Resident Evil 5: Retribution
Inhalt
Alice ist gefangen in einem Labor von Umbrella. Diesmal versucht sie das digitale Abbild von Wesker vor den Gefahren der “Red Queen” zu retten und sie sicher an die Oberfläche zu geleiten. Auf diesem gefährlichen Weg trifft sie allerlei bekannte Gesichter, die es nicht nur gut mir ihr meinen…
Fazit
Zwar hielten sich die Vorgänger nicht akribisch genau an die Vorlage des Videospiels, doch immerhin folgten sie einer eigenen Storyline – was man im Durcheinander von “Retribution” leider kaum mehr behaupten konnte. Eine richtige Handlung verkommt hier zu einem Fremdwort, dafür regierte das Chaos und glücklicherweise auch ein gewisser Fan-Service.
“Retribution” entwickelte die Reihe nicht weiter und ließ die Entwicklung seiner Hauptfigur stagnieren. Man erlebt einfach nur pure Action, die uns zwar keine neuen Einblicke, dafür aber einen hohen Unterhaltungswert einbrachte und das Hirn abschalten ließ.
Erneut bescherte uns W.S. Anderson einen optischen Overkill, der mit einer gewissen Härte daher kam. Alles wirkte wie ein bunter Comic, der sich von Szene zu Szene immer wieder selbst getoppt hat. Bekannte Charaktere bzw. altbekannte Schauspieler bekamen hier erneut Auftritte, Grenzen zwischen Logik und Nachvollziehbarkeit verschwammen.
Bereits nach kurzer Zeit ging der rote Faden verloren und das Ziel der Mission wurde nebensächlich. “Retribution” war wildes Geballere, bot absurde Verfolgungsjagden und versuchte dabei alle aus der Spieleserie bekannten Figuren irgendwie zu integrieren. Den Machern schien nichts mehr heilig und dies war dann wohl auch der Schlüssel zum fragwürdigen Erfolg.
Ein guter Film ist auch Teil 5 nicht geworden. Obwohl er viele Namen der Vorlage aufgreift und bekannte Monster in seine seltsame Handlung integriert, fühlt es sich komisch an. Dennoch vermag ich diesem dumpfen Werk einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen und so dürfen Fans der Vorgänger (diese scheint es ja zu geben) wieder reinschauen. Ein bisschen ist es ja wie bei einem Unfall – man kann auch hier kaum wegschauen…
7/10
Fotocopyright: Constantin Film (Universal Pictures)


