Filmbesprechungen

Resident Evil 2: Apocalypse

Inhalt

Durch die Öffnung des Hives wurde ein tödlicher Virus freigesetzt und ein Großteil der Bevölkerung von Raccoon City in blutrünstige Zombies verwandelt. Ein paar Überlebende versuchen aus der abgeriegelten Stadt zu entkommen und erhalten glücklicherweise von Alice schlagkräftige Unterstützung…

Fazit

Nachdem der erste filmische Versuch für große Enttäuschung gesorgt hat, waren die Erwartungen an dessen Fortsetzung seinerzeit gar nicht mal mehr so hoch. Vielleicht (oder gerade deswegen) konnte man dem Treiben dann auch etwas weniger kritisch folgen – und plötzlich so etwas wie Spaß bei der Sichtung empfinden.

Ein richtig guter Film ist “Apocalypse” zwar ebenfalls nicht, doch mit bekannten Elementen aus dem Spiel auch nicht mehr ganz von der Vorlage und den Herzen der Fans entfernt. Die Schauplätze erinnerten deutlich an den zweiten und dritten Teil der Videospiel-Serie, vertraute Namen, Uniformen und Gegner sorgten endlich für eine völlig andere Stimmung.

Im Gegensatz zum Erstling gelang das Abtauchen viel einfacher und obwohl es weiterhin ein paar kleinere Fremdschäm-Momente gab, fühlte man sich prima bei Laune gehalten. Alles wirkte teurer, hochwertiger und sogar einen Ticken besser gespielt (und vertont) – was am Ende zu einem hübschen Edel-Trash führte und so durchaus als Fan von Resi akzeptiert werden konnte.

Die Handlung war simpel, vermengte aber – wie bereits erwähnt – wesentlich mehr Content aus den Spielen und wurde ohne Schnörkel (bzw. ohne nennenswerte Längen) angenehm straff in Szene gesetzt. Auch wenn nicht jeder Gag zündete und manch Dialog arg hölzern erschien, war durch coole Action für einen Ausgleich gesorgt und solche kleinen Makel schnell vergessen.

Milla hat sich erneut von ihrer besten Seite gezeigt, obgleich einige Szenen leicht übertrieben erschienen und sich somit wieder von der Vorlage abhoben. Überhaupt hat sich der Cast aber gegenüber dem Vorgänger in allen Belangen verbessert bzw. wirkte deren Spiel deutlich besser und nicht mehr so laienhaft.

“Apocalypse” ist bei Weitem nicht perfekt und im Grunde ein ziemlich seltsames B-Movie, aber der Unterhaltungswert hat gepasst und die Annäherung zum Videospiel ist deutlich spürbarer geworden. Wie bereits geschrieben, ists am Ende kein wirklich guter Film, doch letztlich zählt der Spaßfaktor und der war hier nunmal sehr schön gegeben.

7/10

Fotocopyright: Constantin Film (Universal Pictures)

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