Filmbesprechungen

Warlock – Satans Sohn

Inhalt

Ein Hexenmeister steht in der Gunst von Satan ganz oben. Er befreit ihn von seinen Ketten und schickt ihn 300 Jahre in die Zukunft – in die USA der späten 80iger Jahre. Hier soll der Helfer nun drei Teile eines Buches ausfindig machen, diese wieder zusammensetzen und die Schöpfung Gottes rückgängig machen…

Fazit

Die “Warlock”-Filmreihe (eigentlich im Grunde nur die ersten beiden Teile) begleiten mich seit der frühen Jugend und gehören für mich noch immer zum regelmäßigen Pflichtprogramm. Nach heutigen Maßstäben mögen besonders die Effekte und die leicht stockende Erzählweise des Erstlings nicht mehr unbedingt für neue Fans werben können, doch diese leicht trashigen Momente gehören für mich einfach dazu.

Der Film bot zwar einen relativ drögen und wenig originellen Rahmen, doch innerhalb dieser Mauern wurde man mit witzigen Ideen, flotten Sprüchen und cooler Action durchwegs bei Laune gehalten. Auf dem Schirm war immer was los und insbesondere die Szenen mit dem famosen Julian Sands sorgten immer wieder für Freude und Gänsehaut.

Die Rolle des Hexenmeisters wurde Sands perfekt auf den Leib geschneidert, was sein Ego unmittelbar mit dieser Figur verband. Schade, dass er uns bei Teil 3 nicht mehr die Aufwartung machte und aufgrund seines tragischen Todes nun auch nicht mehr für neue Auskopplungen zur Verfügung steht. Er gab dem Bösewicht jedenfalls Kontur und Charisma, überstrahlte damit seine ebenfalls sehr ordentlich aufspielenden Kollegen.

Letztlich waren es auch die perfekt miteinander harmonierenden Darsteller, die viele Szenen mit lockeren Konversationen oder schrägen Gesichtsausdrücken aufwerten konnten. Die Effekte waren schon damals eher durchschnittlich, aus heutiger Sicht natürlich total überholt. Möglicherweise lag es seinerzeit schon an einem eingeschränkten Budget – was ich mir bei einem Film in diesem Genre durchaus vorstellen könnte.

Für mich ist “Warlock” großer Kult, auch wenn ich mich streng genommen nicht zu einer höheren Bewertung hinreißen lassen kann. Das Ding macht wenig verkehrt und hat Charme, trotzdem sind seine speziellen Vorzüge nicht leicht zu vermitteln. Für mich gehört der Streifen jedenfalls in die Sammlung – zumal er seit einigen Jahren auf qualitativ toller Blu-Ray in seiner ungeschnitten Form erhältlich ist.

7,5/10

Fotocopyright: NSM Records

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