Black Lotus
Inhalt
Einst war Matteo Donner Mitglied einer Spezialeinheit und zog sich nach seinem letzten Einsatz und dem Verlust seines besten Freundes für ein paar Jahre in Osteuropa zurück. Nun besucht er alte Bekannte in den Niederlanden und wird sogleich in Verstrickungen mit der internationalen Mafia involviert…
Fazit
Per Zufall bzw. per Trailer vor einem anderen Film bin ich auf “Black Lotus” Aufmerksam geworden und habe mir die Scheibe umgehend mal besorgt. Die Vorschau versprach schnörkellose Action mit voraussichtlich auch viel Kurzweil – geblieben ist beim Endergebnis immerhin von Beiden etwas, wenn auch nicht so stark wie erhofft.
Die Story war austauschbar und schon dutzende Male erzählt. Sie bot eigentlich nur einen Rahmen, um die mehr oder weniger tiefgründig gezeichneten Charaktere einzubinden und vor allem seine rasanten Actioneinlage zu rechtfertigen. Ansonsten hat man alles irgendwo schon einmal gesehen und echte Überraschungen blieben fern. Alles lief auf das unausweichliche Finale mit bekanntem Ausgang hin – aber ein gewisser Unterhaltungswert war dabei stets gegeben.
Einen großen Teil trug natürlich Hauptfigur Matteo dazu bei, der mit seiner starren Mimik eigentlich recht passend von Kickboxer Rico Verhoeven gespielt wurde. Trotz weniger Worte kam der Hüne charismatisch rüber und spätestens wenn die Fäuste flogen, war das mangelnde schauspielerische Talent vergessen. Mit Frank Grillo stand ihm ein ebenso symphytischer Gegner gegenüber – der auch nicht unbedingt der beste Schauspieler ist, mit seiner coolen Art aber meist – wie auch hier – zu gefallen weiß.
Das Tempo war zumeist hoch, jedoch gab es auch ein paar kleinere Längen – und zwar meist, wenn die Darsteller um halbwegs tiefgreifendere Dialoge bemüht waren. Es wurde zwar nie langweilig, auch ging der roten Faden glücklicherweise nicht verloren, trotzdem fühlten sich die knappen 80 Minuten deutlich länger an, als sie eigentlich waren.
Technisch gab es dagegen nichts zu Mäkeln. Der kühle Look hat prima zum Geschehen gepasst, die Soundabmischung war wuchtig und die Synchro ging in Ordnung. Bei den hübsch gemachten und vor allem toll choreografierten Actionszenen schepperte es ordentlich und der Zuschauer war mittendrin, statt einfach nur dabei.
Ein richtiger Action-Kracher ist “Black Lotus” trotz kerniger Typen und netten Szenen zwar nicht geworden, doch unterm Strich bleibt ein gut anschaubarer Titel für Zwischendurch. Günstig darf das Teil gerne in die Sammlung wandern, ansonsten ists natürlich keine Pflicht. Genrefans schauen ruhig mal rein, der Rest greift zu den üblichen Blockbustern. Mir hats gefallen, ein neuer Favorit ist es allerdings nicht geworden.
7/10
Fotocopyright: Splendid Film/WVG


