Spielebesprechung

Fatal Frame II: Crimson Butterfly REMAKE (Nintendo Switch 2)

Inhalt

Der Spieler übernimmt die Rolle von Mio, die sich zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Mayu in ein mysteriöses Dorf verlaufen hat. Dort treffen sie auf leider nicht immer friedvolle Geister und kommen hinter ein Ritual, welches sie wahrscheinlich gezielt an diesen Ort geführt hat…

Gameplay

“Fatal Frame 2” (oder auch unter dem Namen “Project Zero 2”) bekannt, ist ein Grusel-Adventure welches in der 3D-Person Perspektive abläuft und mit ein paar ungewöhnlichen Spielmechaniken daher kommt.

Wir steuern unsere Figur nach gewohnter Genre-Manier, werden nach kurzer Zeit allerdings mit einem ungewöhnlichen “Kampfsystem” konfrontiert. Wir ballern unsere Gegner nicht mit Waffen ab, sondern konfrontieren sie mit einer alten Kamera mitsamt unterschiedlicher Filter und Farbkassetten.

Wir visieren die Geister an, versuchen einen möglichst idealen Bereich von ihnen mit der Linse zu erfassen und knipsen Fotos, um ihnen die Lebensenergie zu verringern. Klingt im ersten Moment recht einfach, kann aufgrund deren hektischen Erscheinung (und den damit verbundenen Erschreck-Effekten) dann doch aufreibend werden.

Ansonsten latscht Ihr mit Mio durch dunkle Wälder, dunkle Dörfer und noch dunklere Herrenhäuser, versucht Schlüssel zu finden oder mit einigen kleinen Rätseln (z.B. Puppen exakt wie auf einem Foto ausrichten) klar zu kommen. Hin und wieder gibt es hierbei in Form eines roten Schmetterlings Hinweise, manchmal tappt man aber gehörig im Kreis und klappert verschiedene Locations mehrfach ab, um übersehene Gegenstände zu finden und die Geschichte voran zu triggern.

Spielzeit

Da die Standby-Funktion bei mir ein wenig Buggy ausfiel, wurde eine Spielzeit von über 80 Stunden angegeben – was natürlich nicht der Realität entsprach. Schätzungsweise 10 bis 12 Stunden sind ungefähr drin gewesen.

Präsentation

Optisch kann der Titel nicht mit aktuellen Vertretern mithalten, macht aber insgesamt auch keine schlechte Figur. Die Charaktermodelle unserer Hauptfiguren waren hübsch gezeichnet und manche Umgebung mit dunklen Bildern und gelungenen Lichteffekten (Leuchten von Lampen, etc.) stimmig gelungen. Sprachausgabe gibt es nur auf englisch oder japanisch – optional mit soliden deutschen Texten, die auch in der Größe anpassbar sind.

Positiv

  • gruselige Atmosphäre
  • innovatives “Kampfsystem”
  • stimmige Präsentation
  • interessante Geschichte
  • gelungene Jump-Scares

Neutral

  • Kampfsystem nutzt sich mit der Zeit etwas ab
  • Schwierigkeitsgrad stellenweise recht hoch

Negativ

  • ein paar Trial & Error Momente
  • KI der Begleitung mit Aussetzern
  • nur japanische oder englische Sprachausgabe (deutsche Untertitel)

Fazit

Freunde gediegener Horrorkost kommen beim Remake von “Fatal Frame 2” auf jeden Fall auf Ihre Kosten. Die Atmosphäre war äußerst stimmig und das Interagieren mit der Kamera eine nette Abwechslung zum sonstigen Geballere. Hin und wieder haben mich zwar kleinere Trial & Error-Passagen (u.A. unbesiegbare Gegner vor denen man schnell weglaufen muss) genervt, doch unterm Strich kann man in jeder Spiel-Session immer einen Schritt weiter und der Frust hielt sich in Grenzen.

Die Spielzeit war angemessen, dennoch sonst hätte ich das innovative oder trotzdem mit der Dauer etwas repetitive Spieldesign abgenutzt und die Ernüchterung wäre größer gewesen. Schaut euch am besten mal ein paar Videos an und entscheidet dann, ob euch die Spielmechanik zusagt und erhaltet bei Interesse einen außergewöhnlichen Genrevertreter mit ganz eigener Gruselstimmung – Abseits der üblichen Zombiehorden.

Grafik: 7/10 | Sound: 7/10 | Gameplay: 6/10 | Gesamt: 7/10

Fotocopyright: Tecmo, Koei Tecmo Games

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