Zee-Oui – Der Kannibale
Inhalt
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Chinese Zee-Oui nach Thailand, um dort den Rest seiner Familie zu finden und ein besseres Leben zu führen. Eine schwere Krankheit macht dem Migrant allerdings arg zu schaffen und so besinnt er sich auf ein altes Hausrezept, welches im fremden Land nun neue Opfer fordert…
Fazit
Filme ums Thema Kannibalismus gibt es viele, doch nicht jeder geht die Sache so wie hier an. In “Zee-Oui” versucht man uns Mitleid mit der geschundenen Hauptfigur zu erfinden und dessen Taten einigermaßen plausibel nachvollziehen zu können. Dies gelang überraschend gut, auch wenn der Streifen ziemlich langsam in die Gänge kommt.
Die Handlung war simpel, orientierte sich aber wohl an wahren Ereignissen und war hierdurch glaubwürdig konzipiert. Man konnte das Verhalten seiner exzellent agierenden Hauptperson jederzeit nachvollziehen – obgleich auch nicht für gut heißen.
Der Streifen gab sich relativ wortkarg und ließ stattdessen seine Bilder sprechen. Obwohl die eigentlichen Kannibalenszenen nicht unbedingt der Rede (oder hohen Freigabe) wert gewesen sind, konnten immerhin die restlichen – fast schon dokumentarischen – Aufnahmen für eine angenehme Stimmung sorgen.
Geschaut haben wir den Film auf Thailändisch und hier sorgten solide Untertitel für problemloses Verständnis und überraschend schön abgemischte Effekte für eine gewisse Räumlichkeit. Das Bild der DVD ging in Ordnung, war mit seinen blassen Farben eigentlich auch ganz passend zum Inhalt.
“Zee-Oui” war ein brauchbarer Beitrag zum Genre, auch wenn er die Sache eher ruhig angeht und weniger auf explizite Eindrücke abzielt. Die Kamera dreht zur rechten Zeit weg und selbst zartere Gemüter dürften damit klarkommen. Ansonsten wurde die wahre Geschichte mit einer ausgezeichnet agierenden Hauptfigur einwandfrei vorgetragen und die investierte Zeit nicht vollends vergeudet.
6/10
Fotocopyright: Rough Trade Distribution GmbH


