Filmbesprechungen

Donnie Darko

Inhalt

Man könnte den Teenager Donnie Darko als Glückspilz bezeichnen, denn er hat einen scheinbar undenkbaren Unfall völlig unversehrt überlebt. Als eines Nachts eine Flugzeugturbine auf sein Elternhaus und ausgerechnet auch genau sein Zimmer vom Himmel niederfiel, hatte Donnie mal wieder ein Anfall des Schlafwandels und war gar nicht zu Hause. Seitdem läuft jedoch ein seltsamer Countdown vor seinen Augen ab und fremde Stimmen geben ihm Befehle zur Zerstörung…

Fazit

Schon kurz nach seiner damaligen Veröffentlichung avancierte “Donnie Darko” zum Kult, der sich schnell unter Filmfreunden herumsprach. Der Titel war nicht nur technisch solide inszeniert, brillierte vor allem von seinem mysteriösen Inhalt, der tatsächlich mal von einem “Directors Cut” profitierte und dessen erneute Sichtung durchaus zur Lösung des gesamten Rätsel beitragen konnte.

Nach der ersten Sichtung ließ uns das Geschehen ein wenig im Regen stehen und viele Fragen blieben unbeantwortet. Witzigerweise aber war man vom Gebotenen nicht enttäuscht, wollte es am liebsten direkt noch einmal schauen und auf neue Details achten. Im Grunde war die Geschichte dann auch gar nicht mal so komplex, durch seine leicht verkopfte Erzählweise jedoch erst einmal schwieriger als gedacht zu greifen.

Gelungen ist den Machern hierbei die geschickte Verzahnung verschiedener Genres. Von Drama über Coming-of-Age bis zu Science-Fiction war hier quasi alles vertreten und im absolut richtigen Maße vorhanden. Kein Part nahm zu sehr Überhand und kein Part kam zu kurz. Für die Erzählung war jedes Element wichtig und die eher naive Sicht auf die Dinge genau richtig gewählt.

Die Darsteller haben ihre Sache allesamt sehr gut gemacht. Angefangen bei der tollen Leistung der Gyllenhaal-Geschwister bis hin zu den Gastauftritten namhafter Hollywood-Stars wie Patrick Swayze oder Drew Barrymore – die scheinbar von einem runden Drehbuch zur Mitarbeit überzeugt wurden. Auch hier griff jedes Zahnrad perfekt ineinander und die Immersion war fantastisch.

Normalerweise strafe ich Filme ein wenig ab, wenn sie sich komplexer geben, als sie eigentlich sind – doch “Donnie Darko” ist da eine fabelhafte Abwechslung. Nach kurzem Grübeln wurde der Plot nach den Abspann schnell klar – aber die kleinen und eben nicht minder wichtigen Details erhöhen den “Wiederschau-Wert” ungemein und hieven dieses Meisterwerk in die erste Liga.

9/10

Fotocopyright: Studiocanal

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