihren Jahrestag in einer abgelegenen Hütte im Wald. Nach er zu einem Notfall in die Stadt reisen musste, bleibt sie allein im Gebäude und wird mit unheimlichen Vorkommnissen konfrontiert…

Fazit

Langsam, aber sicher mausert sich Osgood Perkins zu einem Garant für ungewöhnliche (Horror-)Filme, spaltet aber abermals mit dieser Einstellung das Publikum.

“The Keeper” gefiel mit grandiosen Aufnahmen und einer stets unheilvollen Grundstimmung, die fortwährend für Gänsehaut sorgte. Problem war hier jedoch die Auflösung der mysteriösen Ereignisse – die sich rein mit Logik nicht erklären ließen und so auf ein paar absurde Konstruktionen ausweichen musste.

Bis es allerdings soweit kam, herrschte erst einmal eine ruhige und mitunter leicht anstrengende Gangart – bei der einige Zuschauer wohl schon Aufmerksamkeit und roten Faden verlieren. Der Grusel baut sich sehr gemächlich auf und wirft erst einmal Fragen auf.

Im Fokus steht ein junges Paar (exzellent gespielt von Tatiana Maslany und Rossif Sutherland), welches die Handlung über weite Teile von allein getragen hat und nur selten Besuch von anderen Akteuren bekam. Hierbei kam dann auch die stilsichere Kamera zum Zuge – die schon bei früheren Werken wie “Longlegs” für fantastische Bilder sorgte und eine hypnotische Wirkung erzielte.

“Keeper” firmiert selbst unter dem “Arthaus-Label” und hier fühlt sich das Werk (und der geeignete Konsument) auch sichtlich wohl. Die Inszenierung war extrem hochwertig, aber eben auch etwas sperrig und forderte vollste Aufmerksamkeit. Wer bereit zu diesem Invest ist, erhält einen schönen kleinen Grusel-Titel ohne lauten Krawum.

7/10

Fotocopyright: LEONINE

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