Sidekicks
Inhalt
Barry Gabrewski leidet unter Asthma und ist Tagträumer. Statt dem Unterricht zu folgen, erlebt er in seinen Gedanken die wildesten Abenteuer mit Actionstar Chuck Norris und riskiert hierfür den Spott seiner Mitschüler. Für seinen Vater scheint der einzige Ausweg eine Anmeldung an einer Karateschule zu sein und hofft, den Sprössling damit seinen Träumen ein Stückchen näher kommen zu lassen…
Fazit
Ein richtig guter Film war “Sidekicks” nie, doch als unterhaltsames Relikt aus der Kindheit gehört er trotzdem in die Sammlung. In gewissen Maße konnte man sich gut in Barry hineindenken und irgendwie mochte man den Charme und die gute Aussage des Werkes sehr.
Chuck Norris war sicherlich nicht der beliebteste Actionstar in meiner Jugend (ich fand Jean-Claude van Damme immer etwas cooler), doch habe ich seine Filme (wie beispielsweise “Delta Force”) immer sehr gerne geschaut. Obwohl “Sidekicks” weniger mit einer tollen Story glänzen konnte, vermengte er doch gezielt einprägsame Szenen aus eben solchen bekannten Werken und übte hiermit seinen eigenen Reiz aus.
Die Handlung konnte schon damals keinen Blumentopf gewinnen. Zu unglaubwürdig und vor allem zu vorherschaubar war das Konstrukt schon bei der ersten Sichtung. Alles folgte üblichen Mustern, versuchte nicht einmal mit kleineren Abweichungen von bekannten Einlagen abzulenken. Man hatte alles irgendwo schon einmal gesehen – und zumeist sogar auch ein wenig besser gespielt.
Besonders Hauptfigur Barry (solide gespielt von Jonathan Brandis) hat es mit einer Darstellung des kranken Jungen – der plötzlich zum Kampfsport-Superstar wurde – ein wenig übertrieben. Immerhin nahm sich aber das gesamte Geschehen (inklusive muskulösem Widersacher) aber nie zu ernst und für das jüngere Publikum ging es damit auch nicht zu ruppig zur Sache. Die Auftritte von Norris himself waren natürlich an Coolness nicht zu überbieten.
Der Anlass der letzten Sichtung war traurig, die investierte Zeit dafür nicht vergeudet. “Sidekicks” unterhält wahrscheinlich gerade wegen seiner Macken und seinem seltsamen Humor noch immer ziemlich gut und weckt wohlige Erinnerungen an die Kindheit. Neuneinsteigern kann ich dieses Werk leider nicht empfehlen, dafür alten “Fans” mal wieder die Betrachtung einer fast vergessenen Perle ans Herz legen.
6,5/10
Fotocopyright: Carol Media


